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Umstrittene Maßnahme zum Tierschutz: Prinz Charles lässt graue Eichhörnchen keulen

Ein Grauhörnchen in einem Londoner Park: Die eingewanderten Tiere verdrängen die einheimischen, roten Eichhörnchen Zur Großansicht
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Ein Grauhörnchen in einem Londoner Park: Die eingewanderten Tiere verdrängen die einheimischen, roten Eichhörnchen

Es begann vor etwa 150 Jahren mit einem Paar, heute bevölkern sie fast ganz Großbritannien: Aus Amerika eingeschleppte graue Eichhörnchen bedrohen ihre roten Artgenossen. Jetzt greift auch Prinz Charles zu drastischen Maßnahmen.

Ihr buschiger Schwanz und ihre Knopfaugen verhalfen ihnen wahrscheinlich in die Freiheit: Im Jahr 1876 hatte ein Mann so großes Mitleid mit einem Grauhörnchen-Paar, dass er es freiließ. Bis heute haben sich die Tiere, die ursprünglich aus den USA stammen, so rasant vermehrt, dass sie zu einer Plage geworden sind.

Prinz Charles kündigte jetzt an, dass Grauhörnchen auf seinen Landgütern gekeult werden sollen, berichtet der "Guardian". Das Ziel sei, den Bestand der Tiere im Herzogtum Cornwall zu kontrollieren, um ihre roten Artgenossen und die Wälder zu schützen.

Noch um 1900 galten nicht die grauen, sondern die roten Eichhörnchen in England als Plage und wurden geschossen. Heute jedoch leben kaum noch rote Nager in den Wäldern, ihre grauen Verwandten haben sie fast vollständig verdrängt. Geschätzten 140.000 verbliebenen roten Eichhörnchen stehen laut der britischen Forest Commission mittlerweile 2,5 Millionen graue gegenüber.

Das rote Eichhörnchen: Von seinen grauen Artgenossen bedroht Zur Großansicht
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Das rote Eichhörnchen: Von seinen grauen Artgenossen bedroht

Ein Hauptproblem ist das Parapoxvirus, ein Pockenvirus, das die grauen Tiere in sich tragen, das ihnen selbst aber nichts anhaben kann. Infizieren sie jedoch ihre roten Verwandten, bedeutet das für viele von diesen den Tod. Durch den kräftigeren Körperbau - die Grauhörnchen wiegen etwa doppelt so viel wie die roten - können die Tiere zudem größere Früchte fressen und sich effizienter ernähren.

Außerdem konnten Forscher beobachten, wie die grauen Tiere Nüsse und Samen aus den Winterverstecken ihrer roten Artgenossen räuberten. Die roten Nager ernähren sich im Winter etwa zur Hälfte von den im Herbst gebunkerten Vorräten.

Prinz Charles ist Schirmherr in einer Vereinigung, die für das Überleben der roten Eichhörnchen kämpft - dem Red Squirrel Survival Trust. Zusätzlich zur Tötung der grauen Konkurrenten versuchen die Schützer gezielt, die natürlichen Lebensräume der roten Eichhörnchen zu erhalten.

Neben Großbritannien entwickeln sich die grauen Eichhörnchen auch in Norditalien zunehmend zum Problem. Italienische Politiker hatten vor knapp 70 Jahren vier Exemplare der Tiere von einem Amerika-Besuch mitgebracht. Von dort aus konnten sich die Tiere weiter verbreiten. Auch in Deutschland fürchten Natur- und Artenschützer einen Einmarsch des Grauhörnchens, es steht auf der Warnliste der potenziell invasiven Tierarten des Naturschutzbundes Nabu. Noch allerdings haben die roten Eichhörnchen ihre Wintervorräte für sich.

irb

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insgesamt 47 Beiträge
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1. Vollkommen okay
Hochbeet 19.10.2014
Soll er doch. Bei uns im Rheinland gibt es tausende von frei lebenden Pspagrien, nicht schön und kreischig. Sie nehmen den Staren die Bruthöhlen weg. Hier wäre ebenso eine Aktion nötig.
2. Plage?
soggder 19.10.2014
Stare sind doch bei uns auch eine Plage, oder nicht?
3. Grauhörnchen sind schon da!
gorm_grimme 19.10.2014
Also, zumindest in Bad Godesberg gibt es schon Grauhörnchen zu sehen, ich denke, im Verhältnis drei bis vier Rothörnchen auf ein Grauhörnchen. Sie scheinen aber nicht so gute Kletterer zu sein wie die alteingesessenen Rothörnchen. Letztere habe ich schon an mit Rauhputz versehen Hausfassaden hochlaufen sehen, die Grauen noch nicht.
4. ...
darkbishop 19.10.2014
Tausende was ???
5.
brandmeister 19.10.2014
Zitat von darkbishopTausende was ???
Ich tippe auf Papageien... :-)
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