Die Unterschiede könnten nicht krasser sein: Im März wurde die Bevölkerung in Großbritannien noch dazu aufgerufen, Wasser zu sparen. Sogar auf das Gießen von Pflanzen sollten die Menschen verzichten. Im April begann es dann endlich zu regnen - und seitdem hat es nicht mehr aufgehört.
Die Insel verzeichnet den April 2012 mit den heftigsten Regengüssen seit Beginn der Wettermessungen im Jahr 1910. Mit 121,8 Millimetern Niederschlag regnete es fast doppelt so viel wie in einem normalen britischen April, teilte die Wetterbehörde mit. Besonders der Südwesten Englands ist schwer betroffen. In der Ortschaft Liscombe wurde ein Höchstwert von 273,8 Millimetern Niederschlag gemessen.
In 37 Gegenden werden Fluten erwartet, 144 weitere sind gefährdet. Besonders in den Grafschaften Somerset, Dorset und Devon herrschen nach Angaben der Umweltbehörde kritische Zustände. In einem überschwemmten Gebiet bei Hampshire ertrank ein 52-jähriger Mann in seinem Toyota, als er mit dem Auto in einer Furt steckenblieb und von den Wassermassen fortgerissen wurde.
Für den Mai ist bislang keine Besserung angesagt: Während sich die Lage am Dienstag entspannen soll, erwarten Meteorologen ab Mittwoch weitere starke Regenfälle.
cst/afp
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