Brasilien Chef von Regenwald-Zerstörern festgenommen

Es ist ein Erfolg für den Schutz des Regenwalds: In Brasilien wurde der Chef einer Bande von Umweltverbrechern festgenommen. Sie soll für einen beachtlichen Teil der Abholzungen verantwortlich sein.

Bandenchef in Handschellen: Ezequiel Antônio Castanha wurde im brasilianischen Bundesstaat Pará verhaftet
REUTERS

Bandenchef in Handschellen: Ezequiel Antônio Castanha wurde im brasilianischen Bundesstaat Pará verhaftet


Den brasilianischen Behörden ist nach eigenen Angaben ein Coup im Kampf gegen die illegale Abholzung von Regenwald gelungen. Sie konnten den Kopf einer kriminellen Bande festnehmen, die für 20 Prozent der Zerstörung des Regenwalds verantwortlich gemacht wird. Nach sechsmonatigen Ermittlungen sei Ezequiel Antônio Castanha am Wochenende im nordbrasilianischen Bundesstaat Pará verhaftet worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Castanha drohen 40 Jahre Haft wegen illegaler Abholzung, Geldwäsche, Verschwörung sowie der Nutzung gefälschter Dokumente.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft nahm die Bande illegal Besitz von Waldstücken, rodete diese und verkaufte sie teuer an Viehbauern. Den dadurch entstandenen Schaden schätzt die Staatsanwaltschaft auf umgerechnet rund 203 Millionen Euro. Im Rahmen ihrer Ermittlungen hatte die Polizei schon vorher acht Mitglieder der Bande gefasst.

Kahlschlag unter Kontrolle

Der Leiter des brasilianischen Umweltinstituts Ibama, Luciano Evaristo, begrüßte den Ermittlungserfolg. Die Zerschlagung der Bande trage "zu einem erheblichen Teil" dazu bei, den illegalen Kahlschlag unter Kontrolle zu bekommen. Sein Institut hatte dabei geholfen, die Bande aufzuspüren.

Die Regierung hatte im November bekannt gegeben, dass der Kahlschlag im Amazonasbecken binnen eines Jahres um 18 Prozent gesunken sei. Demnach wurden zwischen August 2013 und Juli 2014 insgesamt 4848 Quadratkilometer Wald abgeholzt, die zweitkleinste Fläche seit Erfassung der Daten.

khü/AFP



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insgesamt 8 Beiträge
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dreifaltiger_specknacken 25.02.2015
1. Eskannwo nicht sein, dass
bayerische Interessen hinsichtlich dieses selbst ernannten Urwalds wo derart mit Füßen getreten werden. Die Holzbau Brunslinger-Miesbach wirdwo beim Führer der Partei intrervenieren, damit diese bolschewikkische Gutmenschenaktion der selbst ernannten Justizwo im angeblichen Brasilienwo storniert wird!
specialsymbol 25.02.2015
2. Ist da echt eine bayerische Firma dahinter?
Überraschen würde mich das ja nicht unbedingt..
gusseisen 25.02.2015
3. Irgendwo
hab ich den ersten Postwo dermassenwo nicht verstanden.... Was zum Kuckuck wollen Sie uns sagen?
blob123y 25.02.2015
4. Die wirklichen Grossganoven die da dahinter sind
sind Chinesen aus Singapore und Sibu Malaysia deren Firmen sind die wildesten Abholzer da drueben und auch in Indonesien, Malaysia und Papua. Die haben sogar schwimmende Prozessingfabriken in den Nebenlaeufen des Amazonas wo das geschlagene Holz gleich verarbeitet wird. Deshalb finde ich es geradezu amuessant wenn Singapore & Kuala Lumpur wieder mal vom Smog aus Indonesien eingekesselt wird da dann auch die wirklichen Ueberltaeter etwas vom Rauch mitbekommen. Es sollte sich ein jeder im klaren sein der dorthin faehrt das dort ein grosses Nest mit globaler Umweltzerstoerer ist. Z.Z. geht die exzessive Zerstoerung auch an den Haengen der Berge in Nordmyanmar voran auch mit tatkraeftigen Finanzinvestitionen dieser oben erwaehnten Chinesenbande.
kraftmeier 25.02.2015
5. Ich werde
trotsdem weiterhin Singapur besuchen, auch weil die absolute Mehrheit der Bewohner dort damit nicht zu tun haben. Und wie sagt man so schön, erst einmal vor der eigenen Haustüre kehren. Und dann aber auch nur dann darf man sich beschweren. Ich finde es jedenfalls Klasse das die brasilianische Regierung hier endlich einmal Aktiv wird, nachdem es seit Jahrzehnten nicht der Fall war.
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