Nationalpark in Kalifornien See-Elefanten erobern Strand zurück

Flauschige Folge des US-Shutdowns: Ein bei Touristen beliebter Strand wurde während der Haushaltssperre von See-Elefanten in Besitz genommen. Jetzt ziehen sie dort ihre Jungen groß.

AP/ John Burgess/ The Press Democrat

Menschen müssen jetzt draußen bleiben: Dutzende See-Elefanten liegen am Drakes Beach in Nordkalifornien. Während des Shutdowns in den USA haben die Robben den im Nationalpark Point Reyes liegenden Strand für sich erobert. Er wurde deshalb nun für Touristen geschlossen, wie die Parkverwaltung mitteilte.

Die Haushaltssperre der US-Regierung hielt mehr als einen Monat an und führte auch dazu, dass im Januar Strände, Parkplätze und Zufahrtsstraßen im gut eine Autostunde nördlich von San Francisco gelegenen Point-Reyes-Nationalpark gesperrt blieben.

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USA: Wie See-Elefanten vom Shutdown profitierten

Die See-Elefanten, die gewöhnlich abgelegene Buchten aufsuchen, breiteten sich in dieser Zeit an dem menschenleeren Ausflugsziel aus. Bei der Platzwahl spielten wohl auch stärkere Winterstürme eine Rolle, der Strand im Nationalpark bot ihnen davor offenbar besseren Schutz.

Trächtige Weibchen würden normalerweise von den Wildhütern vom Drakes Beach vertrieben, berichtet die Parkverwaltung dem "Marin Independent Journal". Doch wegen der US-Haushaltssperre war kaum Personal im Einsatz - und die Robben bleiben.

Mehr als 40 Robbenbabys

Nach jüngster Zählung wurden an dem Strandabschnitt inzwischen mehr als 40 Robbenbabys geboren. Einige See-Elefanten-Bullen drangen sogar bis zu einem Parkplatz und zu Picknicktischen vor. Für menschliche Besucher ist das nicht ungefährlich: Die Meeressäuger können aggressiv sein.

Der Strand bleibe deshalb am Wochenende vorsichtshalber geschlossen, teilte die Parkverwaltung mit. Ranger stünden am Parkplatz bereit, um Besuchern einen sicheren Blick auf die See-Elefanten zu ermöglichen. Man müsse allerdings flexibel sein, falls das "neue Management" entscheiden sollte, die Wege und Parkfläche zu besetzen, scherzte die Behörde.

wbr/dpa



insgesamt 7 Beiträge
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frenchie3 02.02.2019
1. Donnie für Naturschutz
Und Du denkst Du hast schon alles gesehen
Sensør 02.02.2019
2. Wunderschön!
Da soll noch mal einer sagen, das Trumps Politik nur Unfug bewirkt.
neanderspezi 02.02.2019
3. Donald als Naturschützer muss kein widernatürlicher Volltreffer sein
Das ist vollkommen verständlich, dass vor diesen See-Elefanten gewarnt wird. Die Besucher des Strands am Drakes Beach in Nordkalifornien sollen sich auf keinen Fall neben, auf oder gar unter diese Tiere legen, die wollen unter sich bleiben und finden nun mal an Menschen keinen großen Gefallen. Ideal wäre es nun, wenn die Parkverwaltung ein Einsehen hätte und auch in Zukunft diesen für die Tiere erholsamen Strand für sie reservieren würde, dann hätte der Shutdown doch wenigstens diesen Tieren einen Nutzen gebracht und Trump könnte sich den Naturschützern als Liebhaber von See-Elefanten zeigen und sich eine Kappe anfertigen lassen mit der Kennzeichnung: Shepherd of Sea Elephants. Er geht dann womöglich in die Literatur ein als bedeutsamer Teil von jener Kraft, die stets das Eine will und stets das Andre schafft und dazu auch gegen seinen Willen häufig den Umweg über eine ersehnte Trennmauer gegenüber Mexiko nehmen muss.
Kindergeburtstag 02.02.2019
4. !
>> Der Klimawandel ist durch Fakten belegt. Immer diese Wortspiele.. zunächst geht es um die globale Erwärmung durch anthropogenes CO2. Da kenne ich nur, dass beim IPCC das Forcing (durch den direkten CO2-Effekt mit Feedback) in den letzten 15Jahren von 4.2 auf 3.7M/m2 zurückgenommen wurde (wohl weil da jemand falsch lag) und jetzt sind sie wieder bei Modellen, die von 6 oder 8.5W/m2 ausgehen.. in Leute wie Grethe dürfen Kritiker Leugner nennen und werden dafür gefeiert.. Tatsächlich scheint es, als wäre stünden Alarmisten in der Fachliteratur sehr isoliert da, was sie natürlich nicht am Schreien hindert.. Grethe und TS_Alien sollten da doch lieber noch ein wenig zur Schule gehen.. Die beiden Hofwissenschaftler gehören zu einer radikalen Minderheit! https://en.wikipedia.org/wiki/Surveys_of_scientists'_views_on_climate_change John Cook et al., 2013[..] "97.1% endorsed the consensus position that humans are contributing to global warming." [..] In Science & Education in August 2013 David Legates and three coauthors reviewed the corpus used by Cook et al. In their assessment, "inspection of a claim by Cook et al. (Environ Res Lett 8:024024, 2013) of 97.1% consensus, heavily relied upon by Bedford and Cook, shows just 0.3% endorsement of the standard definition of consensus: that most warming since 1950 is anthropogenic."
juttakristina 05.02.2019
5. Also DAS
Also, das finde ich jetzt echt prima von den See-Elefanten! Super gemacht! Was mich allerdings im Bericht verstört, ist die Anmerkung, dass ansonsten trächtige Weibchen von den Wildhütern vertrieben würden... In einem Nationalpark? Sollte da nicht die Natur und die Fauna Vorrang vor menschlichen Sonnenbad- und Picknickbedürfnissen haben? Echt jetzt, wenn die Damen den Strand toll finden zur Aufzucht Ihrer Jungen, sollten wir respektvoll einen Schritt zurücktreten. Was ist wichtiger? Dem Nachwuchs einen möglichst optimalen Start ins Leben zu ermöglichen oder das Freizeitvergnügen einiger Humanoiden? Leider stehen dem ja die Verwüstungen, Vermüllungen usw. im Yosemite-Park gegenüber. Was für Idioten machen so etwas Hirnverbranntes?
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