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Sensationsfund: Riesiger Riemenfisch vor Kaliforniens Küste entdeckt

AP/dpa

Auge in Auge mit einem Riesen: Beim Schnorcheln vor der Küste Kaliforniens entdeckte eine Meeresforscherin einen der selten gesichteten bis zu 17 Meter langen Riemenfische. Doch wie sollte sie ihren Fund beweisen?

Es war als gemütlicher Ausflug vor der südkalifornischen Küste geplant: Jasmine Santana, Meeresforscherin am Catalina Island Marine Institute, war zum Schnorcheln in die Toyon Bay gefahren. Sie war schon einige Zeit im Wasser. "Plötzlich starrten mich zwei riesengroße Augen aus dem sandigen Boden an", erzählt die 26-Jährige dem Sender ABC-News.

Mutig näherte sich Jasmine diesem Etwas, das sich als die sterblichen Überreste eines Riemenfisches herausstellte. Die Tiere werden nur selten gesichtet, normalerweise tauchen sie in einer Tiefe von bis zu tausend Metern durch die Ozeane. Wegen ihrer schlangenartigen, langen Körperform wurden sie früher oft zu Seeungeheuern erklärt; Mythen und Legenden ranken sich um die knöcherne Fischart - der längste lebende Vertreter soll eine Länge von 17 Metern erreicht haben.

Jasmine, die keine Kamera dabei hatte, wollte ihre Entdeckung unbedingt an Land bringen. "Ich dachte mir, es gibt keinen anderen Weg. Das glaubt dir doch sonst kein Mensch, ich musste den Fisch mitnehmen." Also mühte sie sich mit dem schweren, toten Körper ab, immer Richtung Küste, sie kam allerdings kaum voran.

Schlussendlich hatte sie Glück: Der Kapitän einer Segelschule, mit seinem Schiff ganz in der Nähe unterwegs, sah die im Vergleich zierliche Taucherin, allein mit ihrem Fischfund - und holte Hilfe. Letztlich arbeiteten Studenten der Segelschule und des Meeresinstituts zusammen, um den Riemenfisch an den Strand zu bringen.

Gewebeproben des Riesen wurden von den Experten bereits an die University of California in Santa Barbara geschickt. Die Ausbilder des Instituts hoffen, das Skelett des Fisches aufbewahren zu können, doch die Knochen gelten als sehr empfindlich. Solange die Präparationsfrage nicht geklärt ist, bleibt der Fisch erst einmal auf Eis.

nik

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