Rückkehr der Raubtiere: Einsamer Wolf erreicht Kalifornien

Wo sie wieder auftauchen, sorgen sie für Begeisterung - und Ärger. Im Westen der USA breiten sich Wölfe langsam wieder aus, jetzt hat ein wanderlustiges Männchen die Grenze nach Kalifornien überschritten. Weil er einen GPS-Sender trägt, lässt sich seine Route genau verfolgen.

Wolf im US-Bundesstaat Oregon: Die Raubtiere breiten sich im Westen der USA wieder aus Zur Großansicht
AP/ Oregon Department of Fish and Wildlife

Wolf im US-Bundesstaat Oregon: Die Raubtiere breiten sich im Westen der USA wieder aus

Wann genau der letzte wildlebende Wolf in Kalifornien gestorben ist, lässt sich nicht genau sagen. 1924 gilt als das Jahr, in dem zuletzt ein Wolf im US-Bundesstaat getötet wurde. Eventuell gab es noch bis in die dreißiger Jahre hinein einige Tiere in abgelegenen Regionen, aber das ist nicht belegt, wie das "California Wolf Center" berichtet.

Doch jetzt hat der Bundesstaat eindeutig wieder einen Wolf - einen einzigen. Der zweieinhalb Jahre alte "OR7" hat am 28. Dezember die Grenze von Oregon nach Kalifornien überquert. Da das Tier einen GPS-Sender trägt, können Wissenschaftler seine Route genau verfolgen.

Die Ausbreitung der Wölfe in einigen westlichen US-Bundesstaaten sorgt für Konflikte. Denn die Tiere faszinieren nicht nur. Insbesondere Landwirte fürchten, dass die Wölfe ihr Vieh angreifen. In Deutschland, wo sich in den vergangenen Jahren einige Rudel vor allem in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg angesiedelt haben, regt sich auch immer wieder Protest. Ein Wolf braucht immerhin eine tägliche Fleischration von zwei bis drei Kilo. In den vergangenen Jahren haben die Rudel in Deutschland wiederholt Schafe, Ziegen und auch Damwild gerissen.

Gesetzlich geschützt

Die Tiere abzuschießen ist laut Gesetz verboten - in Deutschland ebenso wie in den USA. Laut U.S Wildlife Service ist eine Strafe von bis zu einem Jahr Gefängnis oder eine Geldstrafe von bis zu 100.000 Dollar (75.600 Euro) möglich, wenn jemand einen Wolf in Kalifornien fängt, verwundet oder tötet.

Inzwischen gibt es in Wyoming, Montana und Idaho wieder Wölfe in größerer Anzahl, in Oregon und Washington sind zwar weniger Wölfe zu finden, aber die Rudel dort haben sich schon erfolgreich fortgepflanzt.

"OR7" kam in Oregon zur Welt - und nachdem viele Fans seine Hunderte Kilometer lange Wanderung verfolgt hatten, erhielt er vor kurzem den Namen "Journey" (Reise). Auch sein Weg durch Kalifornien lässt sich genau verfolgen.

Dass weitere Wölfe diesen Weg nehmen, scheint nur eine Frage der Zeit, es könnte allerdings noch mehrere Jahre dauern, bis erste Rudel durch Kalifornien streifen.

Zwar stellt kalifornische Department of Fish and Game sofort klar, der Bundesstaat würde nicht absichtlich Wölfe wieder ansiedeln. Doch die Behörde versucht gleichzeitig, Ängste gegenüber Wölfen abzubauen. Gefährlich für Menschen sind die Raubtiere sowieso in der Regel nicht. Und im Westen der USA bedrohen Kojoten, Pumas und Bären Viehherden stärker, als es die Wölfe tun würden.

Wie lange Kalifornien seinen einsamen Wolf behält, ist indes unklar. Nachdem Journey sich bereits ausgesprochen wanderlustig gezeigt hat, ist es durchaus möglich, dass er wieder die Grenze nach Oregon überquert. Da der junge Wolf auf der Suche nach einem Weibchen sein wird, wäre das für ihn sogar die beste Route.

wbr

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1. ...
Annika Hansen 28.01.2012
Zitat von sysopWo sie wieder auftauchen, sorgen sie für Begeisterung - und Ärger. Im Westen der USA breiten sich langsam Wölfe wieder aus, jetzt hat ein wanderlustiges Männchen die Grenze nach Kalifornien überschritten. Weil er einen GPS-Sender trägt, lässt sich seine Route genau verfolgen. Rückkehr der Raubtiere: Einsamer Wolf erreicht Kalifornien - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft (http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,812004,00.html)
Bei mir im Wohngebiet gibt es mehrere Füchse, noch ein paar Jahre und sie geben Pfötchen.
2. Was für GPS-Sender werden da eigentlich verwendet?
DerSponner 28.01.2012
Würde mich interessieren, denn so ein Sender darf ja wohl nicht zu groß sein und muss eine sehr lange Akkulaufzeit haben.
3.
muhzilla 28.01.2012
Zitat von DerSponnerWürde mich interessieren, denn so ein Sender darf ja wohl nicht zu groß sein und muss eine sehr lange Akkulaufzeit haben.
Wildlifemonitoring ist eine der Paradeanwendungen für "Wireless Sensor Networks", die sich dadurch auszeichnen, dass in der Regel alle Sensor Nodes Daten in Richtung eines gemeinsamen Empfängers schicken. Das sogenannte "Sink". Alles in diesem Netzwerk passiert unter der Prämisse soviel Energie wie möglich bei allen Aktionen zu sparen. Das fängt bei der Hardware selbst an und erstreckt sich über die Sendeleistung der Antennen und die verwendeten Routingalgorithmen bis hin zu den Anwendungen. Diese Netzwerke leben aber auch davon, dass sie meistens eine große Dichte, also Sensor Nodes pro Flächeneinheit besitzen, um die Abstände zwischen einzelnen Sensoren klein zu halten, da dadurch Sendeleistung gespart werden kann. Viele kleine Sprünge kosten weniger Saft als ein großer quasi. Das bedeutet für unseren Wolf aber vermutlich, dass er irgendwas anderes am Hals trägt und ich die Frage nicht wirklich gut beantworten kann :)
4.
boeseHelene 28.01.2012
Zitat von Annika HansenBei mir im Wohngebiet gibt es mehrere Füchse, noch ein paar Jahre und sie geben Pfötchen.
also ich habe hier selber auch Füchse allerdings sehe ich sie eher wenn es dunkel ist und die würde keineswegs als zutraulich betrachten.
5. Wölfe?
Revarell 28.01.2012
Zitat von Annika HansenBei mir im Wohngebiet gibt es mehrere Füchse, noch ein paar Jahre und sie geben Pfötchen.
Also bei mir gibt es Wildschweine ohne Ende, die sind dermaßen lästig, da wünscht man sich ein Rudel Wölfe herbei!
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