Säbelzahn-Elefant entdeckt Da ist was krumm

In Malaysia haben Forscher einen Elefanten mit verkehrt herum gebogenen Stoßzähnen entdeckt. Für das Tier eine ernsthafte Gefahr.

Elefant mit seltsam gebogenen Stoßzähnen
AFP/ Sabah Wildlife Department

Elefant mit seltsam gebogenen Stoßzähnen


Mit seinen verformten Stoßzähnen erinnert das Tier an einen Säbelzahntiger: Auf der Insel Borneo in Malaysia ist ein Elefant entdeckt worden, dessen Stoßzähne in die falsche Richtung zeigen. Eine Gruppe von Wildtierexperten fand den Dickhäuter auf einer Palmölplantage im Staat Sabah.

"Das ist sehr selten", sagte Sen Nathan, ein Vertreter der örtlichen Behörden. Bei dem Tier sind die Stoßzähne nicht nach außen und oben, sondern nach innen und unten gebogen. Wie es dazu kam, ist seiner Aussage zufolge nicht klar. Die Experten vermuten entweder einen Geburtsfehler oder Inzucht als Ursache. Ein ähnlich aussehender Elefant war bereits vor einigen Jahren in Sabah entdeckt worden.

Stoßzähne wie ein Säbelzahntiger
AFP/ Sabah Wildlife Department

Stoßzähne wie ein Säbelzahntiger

Die Behörden wollen das Tier nun am Samstag in ein Schutzgebiet bringen, bis ein geeigneter Platz in der Wildnis gefunden ist. Dann soll es mit einem Peilsender ausgestattet werden. Elefanten nehmen ihre Stoßzähne bei der Nahrungsaufnahme und bei Kämpfen zur Hilfe. Besonders beim Gerangel mit Artgenossen und anderen Tieren könnte es für den Säbelzahn-Elefanten gefährlich werden.

Puma mit Zähnen am Kopf

Es kommt immer mal wieder vor, dass Tiere mit anatomischen Besonderheiten gesichtet werden. Anfang 2016 erregten etwa Fotos von einem Puma mit Zähnen am Hinterkopf international Aufmerksamkeit. Damals vermuteten Experten, dass es sich bei der Wucherung um das Überbleibsel eines siamesischen Zwillings handelt, der sich nie voll entwickelt hat.

Als Ursache im Gespräch war damals auch ein sogenanntes Teratom als Ursache. Das sind Keimzelltumoren, denen Haare und Zähne wachsen können. Allerdings haben sie ein deutlich unregelmäßigeres Erscheinungsbild als die Zahnreihe des Puma.

Unabhängig davon gibt es auch immer mal wieder Berichte von Kühen, die mit fünf oder gar sechs Beinen geboren werden. Das Phänomen kommt auch beim Menschen vor. Betroffene haben aufgrund einer genetischen Besonderheit üblicherweise mehr als fünf Finger oder Zehen an jeder Hand beziehungsweise jedem Fuß.

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jme/AFP



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