Satellitenbild der Woche Hochwasser verstopft Panamakanal

Das gab es seit Jahrzehnten nicht: In Panama hat es so heftig geregnet, dass der Panamakanal wegen Hochwassers geschlossen werden musste. Eine Satellitenaufnahme zeigt, wie die Regenfälle einen benachbarten See verfärbt haben.

Satellitenbild: Der Lago Alajuela dient als Wasserreservoir für den Panamakanal
NASA

Satellitenbild: Der Lago Alajuela dient als Wasserreservoir für den Panamakanal


Anfang Dezember musste der Panamakanal wegen Hochwassers kurzzeitig geschlossen werden - das ist in seiner fast hundertjährigen Geschichte erst zum dritten Mal vorgekommen. Die zwei künstlichen Stauseen, Gatún und Alajuela, die mit dem Kanal verbunden sind, erreichten die höchsten Wasserstände seit Beginn der Messungen. 17 Stunden durften Schiffe den Kanal nicht befahren. Die Wasserstraße verbindet den Atlantik mit dem Pazifik und gilt als eine der wichtigsten der Welt.

Der Lago Alajuela liegt nordöstlich des Kanals und dient als Wasserreservoir. Am 17. Dezember, eine Woche nach der vorrübergehenden Schließung des Panamakanals, nahm der Nasa-Satellit "Earth Observing-1" dieses Bild des Stausees auf. Es wurde um 90 Grad gedreht, Norden liegt am rechten Bildrand, der Panamakanal verläuft außerhalb der oberen linken Ecke. Starke Regenfälle haben aus den umliegenden Wäldern Sedimente aufgeschwemmt, die das Wasser des Lago Alajuela hellbraun eingefärbten. Es bildet nun einen starken Kontrast zum dunklen Grün des Waldes.

Eigentlich sind heftige Niederschläge in Panama keine Seltenheit: Die Regenzeit dauert von Mai bis Januar. Im Dezember dieses Jahres sind die Flüsse und Seen aber besonders hoch über die Ufer getreten, es gab großflächige Überschwemmungen und zahlreiche Erdrutsche. Mehrere Menschen starben, Tausende mussten in Sicherheit gebracht werden.

mah



© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.