Als größte Staubschleuder der Welt zeigt sich die Sahara bisweilen auf Satellitenaufnahmen. Bis Südamerika weht der Staub, der dort den Regenwald düngt. Und Falschfarbenbilder enthüllen skurrile Gesteinsformationen.
Auf einem aktuellen Foto wird die Wüste dagegen zum Nebendarsteller: Der Esa-Satellit Envisat hat das Atlasgebirge mit seinen schneebedeckten Gipfeln in den Mittelpunkt gerückt. Die Bergkette, die sich von Marokko bis Tunesien erstreckt, ist eine Wetterscheide. Die Aufnahme zeigt das Gebiet vom Atlantik im Westen über den zentralen Teil Marokkos weiter nach Osten bis zu den wüstenartigen Regionen im Inland von Algerien.
Einige Gipfel des sogenannten Hohen Atlas in Marokko ragen über 4000 Meter in die Höhe. Der südwestlich davon gelegene Antiatlas ist niedriger. Daher liegt auch kein Schnee, sondern es herrscht das heiße, trockene Klima der Sahara.
In Marokko, nordwestlich des Gebirges, herrscht dagegen ein mediterranes Klima mit heißen, trockenen Sommern und milden Wintern.
Während das Gebirge die Wüste nach Nordwesten hin deutlich begrenzt, hat die Sahara Richtung Süden kein derartiges Hindernis im Weg. Dass sich die Wüste stetig weiter ausbreitet, ist das größte Problem der Sahelzone, die auf dieser Aufnahme nicht zu sehen ist.
wbr
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