Satellitenbild der Woche Kraft der Wassermassen

Gewaltige Unwetter zogen diese Woche über Südfrankreich und Norditalien. Regenfluten ließen Flüsse anschwellen, Menschen kamen ums Leben. Der Vergleich zweier Satellitenbilder offenbart die Folgen.

Südfrankreich am 21. Januar 2014: Erde vom Ufer gerissen
NASA GSFC/ LANCE/ EOSDIS MODIS Rapid Response Team

Südfrankreich am 21. Januar 2014: Erde vom Ufer gerissen


Hamburg - Bei starken Regenfällen und Überschwemmungen sind diese Woche in Südfrankreich mehrere Menschen ums Leben gekommen. Im Département Var starb ein Autofahrer, nachdem sein Wagen von den Fluten mitgerissen worden war. Ein Rentner ertrank in seinem Keller, der rasant geflutet worden war.

Feuerwehren und Soldaten kamen zur Hilfe. Mehr als 1500 Bewohner mussten vor Wassermassen aus ihren Wohnungen flüchten. Hunderte Häuser blieben ohne Strom.

Ähnlich ernste Folgen hatten die Unwetter im Nordwesten Italiens, wo zahlreiche Schlammlawinen niedergingen. In der Küstenregion Ligurien kam ein 66-jähriger Arzt zu Tode, als er auf dem Weg zu einem Patienten von Wassermassen erfasst wurde. Ein Fluss nahe Genua war über die Ufer getreten.

Hunderte Bewohner der Region mussten ihre Häuser verlassen. Allein in Modena brachten Hilfskräfte 600 Anwohner in Sicherheit, sie wurden in Hotels oder Krankenhäuser gebracht. Überschwemmungen ließen einen Zug entgleisen, der auf dem Weg nach Frankreich war; zwei Menschen wurden dabei verletzt.

Spuren im Meer

Die US-amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa hat nun Fotos ihres Satelliten "Terra" veröffentlicht, die Spuren der Fluten auf besondere Weise verdeutlichen. Ein Bild entstand im Januar 2013, das zweite am Dienstag nach dem Unwetter. Der Vergleich beider Satellitenbilder offenbart die Kraft der Wassermassen.

Während im Landesinneren trotz der starken Regenfälle kaum eine Besonderheit an den Flussläufen zu erkennen ist, zeigen die Mündungen das ganze Ausmaß des Unwetters: Riesige Sandfahnen treiben aus den Strömen Südfrankreichs ins Mittelmeer.

Die Regenfälle haben die Flüsse schwellen lassen. Ihr Wasser riss massenhaft Erde von den Ufern ins Meer. An der Mündung der Rhone ist daher eine Dutzende Kilometer lange Sandzunge zu sehen. Auch die Flüsse Var, Argens und andere entladen ihre Schlickmassen bis weit hinein ins Mittelmeer.

boj/dpa/AFP



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clausde 25.01.2014
1. Sorry
Ähem, nur damit sich niemand verfährt. Modena liegt weder im NW Italiens, noch in der Provinz Ligurien und schon gar nicht in der Nähe zu Frankreich. Es sei denn es gäbe ein Örtchen Modena in der Gegend. Darauf könnte man dann vorteilhafterweise hinweisen. Danke.
Beat Adler 25.01.2014
2. Jedes Zehntelgrad Temperaturerhoehung des Meerwassers laesst mehr Regen fallen.
Zitat von sysopNASA GSFC/ LANCE/ EOSDIS MODIS Rapid Response TeamGewaltige Unwetter zogen diese Woche über Südfrankreich und Norditalien. Regenfluten ließen Flüsse anschwellen, Menschen kamen ums Leben. Der Vergleich zweier Satellitenbilder offenbart die Folgen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/satellitenbild-regen-unwetter-fluesse-in-suedfrankreich-italien-a-945407.html
Jedes Zehntelgrad Temperaturerhoehung des Meerwassers laesst mehr Regen fallen. Die statistische Auswertung fuer einen gesichterten Beweis ist allerdings schwierig. mfG Beat
carahyba 25.01.2014
3. mittelalterliche Mönche wussten schon mehr ...
Zitat von Beat AdlerJedes Zehntelgrad Temperaturerhoehung des Meerwassers laesst mehr Regen fallen. Die statistische Auswertung fuer einen gesichterten Beweis ist allerdings schwierig. mfG Beat
Warum sollten die Gesetze der Agregatzustände der Wärmetheorie "statistisch gesichert" werden. Wenn Sie schon solche Statements hier abgeben, sollten Sie korrekter Weise die vielen anderen Parameter, die die Dampfbildung beinflussen, auch benennen. Wetter ist nur einfach, wenn man aus dem Fenster schaut, als physikalisches Phänomen äusserst kompliziert.
Beat Adler 25.01.2014
4. Frage: Wie gross ist die Zunahme der Regenmenge im Verhaeltnis zur Meerestemperatur?
Zitat von carahybaWarum sollten die Gesetze der Agregatzustände der Wärmetheorie "statistisch gesichert" werden. Wenn Sie schon solche Statements hier abgeben, sollten Sie korrekter Weise die vielen anderen Parameter, die die Dampfbildung beinflussen, auch benennen. Wetter ist nur einfach, wenn man aus dem Fenster schaut, als physikalisches Phänomen äusserst kompliziert.
Frage: Wie gross ist die Zunahme der Regenmenge im Verhaeltnis zur steigenden Meerestemperatur? Es geht nicht um WETTER! Es geht darum, ob die Starkregenereignisse, ueber eine laengere Zeitperiode erfasst, STATISTISCH gesichert, auf die Temperaturerhoehung des Meerwassers zurueckzufuehren sind. Wenn nicht, sind sie Zufall, wenn ja, dann ein Zeichen der globalen Erwaermung. mfG Beat
carahyba 25.01.2014
5. Doch, hier geht es tatsächlich um WETTER ...
Zitat von Beat AdlerFrage: Wie gross ist die Zunahme der Regenmenge im Verhaeltnis zur steigenden Meerestemperatur? Es geht nicht um WETTER! Es geht darum, ob die Starkregenereignisse, ueber eine laengere Zeitperiode erfasst, STATISTISCH gesichert, auf die Temperaturerhoehung des Meerwassers zurueckzufuehren sind. Wenn nicht, sind sie Zufall, wenn ja, dann ein Zeichen der globalen Erwaermung. mfG Beat
Es ist richtig, dass der Verdampfungsvorgang von der Wassertemperatur abhängt, ist aber auch Funktion einiger anderer Parameter, die Sie nicht benannt haben. Wenn diese Parameter bekannt sind, gelten die Gesetze der physikalischen Wärmetheorie und diese müssen nicht statistisch bestätigt werden. Dass z.B. die Messung der Wassertemperatur, der Lufttemperatur, der Windgeschwindigkeit, des Luftdruckes usw. statistische Grössen sind, ist doch wohl klar. Die Temperaturerhöhung ist nur ein Faktor, die Windsysteme sind ein weiterer wichtiger Faktor, die die Verdampfungrate stark beeinflussen und wo die Wolken abregnen.
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