Satellitenbild der Woche Spur der Zerstörung

Ganze Wohnblöcke wurden eingeebnet, 2400 Häuser zerstört, zwei Dutzend Menschen getötet: Der Tornado im US-Staat Oklahoma war einer der folgenschwersten in der Geschichte der USA. Ein Satellitenbild lässt die ungeheure Wucht des Sturms erahnen.

Tornado von Moore: Zerstörung von oben
Nasa

Tornado von Moore: Zerstörung von oben


Der Tornado, der Tod und Zerstörung über die US-Stadt Moore brachte, war ein wahrer Gigant: Der Wirbel war rund anderthalb Kilometer breit, die Wolke mit Trümmerteilen soll sogar sechs Kilometer Durchmesser erreicht haben. Die Windgeschwindigkeiten betrugen nach Angaben der nationalen Wetterbehörde bis zu 320 km/h; der Tornado habe damit Stufe fünf auf der erweiterten Fujita-Skala erreicht, was dem höchsten Schadenspotential entspricht. Seit 1950 besaß nur etwa ein Prozent aller registrierten Tornados die Stärken vier oder fünf.

Tausende Fotos und Videos haben seither das Leid und die Zerstörung dokumentiert, die der Sturm am 20. Mai hinterlassen hat. Jetzt hat die US-Weltraumbehörde Nasa ein Satellitenbild des dramatischen Geschehens veröffentlicht. Aufgenommen hat es der Nasa-Satellit "Aqua" um 14.40 Uhr Ortszeit - nur Minuten, bevor der Tornado die Stadt Moore in Trümmer legte.

Die nachträglich ins Bild montierte rote Linie zeigt die Spur des Sturms. Sein Rüssel setzte demnach um 14.56 Uhr westlich von Newcastle auf und wanderte dann nordöstlich in Richtung Moore. Mehr als 40 Minuten zerstörte der Tornado alles auf seinem Weg, zermalmte Häuser, wirbelte Autos durch die Luft, tötete 24 Menschen und verletzte Hunderte weitere.

Um 15.36 Uhr löste sich der Wirbel nach Angaben der Nasa auf. Zu diesem Zeitpunkt hatte er eine 27 bis 32 Kilometer lange Schneise der Verwüstung hinterlassen. Seine relativ geringe Geschwindigkeit von 32 bis 40 Kilometern pro Stunde hat die Zerstörungen wahrscheinlich noch verstärkt.

Entstanden ist der Tornado nach Angaben der Nasa aus einer sogenannten Superzelle. Derartige Gewitter sind für nahezu alle größeren Tornados in den USA verantwortlich. In ihrem Inneren steigt Luft mit Geschwindigkeiten von mehr als 160 km/h nach oben, wobei lang anhaltende, heftige Wirbel entstehen. Hinzu kommen oft starker Regen und Hagelkörner in Golfballgröße.

mbe

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sischwiesisch 25.05.2013
1. Viele...
Zitat von sysopNasaGanze Wohnblöcke wurden eingeebnet, 2400 Häuser zerstört, zwei Dutzend Menschen getötet: Der Tornado im US-Staat Oklahoma war einer der folgenschwersten in der Geschichte der USA. Ein Satellitenbild lässt die ungeheure Wucht des Sturms erahnen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/satellitenbild-zeigt-tornado-von-moore-a-901770.html
...dieser Tornados ziehen eben meist nur über die grüne Wiese. Dann ist es ein faszinierendes Naturschauspiel.
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