Kiew - Nach einer Schiffshavarie nahe dem ukrainischen Donaudelta bedroht ein Ölteppich auf dem Schwarzen Meer ein Umweltschutzgebiet. Das Öl aus dem gesunkenen Frachter habe sich bereits auf einer Fläche von mehr als fünf Quadratkilometern ausgebreitet, teilte die Umweltschutzbehörde der Ex-Sowjetrepublik örtlichen Medien zufolge am Donnerstag mit. Das entspricht etwa der dreifachen Größe der Nordsee-Insel Helgoland.
Das Donaudelta liegt zum größten Teil auf rumänischem Staatsgebiet und ist mit einer Fläche von rund 5800 Quadratkilometern das zweitgrößte Flussdelta Europas. Mehr als 4000 Quadratkilometer davon stehen unter Naturschutz, sie bilden das Biosphärenreservat Donaudelta.
Experten beklagen, dass die nahen ukrainischen Häfen nicht über die nötige Technik zur Abwehr einer solchen ökologischen Katastrophe verfügten. Raue See verhinderte zuletzt eine Kontrolle des Ölteppichs. Der unter moldauischer Flagge fahrende Frachter mit 2700 Tonnen Gips an Bord war bereits vor mehr als einer Woche gesunken. Elf Besatzungsmitglieder konnten sich retten. Das Schiff war unterwegs von der Türkei ins südukrainische Cherson.
mbe/dpa
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