Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Seebeben in Asien: Sumatra um 36 Zentimeter verschoben

Das katastrophale Seebeben in Asien hat Sumatra weniger stark verschoben als bisher vermutet. Die Insel ist gegenüber ihrer ursprünglichen Lage um lediglich 36 Zentimeter verrutscht.

Banda Aceh vor und nach der Katastrophe: Sumatra um 36 Zentimeter verschoben
DLR/ Space Imaging

Banda Aceh vor und nach der Katastrophe: Sumatra um 36 Zentimeter verschoben

Kopenhagen - Wissenschaftler des Dänischen Raumfahrtzentrums haben durch systematische Auswertung von Daten des Satelliten-Navigationssystems GPS ermittelt, dass die Verschiebung der von der Flutkatastrophe besonders hart getroffenen Insel nur gering ausfiel. In Medienberichten war dagegen von bis zu 36 Metern die Rede.

"Wir konnten sehen, dass die Position der Insel genau zum Zeitpunkt des Bebens verändert worden ist", sagte Shfagat Abbas Khan, Sprecher des dänischen Forscherteams. Die Auswertung aller Positionsmeldungen von GPS-Stationen rund um Sumatra in den vergangenen vier bis fünf Jahren habe aber nur eine Verschiebung um 36 Zentimeter ergeben, sagte Khan der Kopenhagener Zeitung "Berlingske Tidende".

Der von dem Seebeben ausgelöste Tsunami hat allein in der Provinz Aceh am Nordende von Sumatra mehr als 100.000 Menschen getötet. Europa hatte sich durch das Beben der Stärke 9 vorübergehend um rund einen Zentimeter gehoben. Der Kontinent sei zudem zwei Zentimeter nach Norden verschoben worden, hatte Rudolf Widmer-Schnidrig vom Geowissenschaftlichen Observatorium Schiltach bereits Mitte Januar berichtet. Nach wenigen Minuten sei Europa aber in seine alte Position zurückgekehrt.

Diesen Artikel...

© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: