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Infografik der Woche: So oft versinkt Peking im Smog

Smog in Peking: Rekordwerte bei gesundheitsschädlichem Feinstaub Fotos
Getty Images

Peking ist diese Woche in dichtem Smog verschwunden - nicht zum ersten Mal. Diese Grafiken zeigen, wie sich die Feinstaubbelastung in der chinesischen Hauptstadt in den vergangenen Jahren entwickelt hat.

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Das Treibhausgas CO2 ist geruchlos und unsichtbar - der ebenfalls aus Kohlekraftwerken, Autos und Industrieschloten stammende Feinstaub hingegen nicht. Pünktlich zum Auftakt der Weltklimakonferenz in Paris gingen in den vergangenen Tagen schockierende Bilder aus Chinas Hauptstadt um die Welt. Man sieht eigentlich fast nichts, denn Peking verschwindet geradezu in dichtem Smog.

Als Grund für die neuen Smog-Höchstwerte gaben die Behörden den jahreszeitlich bedingten Ausstoß durch Kohleheizöfen an. Doch nicht nur die Sicht leidet, die extrem hohe Konzentration an Feinstaubpartikeln mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometer ist gesundheitsgefährdend.

Die Infografik der Woche von Statista und SPIEGEL ONLINE zeigt, dass die gegenwärtige Situation in Peking leider keine Ausnahme ist. Zieht man die täglichen Höchstwerte der letzten 6,5 Jahre heran, so wurde fast an jedem zweiten Tag eine Feinstaubbelastung gemessen, die mindestens als ungesund einzustufen ist.

Die letzten Tage sprengten sogar sprichwörtlich die Skala. Feinstaubbelastungen von über 500 Mikrogramm pro Kubikmeter treten in Peking zwar beinahe jeden Winter auf, für sie gibt es jedoch schlicht keine Kategoriebezeichnung mehr.

Die Daten zu unserer Grafik stammen von der US-Botschaft. Diese hat 2008 unter dem Namen @BeijingAir angefangen, stündlich Werte zur Feinstaubbelastung auf Twitter zu veröffentlichen. Die chinesische Regierung protestierte zuerst, machte sich aber dann ab 2013 selbst an den Ausbau eines Netzes zur Messung der Feinstaubbelastung.

Aktuell haben starke Winde kurzfristig für eine Rückkehr zu unbedenklichen Werten gesorgt. Doch alleine die Zahl von 155 Kohlekraftwerken, die von der chinesischen Regierung dieses Jahr bereits neu genehmigt wurden, legt nahe: Nach dem Smog ist in Peking vor dem Smog.

In diesem Video zeigt SPIEGEL-Korrespondent Bernhard Zand, wie sich die Raumluft verschlechtert, sobald man in Peking das Fenster öffnet.

Korrekturhinweis: In einer früheren Version dieses Artikels wurden aufgrund einer falschen Umrechnung zwischen der Feinstaubbelastung in Mikrogramm pro Kubikmeter und dem Air Quality Index geringfügig abweichende Kategoriegrenzen verwendet. Wir haben die Diagramme entsprechend korrigiert und bitten den Fehler zu entschuldigen.

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Mehr Infografiken der Woche finden Sie auf der Themenseite.

Andreas Grieß (Statista)/Patrick Stotz

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insgesamt 15 Beiträge
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1. Peking und der Smog
jackohnereacher 04.12.2015
das geistert in regelmäßigen Abständen durch die Medien und ja, der Smog ist schlimm, sehr schlimm. Aber die Stadt mit dem größten Smog der Welt ist Neu Delhi in Indien. Das sind aber unsere Freunde, weil dort keine sog. kommunistische Partei herrscht und in Indien die Menschenrechte eingehalten werden, deshalb nehmen wir immer Peking. Ach so ist das.
2. Winterspiele 22
FXRichter 04.12.2015
2022 sollen in Peking die Olympischen Winterspiele stattfinden: http://www.spiegel.de/spo.... Aber vielleicht sind bis dahin beim Sport Gasmasken erlaubt. Oder die Spiele finden unter der Erde statt.
3. Komisch
ohnefilter 04.12.2015
Ich war diese Woche beruflich dort und habe nicht viel Smog erlebt. Woher stammen die Informationen?
4. Einheiten?
michael_bergbauer 04.12.2015
die Einstufung "bis 50 gut", "bis 100 moderat", usw. laesst drauf schliessen, dass es sich bei den Zahlenwerten um den AQI handelt - und nicht um mikrogramm/m^3 Feinstaub (PM2.5). Der Zusammenhang ist nur intervallweise linear, und so entspricht 12 microgramm/m^3 einem AQI von 50, 35 entspricht nem AQI von 100, 55 ergibt einen AQI von 150, 150 Feinstaub ergibt 200 AQI usw. Interessant ist auch noch so nebenbei, dass in Deutschland kein PM2.5 gemessen (bzw. veroeffentlicht wird)
5. Der Westen kann ja
wertzuwachs2307 04.12.2015
seine Produktion wieder zurückholen - dann hören die sinnlosen Diskussionen hier endlich auf und China kann wieder durchatmen. Nur haben wir dann den Smog. Und die Chinesen die Freizeit. Und können bei Sitzungen brainstormen und anschließend während der Arbeitszeit Pingpong spielen oder auf Spiegel Online schreiben...?
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