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SPIEGEL Jahres-Chronik 2009 Wachsende Gefahr

Klimawandel: Bewusstsein für globale Erwärmung
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DPA

4. Teil: Aggressive Zecken sind auf dem Vormarsch

Schon jetzt drohen zudem "klimatisch bedingte Stresssituationen" (UBA) nach Art jener Hitzewelle, die im Sommer 2003 in Westeuropa rund 40000 Opfer forderte, davon 7000 in Deutschland. Im süddeutschen Freiburg werde sich bis 2100, wie das Bundesamt errechnen ließ, die Zahl der Tage mit Temperaturen über 30 Grad fast verdoppeln und der Anteil der "Tropennächte" mit über 20 Grad beinahe verdreifachen.

Solche Hitzegrade erhöhen, wie die Klimafolgenforscher mahnen, die Gefahr von Infektionen etwa durch Cholera-Erreger im Wasser oder durch Salmonellen in Lebensmitteln. Ebenso wie Krankheitserreger gedeihen in der Wärme aber auch Krankheitsüberträger, im Fachjargon "Vektoren" genannt. Und zu denen zählen nicht nur Zecken, sondern beispielsweise auch Mäuse, Milben und Mücken.

Besorgt beobachten Epidemiologen, dass unter anderem die Asiatische Tigermücke auf ihrer Nordwanderung nach Deutschland vorgedrungen ist. Das Insekt, erstmals am Oberrhein entdeckt, hat vorletztes Jahr in Norditalien 214 Menschen an dem tropischen Chikungunya-Fieber erkranken lassen, zu dessen Symptomen schwere Gelenkschmerzen zählen. Prinzipiell bestehe, warnt das Umweltbundesamt, "auch die Gefahr eines Wiederauftretens von Malaria-Infektionen".

Umzingelt von Zecken

Deutschland bereits erreicht haben auch zwei nicht ungefährliche Verwandte des Gemeinen Holzbocks. Neu eingetroffen sind hier die mediterrane Hyalomma-Zecke, die durch rot-gelb geringelte Beine auffällt und das tückische Hämorrhagische Fieber übertragen kann, und die gefleckte Auwaldzecke, die nach jahrelanger Wanderung von Italien und Österreich nach Norden inzwischen Lübeck erreicht hat.

Der Blutsauger, der in vollgesogenem Zustand bis zu zwei Zentimeter lang und damit dreimal so groß wie der Holzbock ist, infiziert nicht nur Vierbeiner mit der unter Umständen tödlichen sogenannten Hundemalaria. Er kann als Überträger unter anderem von Fleckfieber auch dem Menschen gefährlich werden.

Von dem eher trägen Holzbock unterscheidet sich der Neuankömmling aus dem Süden durch ausgeprägte Aggressivität. Brandenburgische Förster hätten beobachtet, berichtet das Robert-Koch-Institut, dass sich Auwaldzecken, auch Laufzecken genannt, "in einem Umkreis von etwa einem Meter aktiv auf sie zubewegten, um zu stechen".

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Es gibt "sottige un sottige". Manche wollen zwar, aber können noch nicht. Wenn man sich als Fahrradfahrer die Gestalten hinter den SUV-Lenkrädern so anschaut, merkt man aber oft, dass die ganz schön verzweifelt sind [...]
Zitat von sysopIn Deutschland verursacht jeder Bürger im Durchschnitt Emissionen von zehn Tonnen pro Jahr. Die Politik versucht auf internationale Abkommen hinzuwirken, doch sind auch die Bürger bereit zum Konsumverzicht, um das Klima zu schützen? Diskutieren Sie mit!
Es gibt "sottige un sottige". Manche wollen zwar, aber können noch nicht. Wenn man sich als Fahrradfahrer die Gestalten hinter den SUV-Lenkrädern so anschaut, merkt man aber oft, dass die ganz schön verzweifelt sind mit ihrer Kaufentscheidung :))
Meerkönig 28.11.2009
Wie soll durch Konsumverzicht das Klima geschützt werden, zumal ja in Kürze sogar ein Konsumbeschleunigungsgesetz verabschiedet werden soll? Beschleunigung kostet immer Energie und verbrannte Energie erzeugt unerwünschte [...]
Zitat von sysopIn Deutschland verursacht jeder Bürger im Durchschnitt Emissionen von zehn Tonnen pro Jahr. Die Politik versucht auf internationale Abkommen hinzuwirken, doch sind auch die Bürger bereit zum Konsumverzicht, um das Klima zu schützen? Diskutieren Sie mit!
Wie soll durch Konsumverzicht das Klima geschützt werden, zumal ja in Kürze sogar ein Konsumbeschleunigungsgesetz verabschiedet werden soll? Beschleunigung kostet immer Energie und verbrannte Energie erzeugt unerwünschte Emissionen.
Dr_Lecter 28.11.2009
Ich selber kaufe weitgehend nur die wirklich nötigen Dinge. Man könnte zwar sicher noch mehr machen, aber ich denke, dass ich zu den 25% in der Bevölkerung gehöre, die die Umwelt am wenigsten belasten. Obwohl ich mir [...]
Zitat von sysop... Die Politik versucht auf internationale Abkommen hinzuwirken, doch sind auch die Bürger bereit zum Konsumverzicht, um das Klima zu schützen? ...
Ich selber kaufe weitgehend nur die wirklich nötigen Dinge. Man könnte zwar sicher noch mehr machen, aber ich denke, dass ich zu den 25% in der Bevölkerung gehöre, die die Umwelt am wenigsten belasten. Obwohl ich mir durchaus einen hohen Konsum leisten könnte, benutze ich alles so lange, bis es funktionsuntüchtig geworden ist. Die meisten Menschen kaufen aber ständig irgend welchen Mist und jeweils alle Neuheiten auf dem Markt. Der Mensch langweilt sich und hat Angst, was zu verpassen. Ich glaube also nicht, dass die Menschen bereit sind - zumal die nachwachsende Generation schon Konsumsüchtig ist - auch nur auf einen Teil zu verzichten. Im Gegenteil, sie wollen mehr und mehr und mehr (Gehirnwäsche durch Werbung). Was die Politik angeht, ist das alles Augenwischerei. Der Konsum wird angeheizt, gefördert und als Maß aller Dinge beschworen.
Hackel39 29.11.2009
Auf keinem Fall wird es in Deutschland eine flächendeckende Initiative zum Schutz der Umwelt oder dem sparsamen Umgang mit Ressourcen aus der eigenen Einsicht heraus geben. Das ist einmal mehr nur mit der Keule, z.B. dem EEG zu [...]
Zitat von sysopIn Deutschland verursacht jeder Bürger im Durchschnitt Emissionen von zehn Tonnen pro Jahr. Die Politik versucht auf internationale Abkommen hinzuwirken, doch sind auch die Bürger bereit zum Konsumverzicht, um das Klima zu schützen? Diskutieren Sie mit!
Auf keinem Fall wird es in Deutschland eine flächendeckende Initiative zum Schutz der Umwelt oder dem sparsamen Umgang mit Ressourcen aus der eigenen Einsicht heraus geben. Das ist einmal mehr nur mit der Keule, z.B. dem EEG zu schaffen. Die Deutschen sind Weltmeister der Lippenbekenntnisse und wenn es darauf ankommt, selbst Opfer zu bringen, geht alles in Deckung. Wenn ein Blödmann sagt, daß dieses oder jenes Windrad den Horizont verschandelt, findet er 100 Blödmänner, die das ungeprüft nachplappern und überhaupt hat die erhöhte Einspeisevergütung für Solarstrom durch gesetzlichen Druck nur eine marginale Bedeutung für den Warenkorb. Falls hier irgendjemand für 9 ct/kWh Strom bezieht, dann bitte melden, so viel gibt es für den Windstrom und falls irgendjemand meint, daß Windkraftanlagenbetreiber Ausbeuter sind, so kann er selbst ab 5000 Euro bereits Anteile kaufen und wird sich wundern, wie schnell er damit reich wird. Das gleiche gilt für das hauseigene Solarkraftwerk auf dem Dach, da kostet jedes installierte Kilowattpeak ca. 3200 Euro, ab da wird bereits gefördert. Einfach mal Allgäu statt Amerika als Urlaubsziel und ca. 500-600 Euro extra kassieren, und diesmal nicht vom Staat sondern von den wahren Profiteuren einer zukunftsfähigen Energiewirtschaft und einer sauberen Umwelt- den Bürgern selbst. Doch dazu fehlt es sowohl an Disziplin als auch an Verantwortungsbewußtsein, da wimmert man lieber wegen ständig steigender Belastungen herum, ich hatte sogar einmal einer nicht gerade wohlhabenden Familie angeboten, ihre Dachfläche für die Installation einer ca. 6 kWp starken Photovoltaikanlage anzumieten gegen eine Beteiligung am Ertrag von 5 %, ca. 150-200 Euro pro Jahr x 20 Jahre= 3500 Euro- für nichts. Man wollte sich nicht die Hausansicht verschandeln und das zieht sich wie ein roter Faden durch alle gleichartigen Themen, da will ich von heute mangels Nachfrage stillgelegten Bahnstrecken und den inzwischen angestimmten Klageliedern wegen dieses Verlustes gar nicht anfangen, ich konstatiere aber sehr wohl, daß es die Verursacher selbst getroffen hat, z.B. eine potentielle Urlaubsregion (Beispiel hier die Unstrutbahn/ S.-Anhalt) oder zukünftiges Kalifördergebiet. Bevor man beispielsweise eine angrenzende Nebenbahn stillgelegt hat (Zufahrt aus Querfurt zur Unstrutbahn), hat man wegen der (Lippen)Bekenntnisse der potentiellen Fahrgäste aus dem Einzugsgebiet ("würden ja fahren bei besseren Angebot") die Taktfrequenz über eine komplette Fahrplansaison erhöht ohne eine Steigerung der Fahrgastzahlen eingetreten ist.
Mocs 29.11.2009
Na sieh mal einer an - da sind wir schon zwei. Und wenn ich mich bei utopia.de so umschaue, gibt es da noch ein paar mehr... Gesamtgesellschaftlich wird das aber nie was werden - zu massiv ist die Werbung, zu heftig der [...]
Zitat von Dr_LecterIch selber kaufe weitgehend nur die wirklich nötigen Dinge. Man könnte zwar sicher noch mehr machen, aber ich denke, dass ich zu den 25% in der Bevölkerung gehöre, die die Umwelt am wenigsten belasten.
Na sieh mal einer an - da sind wir schon zwei. Und wenn ich mich bei utopia.de so umschaue, gibt es da noch ein paar mehr... Gesamtgesellschaftlich wird das aber nie was werden - zu massiv ist die Werbung, zu heftig der Konsumwahn, zu groß der andressierte Egoismus - und die zielgerichtete Verdummung durch das Privatfernsehen unterdrückt jegliche Reflektion des eigenen Handelns. Schade eigentlich....
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