Hamburg - Im Herbst 2006 fürchtete noch eine klare Mehrheit von 62 Prozent der Deutschen die Folgen des Klimawandels. Das hat sich mittlerweile deutlich verändert - obwohl die fundamentalen wissenschaftlichen Erkenntnisse zum menschlichen Einfluss die Erwärmung der Erde weiter Bestand haben.
Heute hält jeder dritte Deutsche die Prognose der Klimaforscher, nach der es langfristig immer wärmer wird, nicht für zuverlässig. Das belegt eine repräsentative Infratest-Umfrage im Auftrag des SPIEGEL. Jeder Vierte glaubt, dass Deutschland von dem Klimawandel sogar eher profitieren wird.
Auch in Großbritannien hatte es bereits ähnliche Umfrageergebnisse gegeben. Das schmelzende Vertrauen in die Klimaforschung hat möglicherweise auch mit den jüngst bekanntgewordenen Fehlern und Übertreibungen im Bericht des Weltklimarates IPCC zu tun.
Der Uno-Klimarat IPCC steht seit Monaten unter Druck: Der peinliche Fehler bei der Vorhersage der Gletscherschmelze im Himalaja kratzt an der Glaubwürdigkeit des Gremiums, hinzu kommen Vorwürfe gegen Pachauri. Er soll frühzeitig vom Gletscher-Fehler gewusst, ihn aber verschwiegen haben. Auch der Verdacht von Interessenkonflikten kam zuletzt auf.
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