Ausgestorbene Giganten Spuren von Rieseneisbergen in der Arktis entdeckt

Sie waren ungefähr dreimal höher als der Berliner Fernsehturm - Forscher haben die Spuren riesiger Eisberge am Nordpol entdeckt. Selbst die aus heutiger Sicht größten Eisberge reichen nicht annähernd an die Giganten heran.

Frank Rödel/ AWI

Riesige Furchen von Eisbergen haben deutsche Forscher am Meeresboden des Hovgaard Rücken in der Arktis entdeckt. Die Furchen in einer Meerestiefe von 1,2 Kilometern sind demnach die tiefsten bisher in der Arktis gefundenen - und keineswegs frisch: Die riesigen Eisberge schrammten irgendwann in den letzten 800.000 Jahren über den Meeresboden zwischen Grönland und Spitzbergen.

Der Hovgaard Rücken ist ein Plateau in der arktischen Tiefsee, gut 400 Kilometer vor Grönlands Ostküste gelegen. Die nun entdeckten Furchen seien bis zu vier Kilometer lang und 15 Meter tief, berichtet das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven.

"Wenn Eisberge auf Grund laufen, hinterlassen sie auf dem Meeresboden Furchen, die je nach Ausdehnung und Lage über lange Zeiträume bestehen bleiben können", erklärt Jan Erik Arndt vom AWI. Die Entdeckung der Forscher geht auf Daten zurück, die das Forschungsschiff "Polarstern" bereits 1990 gesammelt hatte. Erst durch eine verbesserte Technik konnten die Wissenschaftler die Werte nun genauer auswerten und entdeckten dabei zufällig die Furchen.

Wo kamen die Riesen her?

"Solche Spuren erlauben uns einen Blick in die Vergangenheit", sagt Arndt. "Dank der neuentdeckten Eisbergkratzer wissen wir jetzt, dass über den Hovgaard Rücken früher einige sehr große und auch viele kleinere Eisberge getrieben sind."

Der größte Teil von Eisbergen liegt unter der Wasseroberfläche, meist ragt nur etwa ein Siebtel der Masse heraus. Arndt und Kollegen schätzen die Höhe der furchenziehenden Eisbrocken auf rund 1200 Meter, wie sie im Fachmagazin "Geophysical Research Letters" berichten. Das sei dreimal höher als der Berliner Fernsehturm. Die größten Eisberge heute reichten maximal bis zu 700 Meter unter die Wasseroberfläche und liegen in der Antarktis.

Wo die Rieseneisberge entstanden sind, bleibt allerdings ein Rätsel. Die Forscher halten zwei Gebiete vor der Nordküste Russlands für die wahrscheinlichsten Orte.

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Arktis: Gletscher verliert gigantisches Eisstück

jme/dpa



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insgesamt 7 Beiträge
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Seite 1
hardii 05.08.2014
1. Klar, wir leben in einer Zwischeneiszeit......
Zitat von sysopFrank Rödel/ AWISie waren ungefähr dreimal so hoch wie der Berliner Fernsehturm - Forscher haben die Spuren riesiger Eisberge am Nordpol entdeckt. Selbst die aus heutiger Sicht größten Eisberge reichen nicht annähernd an die Giganten heran. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/spuren-von-rieseneisberg-in-der-arktis-entdeckt-a-984598.html
.... da ist es gottseidank etwas wärmer und die Eisberge kleiner. Aber seit 8000 Jahren wird es leider immer etwas kühler. Mit zZ kurzem Aufschwung nach oben.
noodles64 05.08.2014
2. Nö
Zitat von sysopFrank Rödel/ AWISie waren ungefähr dreimal so hoch wie der Berliner Fernsehturm - Forscher haben die Spuren riesiger Eisberge am Nordpol entdeckt. Selbst die aus heutiger Sicht größten Eisberge reichen nicht annähernd an die Giganten heran. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/spuren-von-rieseneisberg-in-der-arktis-entdeckt-a-984598.html
Selbstmord verkürzt das Leben und welche andere interessante Dinge Wissenschaftler herraus gefunden haben.
noodles64 05.08.2014
3.
Zitat von sysopFrank Rödel/ AWISie waren ungefähr dreimal so hoch wie der Berliner Fernsehturm - Forscher haben die Spuren riesiger Eisberge am Nordpol entdeckt. Selbst die aus heutiger Sicht größten Eisberge reichen nicht annähernd an die Giganten heran. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/spuren-von-rieseneisberg-in-der-arktis-entdeckt-a-984598.html
Selbstmord verkürzt das Leben und welche andere interessante Dinge Wissenschaftler herraus gefunden haben.
rot 05.08.2014
4. die Riesen-Zwerge kratzen an?
Ich hoffe man hat bei der Berechnung der angeblichen Rieseneisberge auch bedacht, dass bei den angenommenen Eisdicken insgesamt dann vermutlich und logischerweise erheblich mehr Wasser in Form von Eis gebunden ist (zB während der letzten Eiszeit bei der ja auch das Meer zwischen der Britischen Insel und Europa einer Wiesenlandschaft gewichen war). Beim angegebene Zeitraum von 800000 Jahren gab es ja e i n i g e Eiszeiten dazwischen. Dh nichts anders, als dass die Meeresspiegel da auch erblich niedriger waren als heute. Logisch, dass da auch der ein oder andere Eisberg unten ankratzt, alleine schon weil das "Unten" erheblich weniger Tiefgang hatte als heute. Man brauch da gar keine Rieseneisberge zu konstruieren. ZB wenn man annimmt dass der Wasserstand 200m niedriger war als heute, bleiben noch 1000m Tiefe übrig. 1000/7 = rund 142 m. Das ist auch annähernd das, was auch heutige Eisberge an Höhe bringen können. Noch dazu muß man geomorphologische Prozesse in Betracht ziehen, wie Absenken und Aufsteigen der Eisbelasteten Randbereiche nach Entlastung. Die die damals hochbelasteten Randbereiche könnten den Meeresboden hoch-gepresst haben, was wiederum das Anschrammen begünstig und nach Abtauen umgekehrt.Der Boden ist heute tiefer als er damals war.
vlado13 06.08.2014
5. dreimal höher als?
Nein, es heißt nicht "dreimal höher als", sondern "dreimal so hoch wie". Oder "um x Meter höher als".
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