Israel Stachelschwein gräbt antike Öllampe aus

In Israel hat ein Stachelschwein eine uralte Öllampe ausgebuddelt. Dass die Tiere Antiquitäten zu Tage fördern, kommt öfter vor. Nun fordert die Antiquitäten-Behörde einen Stopp der "illegalen" Grabungen.

Fundstück Öllampe: "Das Stachelschwein ist ein hervorragender Archäologe"
AFP/ IAA

Fundstück Öllampe: "Das Stachelschwein ist ein hervorragender Archäologe"


Ein Stachelschwein hat in Israel eine uralte Öllampe zutage gefördert. Wie die Antiquitäten-Behörde IAA mitteilte, stießen Mitarbeiter in der vergangenen Woche in der Grabungsstätte Horbat Siv auf die gut erhaltene Keramiklampe. Sie lag am Rand einer tiefen Erdhöhle, die ein Stachelschwein gegraben hatte.

Das im Zentrum Israels gelegene Grabungsfeld umfasst Ruinen aus der römischen und frühbyzantinischen Zeit. Die noch intakte Lampe, die Gebrauchsspuren aufweist, konnte auf ein Alter von 1400 Jahren geschätzt werden.

Laut IAA ist es keine Seltenheit, dass sich im Aushub eines Stachelschweinbaus archäologisch wertvolle Stücke finden. "Das Stachelschwein ist ein hervorragender Archäologe, ein unerreichbar guter Ausgräber", erklärt Ira Horowitz von der IAA

"Graben ohne Erlaubnis ist eine Straftat"

Weißschwanz-Stachelschweine sind in Israel stark verbreitet. Sie hausen als Pärchen in bis zu 15 Meter tiefen Bauten. "Weil das Land voller Altertümer ist, kommt es häufig vor, dass Stachelschweine zwischen den Ruinen graben und mit dem Aushub alle möglichen archäologischen Artefakte an die Oberfläche bringen", so Horowitz.

Die Archäologen dokumentieren dann genau, in welcher Schichtung sich die Fundstücke im Aushub befinden. Ausgehend von der These, dass die obersten Stücke auf dem Buddelhaufen aus den untersten Schichten stammen, erleichtert dies die Altersbestimmung.

Ans Ende ihrer Pressemitteilung setzte die IAA eine Warnung für die grabungswütigen Tiere: "Wir fordern alle Stachelschweine auf, ihre Grabungen in archäologischen Stätten einzustellen. Graben ohne behördliche Erlaubnis ist eine Straftat."

jme/AFP



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insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
Tiananmen 26.03.2015
1.
Sehr disziplinierte Stachelschweine, die den Aushub schichtgetreu raustragen und genau aufeinander ablegen, damit die Folge erhalten bleibt. Ist es in Israel um diese Jahreszeit schon so heiß?
hessenmob 26.03.2015
2. Das nenne ich mal
Qualität. Der BILD Einfluss ist eben doch zu spüren. Schwein gräbt Lampe aus. Vielen Dank für diese Bereicherung.
cassandros 26.03.2015
3. wichtige Fragen bleiben
Investigativer Journalismus war das aber nicht. Ein "investigativer Journalist" hätte wichtige Fragen geklärt: a) Fühlte sich der Flaschengeist durch das Schwein gestört? b) Wurde das Schwein nach dem Fund in irgendetwas verwandelt? c) Heißt das Schwein "Aladin"?
Tiananmen 26.03.2015
4.
Zitat von cassandrosInvestigativer Journalismus war das aber nicht. Ein "investigativer Journalist" hätte wichtige Fragen geklärt: a) Fühlte sich der Flaschengeist durch das Schwein gestört? b) Wurde das Schwein nach dem Fund in irgendetwas verwandelt? c) Heißt das Schwein "Aladin"?
Wirklich, Cassandros, ich weiß nicht, ob Ihr Beitrag nicht den notwendigen Ernst vermissen lässt. Der israelische Staat hat genug Erfahrung mit Raubgräbern. Gab es da nicht einen, der seine Kompanie statt zum Kampf zu (illegalen) Ausgrabungen einsetzte? Wenn ich mich recht erinnere, war er General und später Verteidigungsminister: Mosche Dajan? Immerhin hat der israelische Staat die so angehäufte Sammlung nach Mosches Tod bekommen - gegen harte Schekel. Ich meine, das war OK. Schließlich hat der General (im Dienst) seine Soldaten (im Dienst) sein eigenes Land berauben lassen, warum soll der Staat da nicht zahlen?
monoman 29.03.2015
5.
Wär ja ein möglicherweise lukrativeres Betätigungsfeld als das Dasein als Trüffelschwein. Umschulung angesagt!
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