"Stunde der Wintervögel" Naturschützer hoffen auf Plus bei Vogelzählung

Im vergangenen Winter waren auffällig wenig Vögel in deutschen Gärten und Parks zu sehen. Dieses Jahr könnte sich die Lage verbessern. Freiwillige sollen nun nachzählen.

Vögel an einem Vogelhäuschen (in Mülheim, Nordrhein-Westfalen, Dezember 2017)
DPA

Vögel an einem Vogelhäuschen (in Mülheim, Nordrhein-Westfalen, Dezember 2017)


Das Jahr ist noch jung, die Neujahrsvorsätze noch frisch. Und war es nicht ohnehin so, dass Sie es 2018 ein bisschen ruhiger angehen wollten? Jetzt bietet sich eine einmalige Gelegenheit, um außer aus dem Fenster zu sehen eine Stunde lang (fast) gar nichts zu tun - und dabei auch noch der Wissenschaft zu helfen.

Die Rede ist von der jährlichen "Stunde der Wintervögel", zu der der Naturschutzbund Deutschland gerade wieder aufruft. Dabei sollen Interessierte Vögel zählen, wie der Name nahelegt jeweils genau eine Stunde lang. Am heimischen Vogelhäuschen zum Beispiel, aber auch Expeditionen in Parks oder die freie Natur sind möglich (wenn zu Ihren guten Vorsätzen zum Beispiel mehr Bewegung an der frischen Luft gehört). Auf der Nabu-Website gibt es auch Hinweise zu gemeinsamen Zählaktionen an mehr als 40 Orten in Deutschland.

Im vergangenen Jahr hatten laut der Organisation 120.000 Menschen bei der traditionellen Vogelzählung mitgemacht. Sie hatten sich an 82.000 verschiedenen Orten umgesehen - und dabei vergleichsweise wenige Tiere zählen können: Insgesamt 2,8 Millionen Vögel wurden verzeichnet. Das war ein Minus von rund 17 Prozent im Vergleich zu Vorjahren.

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Rätselhafter Schwund: Der Zauber der Wintervögel

Pro Garten wurden im Schnitt 34 Vögel gezählt, die aus acht verschiedenen Arten stammten. Vor allem bei Meisen, aber auch bei Kleibern und Kernbeißern waren die Sichtungszahlen besonders klein. Als Grund gaben die Organisatoren bei der Auswertung an, dass einige Vogelarten kaum Wanderlust gehabt hätten. In Gebieten, die sie sonst im Winter verließen, Polen, das Baltikum oder Russland zum Beispiel, hätte es wohl ein ausreichend großes Futterangebot gegeben.

Faszinierendes Projekt

Dieses Jahr dürfte die Sache nach Prognosen der Organisation anders aussehen. Buchen und andere Waldbäume trügen nur mäßig Früchte. Deshalb seien schon seit Oktober vergleichsweise viele Waldvögel auf Nahrungssuche in der Nähe menschlicher Siedlungen zu sehen.

Es sei daher zu vermuten, dass Arten wie Kleiber, Buchfink, Eichelhäher, Hauben- und Tannenmeise in diesem Jahr Mal erheblich öfter an die Futterstellen kommen, hieß es. Meldungen für die "Stunde der Wintervögel" sind übers Netz, per Post oder das Telefon möglich. Laut Nabu ist die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 am 6. und 7. Januar jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr zu erreichen.

chs

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insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
iffelsine 04.01.2018
1. Das ist viel zu dicht an Silvester !
Heute ist der 04.Januar - von unseren Vögeln ist noch kein einziger wieder da. Ob alle bis zum 07. Januar wieder da sind, ist fraglich, die Knallerei war dieses Jahr in der Nachbarschaft immens.
grabenkaempfer 04.01.2018
2.
auf Grund der Witterung gab es bei uns noch nicht viele Vögel zu sehen. Ich denke sobald Frost/Schnee kommen wird es mehr.
andropoli 04.01.2018
3.
Unsere Futterstelle auf der Terrasse hat immer noch ordentlich Zulauf. Zur Hauptsache diverse Meisenarten. Kleiber und Eichelhäher haben wir auch. Mindestens einmal täglich wird aufgefüllt und das reicht gerade mal so.
otto_lustig 04.01.2018
4. Das Problem ist, dass viele Menschen überrhaupt nicht wissen,
was sie da für einen Vogel sehen. Bei einigen Vögeln ist das klar, aber der Rest? Zudem kommen einige Vögel überhaupt nicht in den Garten. Unwahrscheinlich, dass sich ein Eichelhäher zur Stunde der Gartenvögel in den Garten verirrte. Vor einigen Wochen war trotzdem einer da. Die acht Stieglitze, die bei mir vor vier Wochen auf der Terasse in einer Pfütze gebadet haben, kommen auch nicht. Repräsentativ ist diese Zählung also nicht. Auffällig ist aber, dass wir im letzten Jahr deutlich weniger Meisen hatten. Gemeint sind hier Kohlmeisen. Blaumeisen sind bei uns sowieso selten.
Alpe 04.01.2018
5.
Zitat von iffelsineHeute ist der 04.Januar - von unseren Vögeln ist noch kein einziger wieder da. Ob alle bis zum 07. Januar wieder da sind, ist fraglich, die Knallerei war dieses Jahr in der Nachbarschaft immens.
Die sind alle bei uns! Wir haben dieses Jahr ein riesiges Überangebot.
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