Prognose des Deutschen Wetterdienstes Stuttgart löst Feinstaubalarm aus

In der Nacht von Sonntag auf Montag löst die Stadt Stuttgart ab Mitternacht Feinstaubalarm aus. Die Bürger sind dazu aufgerufen, auf Autofahrten zu verzichten. Dazu gibt es Vergünstigungen im öffentlichen Nahverkehr.

Neue Buslinie X1
DPA

Neue Buslinie X1


Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart hat für den Montag Feinstaubalarm ausgelöst. Wie sie am Samstag mitteilte, beginnt der Alarm für den Autoverkehr am Montag null Uhr. Für Komfort-Kamine gilt er ab Montag 18 Uhr. Wann er beendet wird, ist offen.

Mit dem Alarm soll bei Wetterlagen mit wenig Luftaustausch die erwartbare Belastung mit Feinstaub und Stickstoffdioxid in Stuttgart reduziert werden. Die Stadt reagiert damit auf eine Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD), der für Montag und Dienstag wenig Austauschvermögen der Atmosphäre vorhersagt.

Betrieb von Kaminöfen untersagt

Bei Feinstaubalarm appellieren Stadt und Land an die Bevölkerung, das Auto möglichst nicht zu nutzen und auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umzusteigen oder Fahrgemeinschaften zu bilden. Zudem ist der Betrieb von Kaminöfen untersagt, die nicht der Grundversorgung, sondern nur als zusätzliche Wärmequelle dienen.

Mit Beginn der neuen Feinstaubalarm-Periode wird die neue Schnellbuslinie X1 ihren Betrieb aufnehmen. Der Schnellbus verbindet Bad Cannstatt mit der Stuttgarter Innenstadt. Um mehr Menschen zum Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr zu bewegen, gibt es auch ein kostengünstiges Umwelt-Tages-Ticket, so die Stadt in einer Mitteilung. Die Stadt Stuttgart fordert die Bürger außerdem dazu auf, Carsharing-Angebote mit Elektroautos zu nutzen. Die Tarife sind während der Feinstaubperiode günstiger.

kry/dpa



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schlelch2105 14.10.2018
1. Vergünstigung ?
Ein günstigeres Tagesticket ... wem nutzt denn das bitte ? Bei den ersten Feinstaubalarmen vor 2 Jahren konnten die Gelegenheits- und Häufignutzer mit dem Kinderticket fahren, also für etwas mehr als die Hälfte des üblichen Tarifs. Das hat auch tatsächlich einige zum Umsteigen in die ohnehin chronisch überfüllten S- und U-Bahnen gebracht => das war endlich ein Schritt in die richtige Richtung. Gab aber einen voraussehbaren Aufschrei aller, die Monats- oder Jahresticket hatten und die davon nicht profitierten. Also wurde das Fahren zum Kindertarif wieder gestrichen. Bei den Tarifen (ca. 8 Euro für einmal in die Stadt und wieder raus) locken die Öffis nicht wirklich, vor allem wenn der Dienstwagen sowieso bezahlt ist.
Mesi0013 14.10.2018
2. Naja
Es wird so wie immer sein: empfindungstechnisch wird man vom Feinstaub nichts merken, verkehrstechnisch auch nicht aber man vertraut der messtechnischen Analyse. Sind eigentlich die fehlgeplanten Mooswände endgültig kaputt gegangen? Wie kann man auch nur ahnen, dass Moos bewässert werden will...
Laplace11 14.10.2018
3. "Kostengünstig"
der war gut. Stuttgart ist extrem teuer und mit diesem minimalen Rabatt wird man keine einzige Person dazu bewegen, auf die Öffentlichen umzusteigen. Ganz schlecht gemacht Stuttgart. Es wird Zeit für Fahrverbote!
burghard42 14.10.2018
4. Na ja,
Zitat von Mesi0013Es wird so wie immer sein: empfindungstechnisch wird man vom Feinstaub nichts merken, verkehrstechnisch auch nicht aber man vertraut der messtechnischen Analyse. Sind eigentlich die fehlgeplanten Mooswände endgültig kaputt gegangen? Wie kann man auch nur ahnen, dass Moos bewässert werden will...
http://www.mnz.lubw.baden-wuerttemberg.de/messwerte/s-an/s-an.htm in der vergangenen Woche ohne Überschreitung...... in der kommenden Woche wird es spannend. Ein Notlauf eben mal aus Vorsicht und Beruhigung . Es trifft alle Fahrzeuge ......Benziner und Diesel
Außenbetrachter 14.10.2018
5. Kaminöfen
Nun haben sich die grünen Bildungsbürger Kaminöfen zugelegt, den Schornsteinfeger bezahlt und nun soll damit Schluss sein? Sorry, aber das Thema Feinstaub ist viel wichtiger als das Gezerre um Stickoxide und daher hoffe ich auf einen Folgebeitrag, der das Thema genauer angeht. Und über das Ozonloch spricht auch niemand mehr. Wenn man das ganze aufbereiten würde, käme man zum Ergebnis, dass z.B. in Stuttgart weniger als 4 % des Miefs von den Autos und LKWs kommt. Es sind Unternehmen und Privathaushalte, die kräftigst beisteuern und ich verstehe auch nicht, dass nun überall in den Baumarktprospekten mit lächelnden Familien vor dem Kamin geworben wird.
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