Süße Todesfalle: Neuer Deckel soll Igel vor Eisbechertod bewahren

Genuss für die einen, Todesfalle für die anderen: Zahlreiche Igel sollen bereits in McDonald's-Eisbechern gestorben sein. Jetzt hat die Fastfood-Kette reagiert: Ein neues Design soll die Stacheltiere vor dem unerfreulichen Ende im Schlemmerbehälter bewahren.

Düsseldorf - Nicht nur Menschen mögen Eis, auch Igel zieht der Geruch der Süßware magisch an. Für viele der kleinen Insektenfresser endete das böse - nämlich oft dann, wenn der verlockende Geruch zufällig einem McDonald's-Eisbecher entströmte.

Denn die Behälter waren bisher so konstruiert, dass sich die Stacheln der Igel hinter der Becheröffnung verklemmen konnten. Die Folge: Für viele Tiere gab es nach der Mahlzeit kein Vor und kein Zurück mehr; sie starben qualvoll, kritisierte der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND).

Jetzt soll das Drama um die Igel ein Ende finden: McDonald's verpasst seinen Eisbechern bundesweit neue Deckel mit kleineren Öffnungen. Das Unternehmen bestätigte damit entsprechende Informationen des BUND in Düsseldorf. Zwar seien McDonald's lediglich Einzelfälle bekannt, in denen Igel zu Schaden gekommen seien, erklärte ein Unternehmenssprecher gegenüber SPIEGEL ONLINE. Doch das sei bereits Anlass genug gewesen, den Eisbechern igelsichere Deckel zu geben. Deren bundesweite Einführung habe bereits Anfang Februar begonnen und sei demnächst abgeschlossen.

Der BUND berichtete, er habe den Konzern fast zwei Jahre lang zu diesem Schritt gedrängt.

mbe/dpa

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