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Sumatra: Viele Tote bei Vulkanausbruch

Vulkanausbruch: Aschewolken über dem Sinabung Fotos
DPA

Auf der indonesischen Insel Sumatra gibt der Vulkan Sinabung keine Ruhe. Bei dem gewaltigsten Ausbruch der vergangenen Wochen kamen mehr als ein Dutzend Menschen ums Leben. Doch die Bergung der Leichen ist schwierig, zu dicht ist der Rauch.

Bei einem Vulkanausbruch auf der indonesischen Insel Sumatra sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen, drei weitere wurden verletzt. Ihre Leichen wurden Katastrophenschützern zufolge im Dorf Sukameriah gefunden, nachdem der Vulkan Sinabung am Samstag erneut eine glühende Aschewolke ausgestoßen hatte.

Vier der Todesopfer waren den Angaben zufolge Schüler, die auf einem Ausflug zum Sinabung in das Inferno gerieten. Herbeieilenden Rettungskräften bot sich ein erschreckender Anblick mit aschebedeckten Leichen, deren Bergung durch dichten Rauch erschwert wurde.

Nach dem größten Ausbruch der vergangenen Tage lag die gesamte Umgebung des Kraters kilometerweit unter einer grauen Staubdecke. Erst kurz zuvor waren in den umliegenden Dörfern einige Menschen zurück in ihre Häuser gezogen.

30.000 Menschen in Sicherheit gebracht

Wegen der bestehenden Gefahren durch Rauch und Gase mussten die Hilfskräfte ihren Einsatz unterbrechen. Die Behörden fürchteten, dass noch weitere Menschen ums Leben gekommen sein könnten. Mindestens drei Verletzte wurden mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht.

Zuletzt war der Sinabung vor 400 Jahren ausgebrochen und hatte sich seither weitgehend ruhig verhalten. Der Sinabung ist seit September aktiv. Auf der Flucht vor den Ausbrüchen mussten rund 30.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Aus Angst vor einem Ausbruch waren bereits Mitte November mehr als 5000 Menschenaus der Gegend geflohen.

Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, wo mehrere Kontinentalplatten aufeinander stoßen. Diese sind ständig in Bewegung und lösen damit immer wieder Erdbeben oder Vulkanausbrüche aus. In Indonesien gibt es fast 130 aktive Vulkane - so viele wie in keinem anderen Land der Welt.

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9  Bilder
Mount Sinabung: Vulkanausbruch auf Sumatra

che/AP/AFP

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insgesamt 21 Beiträge
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1. optional
fpwinter 01.02.2014
Jaja, diese Naturgewalten...! Wir können nur hoffen, daß uns nicht in näherer Zukunft die Phlegräischen Felder oder der Yellowstone um die Ohren fliegen. Dann wäre die Menschheit dahin.
2.
miiqqoo 01.02.2014
100.000 Tote wie in Syrien sind viele, 14 nicht wirklich.. Ich will nicht die Tragik deren Tode in Frage stellen, jedoch soll eine andere Beschreibung wie "mehr als ein Dutzend", wie sie auch im folgenden Text benutzt wurde, verwenden.
3. Klassen-Ausflug zum Sinabung ??
Masterchalk 01.02.2014
Einem aktiven Vulkan ausgerechnet des explosiven Typs ? Das war offensichtlich keine allzu gute Idee. Mann o Mann )-;
4.
marthaimschnee 01.02.2014
Es ist eigentlich nicht zu fassen, wie leicht es manchen scheinbar fällt, die Dimension einer solchen Naturgewalt zu unterschätzen. Ich brauch mir nur die Satellitenfotos der NASA (http://earthobservatory.nasa.gov/NaturalHazards/view.php?id=82872) anzuschauen und würde mich spätestens seit Mitte Januar auf Respektabstand begeben. Und daß ein Vulkan, der nach 400 Jahren beginnt zu rauchen, einfach so wieder damit aufhört, ist ja auch unwahrscheinlich - wobei weglaufen, wenn die Gefahr sichtbar wird, dann eben auch keine Option mehr ist. Daß sich Vulkanforscher in diese Gefahr begeben, ist ja noch nachvollziehbar, aber eine Schulklasse?
5. Schlecht fürs Klima dieser Ausbruch ...
23 1/3 01.02.2014
am besten einen Betondeckel drauf. Kann man sicher durch Zertifikate gegenfinanzieren.
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