Thailand Wal stirbt an acht Kilo Plastikmüll im Magen

Ein Wal stirbt in Thailand nach fünftägigem Kampf. Schuld am Tod waren Plastiktüten.

REUTERS/ Department of Marine and Coastal Resources

Todesursache Plastikmüll - in Thailand starb ein Wal nach fünftägigem Kampf. Jetzt ist klar warum: Im Bauch des Wals steckten über 80 Plastiktüten, insgesamt wog der Plastikmüll aus dem Magen des Pilotwals über acht Kilogramm.

Der Wal wurde am Montag in einem Kanal in der Provinz Songkhla im Süden des Landes entdeckt und von Tierärzten behandelt. Am Freitag spuckte er fünf Plastiktüten aus und starb wenig später. "Der Plastikmüll machte den Wal krank und unfähig zu jagen", erklärte die Behörde für Meere und Küsten.

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Pilotwal: Todesursache Plastikmüll

In Thailand werden enorme Mengen an Plastiktüten verbraucht, zahlreiche Kampagnen sollen die Menschen jedoch überzeugen, auf wiederverwendbare Taschen umzusteigen und öfter auf Plastikbeutel zu verzichten.

Dabei soll nun auch der tragische Tod des Wals helfen: "Wir werden den Fall des Wals nutzen und laden alle dazu ein, ihre Ideen zur Reduzierung des Plastikverbrauchs in Thailand vorzustellen, erklärte der Leiter der Behörde für Meere und Küsten, Jatuporn Buruspat. Dafür wolle seine Behörde auch den Tag des Meeres am 8. Juni nutzen.

Weltweit gelangen jedes Jahr acht Millionen Tonnen Plastik ins Meer, darunter Flaschen, Verpackungen und Abfall. Dadurch sterben zahlreiche Meereslebewesen, das Plastik gelangt so aber auch in die Nahrungskette.

ene/rtr



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