Neues aus der Geoforschung: Tiefseewalze entdeckt, Klima-Überraschungen, Meeresbergbau in China

Von

2. Teil: Warnung aus der Urzeit: Küstenstädte in Gefahr

Korallenriff: Vor 120.000 Jahren unter Wasser Zur Großansicht
Dan Zwartz

Korallenriff: Vor 120.000 Jahren unter Wasser

Sollte sich das Klima weiter erwärmen, wie es Klimaszenarien vorhersagen, wäre der steigende Meeresspiegel eine der größten Bedrohungen. Wie schnell die Ozeane schwellen, ist bislang stark umstritten. Eine handfeste Warnung liefern nun Geologen: Sie haben entdeckt, dass die Meere während der letzten Warmzeit vor 120.000 Jahren bis zu neun Meter höher standen als heute.

Tropische Riffe, die heute fünf bis neun Meter über dem Meer liegen, hätten vor 120.000 Jahren im Wasser gestanden, das Meer müsse demnach entsprechend höher gestanden haben, schreiben Andrea Dutton und Kurt Lambeck von der Australian National University im Wissenschaftsmagazin "Science". Damals während der Eem-Warmzeit war es etwa so warm, wie manche Klimaprognosen es noch für dieses Jahrhundert erwarten lassen.

Unsicherheiten der Ergebnisse

Womöglich hätten rasant abtauende Gletscher in Grönland und der Antarktis den Meeresspiegel seinerzeit so stark steigen lassen, meinen die Forscher. Sie fürchten, dass das nun wieder passieren könnte. Bereits vor drei Jahren hatten Korallenanalysen aus der Eem-Zeit zu denken gegeben: Eine Studie von 2009 hatte gezeigt, dass die Ozeane damals anscheinend sechs Meter höher gestanden haben.

Die Ergebnisse unterliegen allerdings einigen Unsicherheiten, wie die Forscher einräumen: Hebungen und Senkungen der Erdkruste können Schwankungen des Meeresspiegels vorgaukeln - anstatt des Wassers könnte sich der Stand der Korallen selbst verändert haben. Doch je mehr Analysen aus verschiedenen Weltregionen zusammenkommen, desto robuster erscheint die Erkenntnis: Die Meere könnten schon bei zwei Grad Erwärmung mehrere Meter ansteigen.

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 128 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1.
NichtsWissenMachtNichts 15.07.2012
Zitat von sysopDie Tiefsee bleibt meist verborgen, doch nun haben Forscher vor der Antarktis eine spektakuläre Wasserwalze entdeckt. Außerdem im Überblick zur Geoforschung: Zur Römerzeit war es wärmer als heute, Meeresspiegel-Warnung aus der Urzeit - und China plant riesiges Bergbau-Labor im Meer. Tiefseebergbau: China plant Unterwasserlabor - Klimawandel der Antike - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,844088,00.html)
Die Klimaforscher. Ich höre Sie schon aus allen Ecken hervorkommen und begründen, warum das so war und es trotzdem einen menschengemachten Klimawandel gibt. Den Klimawandel in seinem Lauf halten.....
2. Einheiten
pepe.tb 15.07.2012
"Die Walze rotiere mit einem Meter in drei Sekunden" klar, und ich laufe 7 kg pro Quadratmeter und wiege 60 Sekunden und der Hydraulikzylinder übt 100kg Druck aus. Wer sagt/schreibt sowas?
3.
simie 15.07.2012
Zitat von NichtsWissenMachtNichtsDie Klimaforscher. Ich höre Sie schon aus allen Ecken hervorkommen und begründen, warum das so war und es trotzdem einen menschengemachten Klimawandel gibt. Den Klimawandel in seinem Lauf halten.....
Oh. Es gibt sie noch, die kompletten Leugner aus der Steinzeit der Klimadiskussion. Die meisten ihrer Mitstreiter sind inzwischen etwas umgeschwenkt und bestreiten nicht mehr den anthropogenen Klimawandel, sondern nur noch die negativen Folgen dieses.
4.
ObackoBarama 15.07.2012
Klar war es zu Römerzeiten wärmer...Ihre Kaiser und Politiker liefen ja nur so in langen, dünen, weißen Roben rum und die Soldaten in kurzen Röckchen...oben immer mit nackten Armen
5.
hador2 15.07.2012
Zitat von sysopDie Tiefsee bleibt meist verborgen, doch nun haben Forscher vor der Antarktis eine spektakuläre Wasserwalze entdeckt. Außerdem im Überblick zur Geoforschung: Zur Römerzeit war es wärmer als heute, Meeresspiegel-Warnung aus der Urzeit - und China plant riesiges Bergbau-Labor im Meer. Tiefseebergbau: China plant Unterwasserlabor - Klimawandel der Antike - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,844088,00.html)
Was genau soll an der Erkenntnis über die Temperaturen in Rom nun neu sein? Das es damals wärmer war und Hannibal nur deshalb mit den Elefanten über die Alpen kam ist ja nicht erst seit gestern klar.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wissenschaft
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Natur
RSS
alles zum Thema Zwischen Himmel und Erde
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen


  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 128 Kommentare
  • Zur Startseite
  • Axel Bojanowski
    Ob Klimawechsel, Rohstoffkrisen, Meerestiefen, oder die vermeintlich feste Erde - Geoforschung bewegt die Welt. Hier berichtet SPIEGEL-ONLINE-Redakteur und Diplom-Geologe Axel Bojanowski über interessante neue Erkenntnisse und Debatten abseits der prominenten Nachrichten - kurz und klar und kritisch.

Buchtipp
Erde von der verrückten Seite