Tiere im Krieg Vom Stall aufs Schlachtfeld

Sie wirken wie aus der Zeit gefallen: berittene Einheiten im Krieg. Doch wenn Hightech-Ausrüstung versagt, greifen Militärs auf altbewährte Spezialeinheiten zurück.

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Von "natur"-Autor Peter Laufmann


Am 19. Oktober 2001 senkte sich der riesige MH47 Chinook auf ein Feld, 80 Kilometer südlich von Mazar-i-Sharif. Der Hubschrauber war in Usbekistan gestartet und spuckte hier ein zwölf Mann starkes Team amerikanischer Special Forces aus. Die USA waren in Afghanistan gelandet. Sie wollten Rache für die Anschläge vom 11. September nehmen, und sie wollten Osama bin Laden fangen. Doch schon im Vorfeld war klar, dass alle ausgefeilte Technik zwischen den Felsen des Hindukusch scheitern muss. Zu zerklüftet, zu unwegsam ist das Gelände, in dem schon die Mazedonier, die Briten und die Sowjets schmerzhafte Niederlagen erlitten hatten.

Die Soldaten des Operational Detachment Alpha 595 verzichteten auf Hightech-Ausrüstung und griffen auf ein Transportmittel zurück, das sich hier schon oft bewährt hatte: Pferde. Von den Freiheitskämpfern kauften sie struppige, zähe Tiere aus den Bergen. Inklusive einiger Holzsättel und Decken.

Es war das erste Mal seit 1943, dass amerikanische Soldaten zu Pferde in den Krieg zogen. Nur zwei Mann der Einheit hatten überhaupt Erfahrung mit den Tieren. Und die Ausbildung war kurz. Am 21. Oktober griffen die verbündeten afghanischen Verbände unter Führung General Dostums die Festung Bishqab an; 1500 Kavalleristen und 1500 Infanteristen stürmten die Talibanstellung. Mit dabei: die Spezialeinheit. Die Fotos der berittenen Soldaten gingen um die Welt. Sie wirkten wie aus der Zeit gefallen, und doch war ihr Einsatz nach militärischen Gesichtspunkten erfolgreich. 2011 bekamen die Einheiten vor dem neuen World Trade Center ein eigenes Denkmal; die heroische Darstellung eines Kämpfers im Sattel, einschließlich Sturmgewehr und wehender Pferdemähne.

Doch der Einsatz in Afghanistan war nur so etwas wie ein schwaches Echo dessen, was in früheren Zeiten mit Pferden angestellt wurde. Und nicht nur mit ihnen. Menschen haben die schlechte Angewohnheit, dass sie sich quasi seit ihrer Menschwerdung gegenseitig die Köpfe einschlagen. Krieg und Gewalt scheinen zur menschlichen Natur zu gehören. Als wäre das nicht schlimm genug, zwingen wir Tiere seit Jahrtausenden, uns dabei zu unterstützen. "Dabei kann man nur spekulieren, ob Tiere Kriege verlängert oder verkürzt haben", sagt der Historiker Professor Rainer Pöppinghege von der Universität Paderborn. "Aber sicher ist, dass allein Pferde als Transportmittel jahrtausendelang unverzichtbar waren."

Pferde spielten in der Antike eine wichtige Rolle bei Schlachten

Mal sind sie schlicht Maskottchen, Glücksbringer, Totems, die helfen sollen, eine Schlacht zu gewinnen und vor allem die Männer bei Laune zu halten. Wie etwa die Bordkatze des Schlachtschiffs Prince of Wales oder die der Bismarck. Mal haben sie Waffen und Ausrüstung in den Kampf getragen. Mal waren sie Überbringer von Botschaften über Truppenbewegungen, Verluste und Siege in einer Welt ohne Telefon und Satelliten. Und schließlich missbrauchten wir sie als Waffen, um Gegnern zu schaden, um zu siegen.

Wie es den Tieren dabei ging, war und ist in der Regel egal. Solange sie für die Sache leiden, können Generale moralische Bedenken beiseite schieben. So starben beispielsweise allein auf den Schlachtfeldern des ersten Weltkriegs nicht nur Millionen Soldaten, sondern auch Millionen Pferde, Hunde, Brieftauben. "Die militärische Logik obsiegte, auch wenn der einzelne Soldat ein emotionales Verhältnis etwa zu seinem Pferd verspürt haben mag", so Pöppinghege.

Doch bis zu den Gräberfeldern bei Verdun, der Marne und der Somme war es ein weiter kriegerischer Weg. Schon vor wenigstens 4000 Jahren setzten Feldherren auf die Leistungsfähigkeit und Leidensfähigkeit von Tieren. Dabei waren es Pferde, die die längste militärische Karriere hatten. Bis zum zweiten Weltkrieg galten sie in vielen Auseinandersetzungen als der entscheidende Faktor.

"In Form der Kavallerie hat es eine eigene Waffengattung hervorgebracht", so Pöppinghege. Die Evolution hatte die Vierbeiner zur perfekten Ergänzung menschlicher Zerstörungswut gemacht; sie sind schnell, ausdauernd, belastbar, relativ leicht verfügbar und zähmbar. "Der kriegerische Wert der Pferde muss groß gewesen sein", sagt der Althistoriker Holger Müller von der Universität Stuttgart, der sich mit den Kosten antiker Kriege beschäftigt. "Pferde waren teuer. Sie mussten auch in Friedenszeiten aufwendig gehalten werden."

Vom Zug- zum Reittier

Allerdings wurden Pferde zunächst nicht als Reittier genutzt. Man spannte sie vor Streitwagen und schuf so eine Waffe, die damals ähnlich revolutionär war wie später im Ersten Weltkrieg der Panzer. Erste Streitwagen werden auf 2000 v. Chr. datiert. Ihre Schöpfer waren die Menschen der sogenannten Andronowo-Kultur in Mittelasien. Schon ihre Wagen waren wohl mit Bogenschützen oder Lanzenträgern bemannt. Erfolgreiche Waffensysteme bleiben nicht lange einmalig. Über die Hethiter und Assyrer kam die Technik schließlich zu den Ägyptern. Allerdings war es eine schmerzhafte Erfahrung.

In der Schlacht von Kadesch 1274 v. Chr. griffen die Hethiter mit mehr als 1000 Streitwagen das an reiner Mannstärke überlegene ägyptische Heer an. Die Wirkung war dramatisch. Nur mit knapper Not entkam Pharao Ramses II. seinen Gegnern. Auch wenn dadurch das Reich am Nil nicht gefährdet war - wie nützlich die neue Waffe sein konnte, hat der Gottkönig gelernt.

Die ganze Antike ist voller Schlachten, in denen Pferde und der geschickte Einsatz der Reiterei eine wichtige Rolle spielten. Und die Waffengattung überlebte bis in die Neuzeit. Immer besser, im Sinne von immer tödlicher, wurde die Kombination von Ross und Reiter. Der Ritter, der mit seiner Lanze fest in den gerade erfundenen Steigbügeln stand, war eine perfekte Waffe. Allerdings nahezu wertlos, wenn er sein Pferd verloren hatte.

Und so entwickelten sich verschiedenste Formen leichter und schwerer Reiterei, die alle über speziell gezüchtete Pferde verfügten. Aber Pferde waren nicht die einzige Tierart, die für den Kavalleriedienst herangezogen wurden. Maultiere und Esel sind darunter, Kamele hatten vor allem in den Wüsten ihren taktischen Wert. Ohne sie hätte T. E. Lawrence den arabischen Aufstand im Ersten Weltkrieg kaum zum Erfolg führen können. Es gab auch Versuche, die sich nicht durchsetzen konnten; die deutsche Schutztruppe experimentierte mit Zebras als Pferdeersatz.

Der Sinn von Elefanten im Einsatz war auch militärisch zweifelhaft

Unterdessen waren es vor allem Elefanten, die es zu einiger Berühmtheit brachten. Dabei war ihr militärischer Wert eher fragwürdig, denn wenn ein Elefant außer Kontrolle geriet, war er für Freund und Feind gleichermaßen lebensgefährlich. "Im Grunde war der Einsatz von Elefanten sinnlos", so Althistoriker Müller. Der psychologische Wert war zwar enorm. Man stelle sich vor: Eine entfesselte, gerüstete, lärmende Horde Elefanten kommt auf einen zugestürmt. Niemandem kann man verdenken, wenn er in so einer Situation die Flucht ergreift. "Aber nachdem sich der erste Schrecken gelegt hatte, wurden schnell Gegenstrategien entwickelt."

Als Pyrrhus im Jahr 280 v. Chr. mit 25.000 Mann und 20 Kriegselefanten in Süditalien einfiel, gewann er zwar die erste Schlacht bei Heraclea. Die Römer waren durch den Anblick der Elefanten wie paralysiert. Ihre Kavallerie weigerte sich, gegen die Griechen vorzugehen. Aber schon bald war die Wirkung verflogen und die Römer hatten gelernt, wie man den Giganten zusetzte: Feuer. Sie bestrichen Schweine mit Pech, setzten sie in Brand und schickten sie in die Linie der Elefanten - mit verheerenden Folgen. Eine andere Taktik war, den heranstürmenden Elefanten eine Gasse in der eigenen Schlachtreihe zu öffnen, auf dass sie schlicht hindurchstürmten, ohne größeren Schaden anzurichten.

Der berühmteste Elefanteneinsatz war Hannibals Zug über die Alpen. Im Zweiten Punischen Krieg wollte er die Römer auf ihrem ureigenen Terrain attackieren. 50.000 Soldaten und 37 Elefanten hatte er in Marsch gesetzt. Allerdings kam nur ein einziger Elefant in Italien an. Der Rest war im Hochgebirge erfroren oder abgestürzt. Hannibal hatte eine kleine Art afrikanischer Elefanten genutzt, die heute allerdings ausgestorben ist.

Die Bindung zum Menschen wurde den Tieren zum Verhängnis

Das letzte Kapitel der Elefanten-Reiterei spielte in Indien. In den Armeen der indischen Fürsten hatten sie ihren festen Platz neben der Reiterei, den Streitwagen und der Infanterie. Hunderte der Tiere kamen noch bis ins 18. Jahrhundert zum Einsatz. Dabei waren sie nicht nur Offensivwaffen, sondern dienten auch als Tragtiere.

Und noch heute zeugen metallspitzenbewehrte Tore an den Palästen und Burgen der Maharadschas von der panzerbrechenden Wirkung der Elefanten. Allerdings waren auch sie unberechenbar, und ein Mahut, also ein Elefantenführer, hatte immer Hammer und Meißel dabei, um einem durchgedrehten Elefanten das Rückenmark zu durchschlagen. Zuletzt dienten sie vereinzelt im Zweiten Weltkrieg in Burma als Lastenträger. Und selbst heute noch werden sie als mögliche Lasttiere im Leitfaden der amerikanischen Special Forces geführt.

Generale und Heerführer zeigten immer wieder skrupellose Fantasie, wenn es um den Einsatz von Tierarten ging: Besagter Hannibal ließ einmal in einer Seeschlacht Körbe voller Giftschlangen auf die feindlichen Schiffe schleudern. Welche Wirkung das Manöver hatte, ist den Quellen allerdings nicht zu entnehmen. Überliefert ist hingegen, was die Einwohner der Stadt Akkon im Heiligen Land taten, als Richard Löwenherz zu Tieren als Waffe griff; er ließ Hunderte von Bienenkörben einsammeln und über die Stadtmauern werfen. Die wildgewordenen Hautflügler zwangen die Menschen zur Kapitulation und brachten Akkon schließlich zu Fall.

Neben den Heerscharen namenloser Tiere gab es immer wieder solche, die aus der Masse herausstachen. Bukephalos war das bekannteste Pferd der Antike. Alexander der Große schlug von seinem Rücken aus die meisten seiner Schlachten. Als es auf dem Schlachtfeld am Fluss Hydaspes im heutigen Pakistan im Fluss ertrunken war, ließ er es mit allen Ehren begraben und gründete dort die Stadt Alexandreia Bukephalos, damit das Pferd unvergessen blieb.

Auch die beiden Weltkriege haben einige tierische Helden hervorgebracht. Der Bullterriermischling Stubby war der höchstdekorierte Hund des Ersten Weltkriegs. Die Liste seiner Auszeichnungen ist lang, sie reicht vom Orden von Verdun bis zum "Wound Stripe". Er wurde sogar in den Rang eines Sergeants, das entspricht in etwa unserem Unteroffizier, befördert. Und die Menschen hatten allen Grund, ihn mit Ehrungen zu überschütten.

Während seiner 18 Monate Dienstzeit warnte er vor Giftgas, meldete Artilleriegranaten schon, wenn sie noch im Anflug waren, und spürte Verwundete im Niemandsland zwischen den Schützengräben auf. Stubby wurde nach seinem Tod präpariert und steht heute gemeinsam mit der Brief taube Cher Ami im National Museum of American History. Auch die Taube ist ein Kriegsheld des Ersten Weltkriegs. Sie überbrachte wichtige Nachrichten. Brieftauben sind bereits in der Antike oft die einzige Verbindung zwischen zersprengten Truppenteilen gewesen. Im Ersten Weltkrieg flatterten rund 100.000 der Flügelboten über die Schlachtfelder.

Tiere haben keine Wahl

Berühmt wurden die vier Tauben, die aus der französischen Festung Vaux berichteten. Deutsche Truppen hatten die Fortifikation eingeschlossen, und der französische Kommandant bat um Entsatz. Seine letzte Nachricht war: "Dies ist meine letzte Taube, wir halten die Stellung noch immer, aber wir erleiden einen Angriff durch gefährliche Gas- und Rauchwolken, wir benötigen dringend Hilfe." Die Taube mit der Ringnummer 787-15 überbrachte die Botschaft, aber die Hilfe kam nicht.

Genutzt hat ihr Einsatz vielen Tieren freilich nicht. Das Prinzip blieb immer das gleiche: Die Bindung zum Menschen wurde den tierischen Kameraden schließlich zum Verhängnis. Das Vertrauen eines Pferdes in seinen Reiter setzte es gleichzeitig der Todesgefahr aus. Das 2004 in London enthüllte Denkmal "Animals in War" bringt es auf den Punkt. Dort sind neben Pferden, Kamelen, Elefanten auch Glühwürmchen zu sehen - tatsächlich sollen die Insekten dank ihrer Leuchtkraft geholfen haben, Karten und Meldungen zu begutachten.

Neben den Flachreliefs trägt das Denkmal zwei Inschriften. Die erste lautet: "Dieses Denkmal ist allen Tieren gewidmet, die zu allen Zeiten in Kriegen und Konflikten den britischen und alliierten Streitkräften dienten und starben." Und die zweite: "Sie hatten keine Wahl."

Immerhin: Seit 1943 verleihen die Briten die Dickin Medal an verdiente Tiere. Zuletzt 2010 an den Labrador Treo, der in Afghanistan diente und Sprengsätze entdeckte, bevor sie Schaden anrichten konnten.

Wie viele Tiere im Laufe der Jahrtausende für den Krieg starben, ist nicht mehr zu ermitteln. Erst für die letzten großen Kriege gibt es grobe Schätzungen. Im Ersten Weltkrieg dienten 14 Millionen Tiere. Im Zweiten Weltkrieg sogar 30 Millionen. Sowjetische Truppen hetzten damals mit Bomben bestückte Hunde unter deutsche Panzer. Allerdings mit mäßigem Erfolg, denn die Vierbeiner konnten nicht zwischen Freund und Feind unterscheiden. In diesem Krieg ruhte trotz Tausender Flugzeuge, trotz Motorisierung noch ein entscheidender Teil auf Tieren. Millionen Zugtiere sicherten den Nachschub im Russlandfeldzug, erst recht, wenn die Straßen verschlammt waren oder mal wieder kein Sprit für Lkw aufzutreiben war.

Die Hunde helfen auch Soldaten, den Tod hinter sich zu lassen

Auch wenn die Ära der Kavallerie nach dem Zweiten Weltkrieg zu Ende ging: Die Zeit der Tiere im Krieg ist es noch nicht. Selbst wenn die Größenordnung heute eine ganz andere ist. Sogar die Bundeswehr hat noch eine, wenn man so will, kavalleristische Einheit mit einem etwas sperrigen Namen: das "Einsatz- und Ausbildungszentrum für das Gebirgstragtierwesen 230". Es gehört als selbstständiger Teil zur Gebirgsjägerbrigade 23 in Bad Reichenhall. Neben folkloristischen Auftritten, etwa bei einem Krippenspiel, waren die Tiere im Kosovo im Einsatz, wo sie Versorgungsaufgaben erfüllten.

Wesentlich gewalttätiger scheinen da die Versuche und Einsätze russischer und amerikanischer Militärs zu sein, Meeressäuger dienstbar zu machen. Das US Navy Marine Mammal Program beispielsweise erforscht den militärischen Nutzen von Delfinen und Seelöwen. Im Rahmen dessen wurden die Tiere schon im Vietnamkrieg eingesetzt. Sie sollen Sprengsätze finden oder Hafeneinfahrten und Schiffe vor feindlichen Tauchern schützen. Im Jahr 2003 sollen Delfine im Hafen von Um Quasr im Irak mehr als 100 Seeminen aufgespürt haben.

Aber Tiere haben manchmal noch eine andere Aufgabe, die ihre sogenannten militärischen Leistungen in den Schatten stellt. Fast ein Drittel der amerikanischen Veteranen, die aus Afghanistan und dem Irak heimgekehrt sind, leiden an posttraumatischen Belastungsstörungen. Die Schrecken des Krieges werden sie nicht mehr los. Die Stiftung "K9s for Warriors" arbeitet mit Hunden - wobei "K9" als "Canine" zu lesen ist, Englisch für "Hund". Die Hunde helfen den Soldaten, wieder einen Weg ins zivile Leben zu finden, Bomben und Tod hinter sich zu lassen. Das wäre einmal einen Orden wert, oder?

Dieser Artikel stammt aus "natur" 7/2014, dem Magazin für Natur, Umwelt, nachhaltiges Leben.

Fressen und Gefressen werden
Tiere sind Opfer und manchmal Nutznießer unserer Gewalttaten. So gewinnt derjenige Kriege, der den Nachschub für seine Truppe sicherstellen kann. Und Tiere haben in diesen Rechnungen einen großen Anteil. Nicht nur, weil sie ins Kampfgeschehen eingebunden waren oder Güter - also Waffen, Ausrüstung, Fourage - transportierten, sondern weil sie selbst Teil des Nachschubs waren. Die Soldaten mussten essen. So galt als Richtsatz für eine Infanteriedivision der Wehrmacht, also 17.900 Mann, dass die Schlächtereizüge täglich 15 Rinder oder 120 Schweine oder 240 Schafe verarbeiten mussten. Und auch die Tiere selbst mussten fressen: Zehn Kilogramm Futter rechnete man pro Pferd, das heißt, eine Division brauchte täglich 45 Tonnen!

Doch manche Tierarten profitierten auch vom Gemetzel. Während des Dreißigjährigen Krieges fanden sich große Wolfsrudel an den Schlachtfeldern ein. Auch als Friedrich der Große in Sachsen einmarschierte, folgten seinen Soldaten die Wölfe. Und nicht nur sie: große Schwärme von Krähen und Raben umflatterten die Armeen. Noch im Ersten Weltkrieg gab es etwa auf dem Balkan die Order, leichenfressende Geier zu erschießen.



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insgesamt 3 Beiträge
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Miere 13.07.2014
1. Tofu
Keine Sorge, bestimmt gab es auch brave vegane Armeen, wo die Krieger nur auf hölzernen Steckenpferden in die Schlacht geritten sind. Leider haben die verloren.
Siegfried 13.07.2014
2. Hunde als Minentraeger
Erwsehnenswert ist dir massenhafte Verwendung von Hunden mit Panzer-und Detonationsminen auf dem Ruecken im 2.Weltkrieg durch die Russen.
Koda 15.07.2014
3. Eher unbeabsichtigt...
war der "Einsatz" von Bienen 1914 in der Schlacht von Tanga (Tansania). Die am Strand angelandeten indischen Truppen der Briten wurden von Bienen attakiert, nachdem Granatschrapnelle deren Bienenkörbe beschädigten.
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