Neues aus der Geoforschung: Tornados in Deutschland, Klimaprognosen und ein Phantom-Vulkan

Von Axel Bojanowski

Verwüstungen in Niedersachsen eröffnen die Wirbelsturm-Saison in Deutschland. Außerdem im Überblick zur Geoforschung: Klimaprognosen werden unsicherer, Forscher überführen den Übeltäter eines riesigen Vulkanausbruchs - und Anwälte verbannen den Meeresspiegelanstieg.

Marklohe (Kreis Nienburg): Aufräumen nach dem Wirbelwind Zur Großansicht
DPA/ Feuerwehr Nienburg

Marklohe (Kreis Nienburg): Aufräumen nach dem Wirbelwind

Die Wirbelsturm-Saison hat begonnen; Meteorologen haben die ersten Tornados des Jahres in Deutschland bestätigt. Im niedersächsischen Mensinghausen und im Kreis Nienburg wurden die gefährlichen Luftwirbel identifiziert, teilt Experten des Wetterdienstes Meteomedia mit.

Die Saison für Windhosen, wie Tornados hierzulande etwas lapidar genannt werden, beginnt meist im späten Frühjahr. Tornados sind flüchtig, meist wirbeln sie ohne Zeugen. Etwa drei Dutzend Vorfälle hatten Meteorologen im April und Mai bereits im Verdacht - doch bewiesen werden konnten Tornados nicht, auch normale Sturmböen kamen für die Schäden und die gemessenen Windgeschwindigkeiten in Frage.

Nun aber zeigten Schadensanalyse und gemessene Böen von bis zu 170 km/h, dass an den beiden niedersächsischen Orten Tornados gewütet hätten, teilt Meteomedia mit. In den betroffenen Waldstücken hinterließen sie Kleinholz.

In Deutschland werden im Durchschnitt etwa 50 Tornados pro Jahr identifiziert; viele Dutzend Verdachtsfälle bleiben ungeklärt. Die Windhosen sind nicht unbedingt schwächer als ihre Verwandten in den USA. Weil Tornados in Nordamerika aber deutlich öfter auftreten, gibt es dort auch häufiger besonders starke Varianten.

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1.
mrsa 17.06.2012
Zitat von sysopVerwüstungen in Niedersachsen eröffnen die Wirbelsturm-Saison in Deutschland. Außerdem im Überblick zur Geoforschung: Klimaprognosen werden unsicherer, Forscher überführen den Übeltäter eines riesigen Vulkanausbruchs - und Anwälte verbannen den Meeresspiegelanstieg. Tornados in Deutschland - Klimaprognosen werden unsicherer - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,838910,00.html)
"Die Saison für Windhosen, wie Tornados hierzulande etwas lapidar genannt werden, beginnt meist im späten Frühjahr." Ist der Begriff "Windhose" für die Presse etwa nicht sensationsheischend genug? Aber ist ja "state of the art" (klingt toll, oder) von Journalisten und Werbefachleuten, englische Begriffe zu übernehmen. Das dies überwiegend sinnfrei geschieht (vgl. body bag u.a.) - egal. "Die Windhosen sind nicht unbedingt schwächer als ihre Verwandten in den USA. Weil Tornados in Nordamerika aber deutlich öfter auftreten, gibt es dort auch häufiger besonders starke Varianten. " Ja was denn nun, gibt es bei uns so starke Windhosen, die der amerikanischen Tornadoskala im oberen Bereich entsprechen, oder nicht?
2. soso
nach.denker 17.06.2012
...je genauer man die Natur abbildet, um so weniger eindeutig wird der Zusammenhang einzelner Größen, wie CO2-Konzentration, mit der Temperatur. Wie überraschend. Sollte die Welt doch komplexer sein, als es eine simple Korrelation über die letzten 100 Jahre vermuten lässt?
3. What?!
RGFG 17.06.2012
Zitat von nach.denker...je genauer man die Natur abbildet, um so weniger eindeutig wird der Zusammenhang einzelner Größen, wie CO2-Konzentration, mit der Temperatur. Wie überraschend. Sollte die Welt doch komplexer sein, als es eine simple Korrelation über die letzten 100 Jahre vermuten lässt?
Ich würde mal wetten wollen, dass in der Studie exakt nichts drauf hindeutet, dass das Klima jetzt plötzlich kälter werden würde, oder dass die Korrelation der letzten 100 Jahre sich jetzt plötzlich als falsch herausstellen würde Es wird wohl so sein, dass die Effekte des Forcings (mehr Wasserdampf in der Atmosphäre, weniger Eis am Nordpol, mehr Methan aus Permafrostböden etc.) wie erwartet größer werden, und dass das zusammen mit den detaillierteren Modellen den Prognosekorridor vergrößert. Nichts davon ist überraschend - aber natürlich werden die interessierten Kreise wieder einen Weg finden, da irgend ein "...gate" draus zu machen. Das allerdings lässt sich mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit prognostizieren...
4.
blauauge 17.06.2012
mir scheint es als untersuchten diese "Wissenschaftler" ihr eigenes Geo-engeneering. Dass Geoengeneering stattfindet kann ich in Frankreich taeglich beobachten. "Kondens"streifen von Horizont zu Horizont, gitterartig ueber den ganzen Himmel, von Flugzeugen, die auf flightradar24.com gar nicht vorhanden sind... zwischendurch dann Flugzeuge in entgegengesetzter Richtung ohne jeglichen kondensstreifen, die kurze Zeit spaeter zurueck sind und den blauen Himmel "zuscheissen", bis eine Stunde spaeter der angesagte Regen eintrifft. Ich frag mich wirklich, fuer wie bloed diese Klimakriminellen die Bevoelkerung halten, solche "Studien" zu veroeffentlichen, fuer die ein Schueleraufsatz wegen Themaverfehlung ne glatte 6 kriegen wuerde.
5.
PJanik 17.06.2012
Zitat von sysopVerwüstungen in Niedersachsen eröffnen die Wirbelsturm-Saison in Deutschland. Außerdem im Überblick zur Geoforschung: Klimaprognosen werden unsicherer, Forscher überführen den Übeltäter eines riesigen Vulkanausbruchs - und Anwälte verbannen den Meeresspiegelanstieg. Tornados in Deutschland - Klimaprognosen werden unsicherer - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,838910,00.html)
Klimaprognosen werden unsicherer... Ja und? Das bedeutet doch nur das: Einige der Modelle nicht geeignet sind. --> kleinere Maschen und mehr Details deckt ungeeignete Modelle auf das Klima variabler ist als angenommen. Hat man denn auch die Zeiteinheiten ebenso reduziert? --> Der Beitrag des Menschen stärker sein kann als wir bis dato annehmen (d.h. das Klima ist weit empfindcher) Man die Parameter genauer wählen muss Man ggf. noch Parameter hat die auch noch betrachtet werden müssten, aber man verwendet sie noch nicht Es ganz überraschend ist das man in die Zukunft doch nicht schauen kann Wenn man näher ran geht kann das Gesamtbild weniger erkennbar sein
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