Von Axel Bojanowski
Die Wirbelsturm-Saison hat begonnen; Meteorologen haben die ersten Tornados des Jahres in Deutschland bestätigt. Im niedersächsischen Mensinghausen und im Kreis Nienburg wurden die gefährlichen Luftwirbel identifiziert, teilt Experten des Wetterdienstes Meteomedia mit.
Die Saison für Windhosen, wie Tornados hierzulande etwas lapidar genannt werden, beginnt meist im späten Frühjahr. Tornados sind flüchtig, meist wirbeln sie ohne Zeugen. Etwa drei Dutzend Vorfälle hatten Meteorologen im April und Mai bereits im Verdacht - doch bewiesen werden konnten Tornados nicht, auch normale Sturmböen kamen für die Schäden und die gemessenen Windgeschwindigkeiten in Frage.
Nun aber zeigten Schadensanalyse und gemessene Böen von bis zu 170 km/h, dass an den beiden niedersächsischen Orten Tornados gewütet hätten, teilt Meteomedia mit. In den betroffenen Waldstücken hinterließen sie Kleinholz.
In Deutschland werden im Durchschnitt etwa 50 Tornados pro Jahr identifiziert; viele Dutzend Verdachtsfälle bleiben ungeklärt. Die Windhosen sind nicht unbedingt schwächer als ihre Verwandten in den USA. Weil Tornados in Nordamerika aber deutlich öfter auftreten, gibt es dort auch häufiger besonders starke Varianten.
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