Sieben Exemplare Tropenzecken in Deutschland entdeckt

Noch sind es nur sieben Exemplare, die in diesem Sommer gefunden wurden. Doch Experten befürchten, dass Zecken aus den Tropen in Deutschland heimisch werden. Auch der Mensch ist ein potenzieller Wirt.

Tropenart Hyalomma marginatum (rechts) im Vergleich zum heimischen Gemeinen Holzbock
IMB / Lidia Chitimia-Dobler

Tropenart Hyalomma marginatum (rechts) im Vergleich zum heimischen Gemeinen Holzbock


Der Fund mehrerer Tropenzecken in Deutschland bereitet Fachleuten Sorge. Experten der Universität Hohenheim und des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr (IMB) wiesen in diesem Jahr sieben Exemplare der Gattung Hyalomma nach und befürchten nun, dass die Blutsauger sich hierzulande etablieren könnten, wie die Uni Hohenheim am Dienstag mitteilte.

"Diese Zeckenarten könnten in Deutschland Einzug halten", sagte Ute Mackenstedt, Parasitologin an der Universität Hohenheim. "Wir werden sie in diesem Jahr verstärkt im Auge behalten und bereiten uns darauf vor, ihnen in den nächsten Monaten womöglich noch öfters zu begegnen."

Gefunden wurden die Zecken demnach allesamt an Nutztieren, die meisten an Pferden und eine an einem Schaf. Ein Exemplar trug ein gefährliches Bakterium in sich, einen bekannten Erreger einer tropischen Form des Zecken-Fleckfiebers. Er kann auch auf den Menschen übergehen und führt zu Hautveränderungen und Fieber. Die erste Infektion eines Menschen mit dem Erreger wurde im Jahr 2002 dokumentiert. Er konnte erfolgreich behandelt werden.

Wahrscheinlich durch Vögel eingeschleppt

Hyalomma-Arten gelten auch als wichtige Überträger unter anderem des Krim-Kongo-Fiebers, das in Deutschland bisher nicht auftritt. Derartige gefährliche Erreger seien bei den untersuchten Zecken jedoch bisher nicht entdeckt worden, sagt Gerhard Dobler, Mediziner und Mikrobiologe am IMB.

In Deutschland sind Zecken vielen Menschen bekannt als Überträger gefährlicher Krankheiten wie der Lyme-Borreliose oder der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Diese Erreger tragen die Tropenzecken nicht in sich.

Heißes, trockenes Wetter kommt Zecken zugute

In den vergangenen Jahren gab es lediglich zwei Einzelfunde der Tropenzecken in den Jahren 2015 bis 2017. Die vergleichsweise großen Tiere mit den auffällig gestreiften Beinen tauchten in diesem Jahr im Raum Hannover, in Osnabrück und in der Wetterau auf und wurden vermutlich über Vögel eingeschleppt. Die erwachsenen Zecken saugen Blut vor allem an großen Tieren. Auch der Mensch ist ein potenzieller Wirt.

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Tierische Gefahr aus Deutschland: Stechen, beißen, nesseln

Die Wissenschaftler führen das Auftreten von Hyalomma-Zecken in Deutschland auf den heißen, trockenen Sommer zurück. Diese tropische Zeckenart bevorzuge eine geringere Luftfeuchtigkeit als die hierzulande üblicherweise vorkommenden Zecken.

Überraschend ist die Entdeckung der neuen Gattung in Deutschland für die Experten nicht. Wegen der Klimaerwärmung sei in Deutschland grundsätzlich mit immer mehr wärmeliebenden Zecken zu rechnen. Die Art Ixodes inopinatus, die eigentlich aus dem Mittelmeerraum stammt, habe sich beispielsweise bereits bis Dänemark ausgebreitet.

jme/AFP



insgesamt 20 Beiträge
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weltraumschrott 14.08.2018
1. Schöne Satire!
Aber Vorsicht: Es könnte Leute geben, die ihren Beitrag für bare Münze nehmen!
freekmason 14.08.2018
2.
...von den autoren dieses buches https://www.focus.de/fotos/die-spinne-in-der-yucca-palme-ist-so-etwas-wie-ein-klassiker-unter_mid_547210.html nach der "spinne in der yukkapalme jetzt also auch die "flüchtlingszecke aus den syrischen tropen". gott sei dank gibt es keinen klimawandel, sonst könnten die tierchen tatsächlich hier heimisch weren.
bernd80b 14.08.2018
3. Was mich
wundert ist die Feststellung, dass die Zecken durch Vögel eingeschleppt werden. Sind das neue Vögel oder Vögel, die erst seit einiger Zeit hier einfliegen. Die Zugvögel tun das doch schon Jahrtausende.
y371 14.08.2018
4.
Zitat von bernd80bwundert ist die Feststellung, dass die Zecken durch Vögel eingeschleppt werden. Sind das neue Vögel oder Vögel, die erst seit einiger Zeit hier einfliegen. Die Zugvögel tun das doch schon Jahrtausende.
Es sind Asylantenvögel, muslimische, die diese Zecken einschleppen, was denn sonst? Im Ernst. Natürlich sind das die gleichen Vögel. Es fliegen keine neuen Vögel zu uns. Es bleiben nur mehr hier, über den Winter. Und die holen nicht die Zecken. Bisher konnte diese Zecke hier nicht Fuß fassen. Das liegt aber nicht an irgendwelchen Neu-Vögeln, sondern am sich erwärmenden Klima (nennen Sie es Wetter, wenn Sie wollen).
spon-facebook-10000255133 14.08.2018
5. ...tschuldigung aber
wenn ich so ein Ding am S... hab dann merke ich das doch glaub ich relativ schnell. Bin eh der Meinung der ganze Zecken Hype ist ziemlich übertrieben. Ich bin leidenschaftlicher Pilzsammler und in meinem Leben hatte ich bestimmt schon über 100 Zecken auch an den unangenehmen Bereichen , hatte auch schon welche die ich nicht bemerkt habe die sich bis fast zum platzen vollgesaugt haben... und oh Wunder ich lebe noch , also lasst doch mal die Kirche im Dorf wenn von 10000000 gebissenen einer Probleme hat wie siehts dann mit Wespen aus ?
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