Deutschland Die Luft wird besser

Die Belastung mit Feinstaub nimmt ab: Offiziellen Daten zufolge war die Luft in Deutschland im vergangenen Jahr so gut wie seit Jahren nicht. Auch die Belastung mit anderen Schadstoffen hat sich erheblich verringert. Die Grenzwerte werden dennoch regelmäßig überschritten.

Umweltbundesamt

Hamburg/Berlin - Die Luftbelastung mit gesundheitsschädlichem Feinstaub ist im vergangenen Jahr in Deutschland zurückgegangen. Das Umweltbundesamt (UBA) teilte am Mittwoch mit, dass die Konzentration auf dem Niveau von 2008 und damit deutlich unter dem der vergangenen drei Jahre gelegen habe. Vor allem in Städten würden die Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid aber noch zu häufig überschritten.

52 Prozent der städtischen Messstationen ermittelten im Jahresmittel überschrittene Stickstoffdioxidwerte. Diese Stoffe und Feinstaub entstehen durch Autoabgase und Verbrennungsprozesse in Industrie und Haushalten. Rund 60 Städte in Deutschland versuchen mit Umweltzonen gegenzusteuern, der reale Nutzen ist aber umstritten. Die Länder ermitteln die aktuelle Luftqualität bundesweit an 643 Messstationen.

Kamine bereiten Sorgen

Seit 1990 hat sich der Ausstoß von diversen Luftschadstoffen in Deutschland deutlich verringert. Nach Angaben des UBA gab es bei Schwefelverbindungen von 1990 bis 2010 einen Rückgang um 91,5 Prozent. Bei Staub sank der Ausstoß um 85,6 Prozent, bei Kohlenmonoxid um 73,1 Prozent. Wurden 1990 noch rund 12,3 Millionen Tonnen emittiert, waren es 2010 lediglich 3,3 Millionen Tonnen. Zu den Gründen zählen der Abschied von der Braunkohle in den Ländern der ehemaligen DDR sowie das Verbot von verbleitem Benzin.

Bei Feinstaub, Stickoxiden oder Ammoniak seien aber weitere Anstrengungen notwendig, um die Emissionen zu senken, betont das UBA. Beim Feinstaubausstoß zum Beispiel gebe es zwar einen Rückgang von 30 Prozent im Vergleich zum Basisjahr 1995, dieser sei aber deutlich geringer als bei anderen Luftschadstoffen.

"Die neuen Zahlen zur Luftqualität in Deutschland zeigen, dass wir den Ausstoß von Schadstoffen in die Luft unbedingt weiter verringern müssen", sagt UBA-Präsident Jochen Flasbarth. Noch immer senke die Feinstaubbelastung in Mitteleuropa die durchschnittliche Lebenserwartung um nahezu ein halbes Jahr. Sorgen bereitet auch die Zunahme von Kaminöfen, wodurch im Winter die Feinstaubbelastung teils deutlich steigt.

boj/dpa

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z_beeblebrox 06.02.2013
1.
Zitat von sysopDPADie Belastung mit Feinstaub nimmt ab: Offiziellen Daten zufolge war die Luft in Deutschland im vergangenen Jahr so gut wie seit Jahren nicht. Auch die Belastung mit anderen Schadstoffen hat sich erheblich verringert. Die Grenzwerte werden dennoch regelmäßig überschritten. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/uba-feinstaub-belastung-in-der-luft-in-deutschland-nimmt-ab-a-881748.html
Gegen die Verringerung des Stickoxidausstoß wird sehr wenig gemacht. Im Gegensatz zum Feinstaub ist der Straßenverkehr der Hauptverursacher des Stickoxidausstoßes. In den USA gibt es diesbezüglich sehr niedrige Grenzwerte, die von der Automobilindustrie auch brav eingehalten werden. In der EU dagegen darf das 10-fache ausgestoßen werden. Wo sind die Umweltverbände, die doch sonst immer gleich losschreien? Einer der größten Feinstaubemittenten sind bekanntlich Kleinfeuerungsanlagen - also die zig Millionen Öfen der privaten Haushalte. Pelletsbrennöfen sind als sehr großer Feinstaubemittent schon seit lange bekannt. Dagegen gemacht wird aus politischen Gründen nichts. Am Schlimmsten sind allerdings die ach so tollen privaten Holzkaminöfen; die ja so heimelige Wärme erzeugen und sooo hübsch anzusehen sind. Es gibt zwar eine Vorschrift, dass nur Holz mit geringer Restfeuchtigkeit verbrannt werden darf. Schaut man sich die Lagerstätten der Holzvorräte manches Einfamilienhauses an, so wird diese Vorschrift garantiert nicht erfüllt. Die stinkenden Abgase dieser Holzöfen belegen dies dann auch eindrucksvoll. Es riecht im Winter wie zu Zeiten der DDR. Jeder Mitbewohner vor allem auf dem Lande kann davon ein leidiges Lied singen.
lukapp 06.02.2013
2. ist aber doch...
...CO2 neutral.Und wenn dann, wie bei uns, keiner im Umkreis von 300 m wohnt, ist es der Natur auch sonst sch...egal. Arme Großstädter, da hilft ein Fahrrad dann auch nicht mehr.
ausländer33 06.02.2013
3. Wenn man alle...
Zitat von sysopDPADie Belastung mit Feinstaub nimmt ab: Offiziellen Daten zufolge war die Luft in Deutschland im vergangenen Jahr so gut wie seit Jahren nicht. Auch die Belastung mit anderen Schadstoffen hat sich erheblich verringert. Die Grenzwerte werden dennoch regelmäßig überschritten. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/uba-feinstaub-belastung-in-der-luft-in-deutschland-nimmt-ab-a-881748.html
Produktionsstätten, die CO2 erzeugen; nach China verlegt hat, wird die Luft noch besser sein. Dann bleibt noch, die Bürger zum Fahradkauf mittels Steuervorteilen zu bewegen.
wohlmein 06.02.2013
4. Höchst interessant ist,
daß im Oberrheingraben die Luft so gut ist, OBWOHL sie von Frankreich herüber weht. Also von dort, wo die Umweltplakette erst noch geboren werden muß.
renewei 06.02.2013
5. Feut Euch nicht zu früh (ein Plagiat)
Die Feinstaubbelastung ist normalerweise nur wenig vom Ausmass der Emissionen abhängig. Massgebend ist das Wetter und da vor allem die vertikale Temperaturverteilung der Luft (der Temperaturgradient). Das bedeutet im Endeffekt, dass trotz noch weiter verminderten Feinstaubemissionen in den nächsten Jahren durchaus wieder hohe Feinstaubbelastungen auftreten können. Was allerdings nicht gegen weitere sinnvolle Massnahmen zur Senkung der Feinstaubemissionen spricht - aber vor übertriebenen Erwartungen (Umweltzonen, Tempolimiten usw.) warnen soll.
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