Unep: Umweltprogramm der Uno wird aufgewertet

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Alali Efanga aus Nigeria: Unterstützung von der Unep bei Protest gegen Ölpipeline

Vom Rat der Wenigen zur Institution aller: Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen erhält größere Bedeutung. Von nun an sollen alle Staaten Mitglied sein - sie treffen sich regelmäßig in Nairobi.

Nairobi/Hamburg - Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Unep) wird aufgewertet: Um das Mandat zu stärken, sollen ab sofort alle Staaten der Vereinten Nationen (Uno) der Institution angehören. Dies wurde am Ende eines fünftägigen Treffens der Organisation in der kenianischen Hauptstadt Nairobi bekannt. Bisher bestand das Unep aus einem Rat mit ständig wechselnden Staaten.

"Bei der Gründung des Programms Anfang der siebziger Jahre hatte der Umweltschutz weltweit kaum Bedeutung, und es hat sehr lange gedauert, die damals eingeführte Struktur zu ändern", sagte der deutsche Delegationsleiter und Präsident des Umweltbundesamts Jochen Flasbarth. "Die Stärkung des Unep war längst überfällig und ist ein sehr wichtiger Schritt."

Künftig soll es regelmäßig weltweite Umweltversammlungen in Nairobi geben. Ziel sei es, großen internationalen Verhandlungen etwa zu Themen wie Klimaschutz, "Green Economy" oder Chemikalien entscheidende Impulse zu geben und sie schneller voranzubringen, betonte Flasbarth.

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Am Rande der Konferenz mit rund 1000 Teilnehmern waren Minister und Delegationsleiter zu einem ungewöhnlichen Abendessen eingeladen: Im Kontrast zur gewöhnlichen Spitzenküche auf den Konferenzen wurden Lebensmittel serviert, die von Supermärkten abgelehnt worden waren - entweder weil sie zu unansehnlich oder weil sie zu klein waren.

Auch auf anderer Ebene haben die Vereinten Nationen ihre Umweltschutzpolitik gestärkt. Mit dem neuen Weltrat für biologische Vielfalt IPBS (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services), der vor wenigen Wochen erstmals tagte, soll der anhaltenden Umweltzerstörung Einhalt geboten werden. Der Rat soll den Stand der Wissenschaft zusammenfassen und die Politik beraten, ähnlich wie der Uno-Klimarat IPCC, der alle paar Jahre des Klimawissen zusammenfasst.

boj/dpa

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