Uno-Warnung Wichtigste Artenschutzmaßnahmen gefährdet

Die Weltgemeinschaft will den Verlust der Vielfalt des Lebens stoppen - bis 2020 sollen dazu Strategien umgesetzt werden. Doch gerade die beiden wichtigsten Ziele sind gefährdet, warnt die Uno in einem Bericht.

Waldelefant auf einer Lichtung im zentralafrikanischen Dzanga-Sangha: Immer mehr seltene Tierarten verlieren ihren natürlichen Lebensraum
obs/ WWF

Waldelefant auf einer Lichtung im zentralafrikanischen Dzanga-Sangha: Immer mehr seltene Tierarten verlieren ihren natürlichen Lebensraum


Pyeongchang - Vier Jahre nach den Beschlüssen zum Schutz der Artenvielfalt auf der Erde mahnt die Uno größere Anstrengungen an, um alle Ziele wie geplant bis 2020 zu erreichen. Ein Zwischenbericht zum aktuellen Stand wurde am Montag gleich zum Auftakt des 12. Vertragsstaaten-Teffens der Vereinten Nationen zur Biodiversität (CBD) im südkoreanischen Pyeongchang vorgelegt.

Der vorgelegte Bericht soll die Dringlichkeit der Forderungen unterstreichen. So seien zwar bedeutende Fortschritte in den einzelnen Bereichen erzielt worden, hieß es. "Doch in den meisten Fällen sind zusätzliche Bemühungen gefordert."

So seien etwa die beiden wohl wichtigsten Ziele gefährdet, die 2010 bei der Konferenz im japanischen Nagoya festgelegt wurden: Bis 2020 den Verlust der natürlichen Lebensräume zu stoppen und die Verlustrate bis dahin mindestens zu halbieren. "Die weltweiten Raten der Waldvernichtung gehen zwar zurück, sie sind aber noch immer alarmierend hoch", heißt es in der Zusammenfassung des Berichts.

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Auch der Schutz bedrohter Arten sei nicht auf dem richtigen Weg. Trotz einzelner Erfolge gebe es etwa keine Anzeichen dafür, dass das durchschnittliche Risiko des Aussterbens von Vögeln, Säugetieren, Amphibien (Lurche) und Korallen zurückgehe.

Auch Umweltorganisationen wie etwa der WWF Deutschland fordern die Länder auf, beim Schutz der Biovielfalt aufs Tempo zu drücken. Unter anderem seien Finanzierungszusagen der Industrienationen bisher nicht erfüllt worden, kritisiert der WWF.

Bis zum 17. Oktober wollen die Teilnehmer der Konferenz aus mehr als 190 Ländern unter anderem einen Fahrplan zur Umsetzung der strategischen Schutzziele erarbeiten. An dem Treffen nehmen Vertreter von Regierungen, nichtstaatlichen Organisationen und Wissenschaftler teil.

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khü/dpa



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