Nagoya - Es war ein Ringen bis zur letzten Minute: Auf der Uno-Konferenz zum Schutz der biologischen Vielfalt hat es am letzten Verhandlungstag doch noch einen erfolgreicher Abschluss gegeben. Nach fast zwei Wochen zäher Verhandlungen einigten sich die Delegierten am Freitag im japanischen Tagungsort Nagoya darauf, die Gewinne aus biologischen Rohstoffen gerecht zwischen Ursprungsländern und Nutzern aufzuteilen.
Das Abkommen soll Ländern mit großem biologischen Reichtum erstmals konkret ermöglichen, Geld zu verlangen, wenn Firmen reicher Länder aus ihren Naturstoffen zum Beispiel Medikamente oder Kosmetika entwickeln. Japans Umweltminister Ryu Matsumoto bezeichnete das Ergebnis als Erfolg.
Insbesondere ärmere Länder, darunter zahlreiche Staaten Afrikas, hatten einen solchen Ausgleich gefordert. Das sogenannte ABS-Protokoll (Access and Benefit-Sharing) stand während der gesamten zwölf Verhandlungstage im Zentrum. Nach Ansicht von Beobachtern könnte das Protokoll Milliarden Dollar in die Kassen der Entwicklungsländer spülen.
Das Lieblingsprojekt der Industrieländer wurde ebenfalls verabschiedet: Ein umfassender Strategieplan, mit dem der dramatische Verlust der Artenvielfalt bis 2020 gestoppt werden soll.
mbe/Reuters
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