Uno-Wetterorganisation Hurrikane sollen nicht mehr "Isis" heißen

"Isis" erreicht Mexiko und den Südwesten der USA? Das wollte wohl niemand hören - deshalb hat die Uno-Wetterorganisation WMO nun das Wort aus der Liste der Hurrikan-Namen gestrichen.

Hurrikan (Archivbild): Namensgebung kann auch ein Politikum sein
DPA/NOAA

Hurrikan (Archivbild): Namensgebung kann auch ein Politikum sein


Die Uno-Wetterorganisation WMO hat den Namen "Isis" von einer Liste von Namen zur Benennung pazifischer Wirbelstürme getilgt. Isis ist nicht nur der Name einer altägyptischen Göttin, sondern bezeichnet auch die Dschihadistenorganisation "Islamischer Staat" (IS).

Auf der alphabetischen Hurrikan-Namensliste für den östlichen Nordpazifik wurde "Isis" jetzt durch "Ivette" ersetzt, teilte WMO-Sprecherin Clare Nullis mit. Die Entscheidung fiel bei einer Sitzung im mittelamerikanischen Costa Rica.

Die WMO hält für große Wirbelstürme mehrere alphabetische Namenslisten vor, die fortlaufend alle sechs Jahre an die Reihe kommen. 2004 gab es zuletzt einen Tropensturm "Isis". 2010 traten weniger Hurrikane im östlichen Nordpazifik auf, so dass der Name nicht genutzt wurde.

Bezeichnungen werden in der Regel gestrichen, wenn ein Sturm viele Todesopfer forderte. So wurde etwa zuletzt der Name "Odile" durch "Odalys" ersetzt, nachdem durch den Hurrikan "Odile" in Mexiko im vergangenen Jahr elf Menschen ums Leben gekommen waren.

wbr/AFP

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