Von Axel Bojanowski
Mit bis zu 150 km/h bliesen Stürme diese Woche über die USA. Mindestens 13 Menschen wurden von herumfliegenden Gegenständen erschlagen. Allein im Großraum Washington, wo die Unwetter in der Nacht zum Samstag am heftigsten wüteten, waren drei Million Menschen ohne Strom. Anwohner sprachen von einem der schwersten Unwetter seit Jahren.
Ein sogenannter Derecho richtete das Unheil an: Derechos sind Gewitterfronten von mehr als 450 Kilometer Breite mit extrem starken Fallböen. Solch heftigen Abwärtswinde werfen wie aus dem Nichts Tische um oder reißen Markisen ab. Die Fallböen diese Woche in den USA indes hatten weitaus schlimmere Folgen: Sie kippten Bäume auf Autos und rissen Strommasten um.
Eine Animation der Bilder eines Wettersatelliten zeigt die Rennbahn der Derecho-Front über die USA: Je dunkler die Farbe, desto höher der Wassergehalt - die Farbe zeigt die Intensität des Radarsignals; Wassertröpfchen reflektieren die Radarwellen. Je mehr Feuchtigkeit die Wolken enthalten, desto stärker regnet es und desto mehr Energie entfaltet sich - Sturm und Blitze werden heftiger.
Die Animation zeigt die außergewöhnliche Entwicklung der Gewitterfront: Stetig weitet sie sich aus, bis sie fast über die gesamte Breite der USA reicht. Washington wird vom Zentrum des Derechos erwischt:

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