Dublin - Das Wetter in Irland ist gerade alles andere als gemütlich. Am Dienstag zog ein Sturm mit einer Geschwindigkeit von bis zu 140 km/h über den Atlantik und die Insel, am heftigsten stürmte es im Norden. Knappe hundert Kilometer vor der Küste türmte sich die bisher größte in irischen Gewässern gemessene Welle auf. 20,4 Meter hoch war die Welle vor der Küste von Donegal, teilte der irische Wetterdienst Met Éireann mit. Eine Wetterboje ermittelte den Rekordwert. Zum Vergleich: Häuser mit sechs bis sieben Stockwerken kommen etwa auf diese Höhe.
Derart hohe Wellen können Schiffen extrem gefährlich werden. Frachter, Tanker und Kreuzfahrtschiffe sind schon nach einer Begegnung mit einem solchen Kaventsmann gesunken oder wurden schwer beschädigt.
Wann und wo solche riesigen Wellen entstehen, können Wissenschaftler nicht genau vorhersagen. Mehrere Forschungsgruppen haben berechnet, welche Bedingungen das Auftürmen einer Monsterwelle fördern. Sie entsteht demnach, wenn sich zwei Wellen überlagern - wobei der Kaventsmann größer sein kann als die summierte Höhe beider Ursprungswellen.
Die irische Küstenwache warnte am Dienstag eindringlich davor, sich während des Sturms an Stränden, Hafenmolen, Klippen oder exponierten Küstenbereichen aufzuhalten. Über Nacht hat sich der Sturm etwas abgeschwächt, allerdings sind die Temperaturen weiter gesunken - und heftige Schnee- und Regenfälle sowie Überschwemmungen haben vielerorts den Verkehr stark behindert.
wbr
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