US-Klimabericht: Temperaturrekorde belegen Erwärmungstrend

Die globale Lufttemperatur kennt nur eine Richtung: nach oben. In jedem Monat der letzten 25 Jahre lag sie über dem globalen Durchschnitt des 20. Jahrhunderts - das besagt der Jahresbericht der US-Klimabehörde. Ursache sei der starke Anstieg der Treibhausgas-Emissionen.

Braunkohlekraftwerk Frimmersdorf: Treibhausgasausstoß ungebrochen Zur Großansicht
AP

Braunkohlekraftwerk Frimmersdorf: Treibhausgasausstoß ungebrochen

Washington - Die Erdatmosphäre erwärmt sich immer weiter, der Ausstoß von Treibhausgasen steigt und steigt. Das ist die Bilanz eines jährlichen Klimaberichts, der jetzt vom National Climatic Data Center (NCDC) der USA vorgestellt wurde. Seit mehr als 25 Jahren liege die globale Temperatur jeden Monat über dem jeweils gemessenen Durchschnittswert im 20. Jahrhundert, erklärten die Autoren der Studie.

"Die Indikatoren zeigen eindeutig, dass die Welt sich weiter erwärmt", sagte NCDC-Direktor Thomas Karl. Die Menge an Kohlendioxid in der Atmosphäre habe 2010 um 2,6 ppm (Teile pro Million) zugenommen. Das sei mehr als der durchschnittliche jährliche Anstieg des CO2-Ausstoßes zwischen 1980 und 2010. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur hat der Ausstoß an klimaschädlichen Treibhausgasen im vergangenen Jahr ein Rekordhoch erreicht.

Es sei sehr wahrscheinlich, dass große Klimaveränderungen wie zunehmende Feuchtigkeit in der Atmosphäre und höhere Temperaturen "viele verschiedene Arten von Extremereignissen beeinflusst haben" und dies auch weiterhin tun würden, sagte Karl. Zu solchen Ereignissen zählten heftige Regenfälle, Überschwemmungen, Hitzewellen und Dürren. In einer kürzlich erschienenden Studie glaubten Forscher erstmals beweisen zu können, dass der vom Menschen mitverursachte Klimawandel extremen Regen befördert.

Laut dem Klimabericht, an dem 368 Wissenschaftler aus 45 Ländern beteiligt waren, teilen sich 2010 und 2005 den Spitzenplatz als bislang wärmstes Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Dies gehe aus Studien der US-Raumfahrtbehörde Nasa und der amerikanischen Wetter- und Ozeanographiebehörde (NOAA) hervor.

Die Eisschicht Grönlands ist im vergangenen Jahr stärker zurückgegangen als in jedem anderen des letzten Jahrzehnts, sagte Karl. Studien zeigen, dass vermehrt Eis ins Meer stürzt. Die Arktis verändere sich schneller als der Großteil des Rests der Welt, sagte der Wissenschaftler Walt Meier von der University of Colorado. Neue Satellitendaten zeigen den Schwund des Sommereises.

boj/dapd

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insgesamt 614 Beiträge
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1. Grrrrr
blaudistel 29.06.2011
die wievielte Wiederholung ist das?
2. Wiederholungen
n4u 29.06.2011
Schlechte Nachrichten hört man halt nicht so gerne. Aber es hilft auch nicht wenn man den Überbringer der Nachricht tötet. ;-)
3. -
franko_potente 29.06.2011
Zitat von sysopDie globale Lufttemperatur kennt nur eine Richtung: nach oben. In jedem Monat der letzten 25 Jahre lag sie über dem globalen Durchschnitt*des 20. Jahrhunderts*- das besagt*der Jahresbericht der*US-Klimabehörde. Ursache sei der starke Anstieg der Treibhausgas-Emissionen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,771386,00.html
Heiß es nciht letztens, Das CO² ist es nicht, sondern ein anderer Umstand?
4. nicht oft genug
bambus 29.06.2011
Es kann nicht oft genug wiederholt werden weil es immer noch genügend Leute gibt, die es entweder aus Dummheit oder aus egoistischen Motiven (oder beidem) heraus nicht wahrhaben wollen. Sie werden hier schon bald auftauchen...
5. Extremer Regen?
Moralinsaurer 29.06.2011
Ich kenne hierum nur Trockenheit...(extremer) Regen wäre ein Segen... Alle verlogen.
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