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Chesapeake Bay: Geologen entdecken Urmeergestein unter USA

Bohrung in der Chesapeake Bay: 150 Flüsse und Bäche Zur Großansicht
David Powars

Bohrung in der Chesapeake Bay: 150 Flüsse und Bäche

Überraschende Entdeckung bei einer Bohrung an der Ostküste der USA: In rund 400 Meter Tiefe stießen Geologen auf Spuren eines Urozeans.

Unter dem Grund der Chesapeake Bay vor der Ostküste des nordamerikanischen Kontinents lagern einer neuen Studie zufolge eingeschlossene Reste des Urmeers. Die hundert bis 145 Millionen Jahre alten Überbleibsel seien vermutlich durch einen Asteroiden- oder Meteoriteneinschlag konserviert worden, schreiben Geologen im Wissenschaftsmagazin "Nature".

Die Chesapeake Bay ist aus dem Weltraum als gigantisches Mündungsdelta erkennbar, über das mehr als 150 Flüsse und Bäche in den Atlantik fließen. Etwa 300 bis 500 Meter unter ihrem Meeresgrund liegt ein durch Bodenablagerungen verdeckter Riesenkrater mit einem Umfang von 85 Kilometern. Dieser entstand vor rund 35 Millionen Jahren beim Einschlag eines massiven Himmelskörpers und wurde erst in den neunziger Jahren entdeckt.

Von den Forschern untersuchte Wasserproben aus den Tiefenbohrungen wiesen einen erhöhten Salzgehalt von 70 Promille auf - eine doppelt so hohe Konzentration wie in heutigen Ozeanen üblich. Das von dem Geologen Ward Sanford angeführte Forscherteam nimmt an, dass Wasser aus dem Urmeer - dem Nordatlantik der Oberen Kreidezeit - schon vor dem Einschlag im Sedimentgestein der Region lagerte und sich danach im Krater sammelte, wo es bis heute unter Verschluss blieb.

boj/AFP

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