Unterwegs mit Fußfessel Tierschützer suchen Weißkopfseeadler

Ein Weißkopfseeadler in den USA wurde mit einer Falle an seinen Krallen gesichtet. Lange dürfte er so nicht überleben, Tierschützer rufen zur Suche auf.

Weißkopfseeadler mit Fußfalle
Susan Boardman/AP

Weißkopfseeadler mit Fußfalle


Ein Weißkopfseeadler ist im amerikanischen Bundesstaat Pennsylvania in eine Fußfalle getappt, die sich in seinen Krallen verfing. Dem Tier gelang es weiterzufliegen, doch Tierschützer sorgen sich um sein Überleben. Eine Fotografin hatte den Adler mit der Falle entdeckt.

"Es brach mir das Herz, ihn so zu sehen", sagte die Fotografin Susan Boardman der Nachrichtenagentur AP. Sie habe ihn zehn Minuten lang am Boden beobachtet, ehe er es schaffte, loszufliegen. "Auf diese Weise kann er weder jagen noch hoch genug fliegen, um Gefahren zu vermeiden. Ohne Hilfe wird er wahrscheinlich sterben." Außerdem bestehe die Gefahr, dass die Kralle sich entzündet. Adler brauchen ihre Krallen, um zu jagen, zu fressen und um sich zu verteidigen.

Die staatliche Wildtierkommission wies darauf hin, dass Fußfallen nicht in offenem Gelände aufgestellt werden dürfen, wo Köder aus der Luft erspäht werden könnten. Zudem müssten alle Fallen mit dem Namen des Aufstellers versehen sein.

Als Wappentier der Vereinigten Staaten steht der Weißkopfseeadler heutzutage unter besonderem Schutz. Die meisten Exemplare leben im Bundesstaat Alaska sowie an der Ost- und Westküste und halten sich an Flüssen und Gewässern auf. Die Adler ernähren sich vorwiegend von Fischen und Wasservögeln. Im Schnitt wird ein Weißkopfseeadler in freier Wildbahn etwa 20 Jahre alt.

mja/AP



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