Lichtblitz über Murmansk Video zeigt grellen Himmelskörper

Ein greller Blitz, und plötzlich war die Nacht hell: Über Russland ist am frühen Samstagmorgen offenbar ein kosmischer Flugkörper gesichtet worden. Auch in Deutschland wird ein Schauspiel am Himmel erwartet.

YouTube/ 9plus0

Murmansk - Ein leuchtendes Objekt schießt über den Nachthimmel und blitzt plötzlich explosionsartig auf: In der Nacht auf Samstag war über der russischen Stadt Murmansk offenbar der Flug eines Meteoriten zu beobachten.

Dieses Video, das mit einer Autokamera aufgenommen wurde, zeigt das Schauspiel:

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Laut einem Bericht des Fernsehsenders Russia Today gibt es jedoch noch keine offizielle Bestätigung, dass es sich tatsächlich um einen Meteoriten handelt und ob er auf der Erde einschlug. Berichte über Verletzte in Zusammenhang mit dem Ereignis habe es bislang nicht gegeben.

Im Februar 2013 erlitten bei einem Meteoritenhagel in der russischen Region Tscheljabinsk im Ural Hunderte Menschen Verletzungen, eine Explosionswelle ließ Fenster zerbersten und sogar eine Fabrik einstürzen.

Die Nacht der Sternschnuppen

Möglicherweise hängt das nun in Murmansk aufgetretene Phänomen mit dem sogenannten Lyriden-Schauer zusammen. Bei diesem jährlich wiederkehrenden Schauspiel sind zahlreiche Meteoriten zu beobachten - normalerweise aber nur als kurze Sternschnuppen. Meteoriten sind kleine Gesteinsbröckchen, die beim Eindringen in die Erdatmosphäre verglühen.

Die Lyriden stammen vom Schweif des Kometen Thatcher. Namensgebend ist das Sternbild Leier, von dem die Schnuppen auszuströmen scheinen. Bereits vor mehr als 2000 Jahren haben chinesische Naturkundler von den Sternschnuppen im April berichtet.

Über Deutschland tauchen die Lyriden in der Nacht zum Mittwoch auf. "Sie dürften vom 22. auf 23. April nach Mitternacht im Osten zu sehen sein", sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) in Heppenheim, Otto Guthier. "Mit maximal 18 Sternschnuppen pro Stunde gehören die Lyriden zu den mengenmäßig eher schwächeren Meteorströmen."

Voraussichtlich seien sie mit dem bloßem Auge zu erkennen. Allerdings bereite der Halbmond Probleme. Wegen seiner Helligkeit seien die Lyriden schlechter zu sehen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts ist es fraglich, ob das Wetter mitspielt. "Die Chancen stehen 50 zu 50", sagte Sprecher Andreas Friedrich.

Andere Sternschnuppen treten deutlich häufiger auf als die Lyriden. So etwa die Geminiden im Dezember. Sie huschen bis zu 120-mal in der Stunde über das nachtdunkle Firmament. Ihre Häufigkeit ist mit der der Perseiden im August vergleichbar, die mit bis zu 100 Lichtblitzen in der Stunde auftreten.

cst/dpa

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insgesamt 46 Beiträge
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Seite 1
tailspin 19.04.2014
1. Begegnung der 3. Art
Ich habe es schon immer geahnt, und gelange allmaehlich zur Gewissheit: Sie sind unter uns.
Das Pferd 19.04.2014
2. 45678
Popcorn! Mal sehen wie lange es dauert, bis jemand fragt, warum bei den Russen so häufig. Und unter den 50 ersten Posts gibt es was mit Atom, bin ich mir sicher.
dv8 19.04.2014
3. ähh....
...der videolink füht direkt zur allgemeinen youtube seite!
lutscherwegnehmer 19.04.2014
4. Video nicht mehr verfügbar
Das Vid ist schon weg... Das waren garantirt die Aliens!!! Die wollen damit ihr kommen tarnen - weniger Augenzeugen, damit wir unvorbereitet sind!!!
sikasuu 19.04.2014
5. ETs Geschwister?
Zitat von tailspinIch habe es schon immer geahnt, und gelange allmaehlich zur Gewissheit: Sie sind unter uns.
. Mit dem Landen haben die aber noch Probleme! Können die Ihre Flugschüler nicht auf einem anderen Planeten ausbilden :-) . Bis jetzt waren das immer Abstürze:-)
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