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18. Februar 2013, 15:39 Uhr

Lebenswichtige Symbiose

Pflanzen überleben Rekordtemperaturen

Manchmal können Viren und Pilze auch ein Segen sein: Einige Pflanzen überleben dank des Befalls extreme Hitze und Kälte, wie Biologen entdeckten. Ohne ihre Symbionten gingen die Pflanzen ein - das zeigten Analysen von Gräsern des Yellowstone-Nationalparks.

Boston - Viren und Pilze sind nicht immer schädlich für Pflanzen, sondern können diese Forschern zufolge sogar wetterfest machen. Einige Pflanzen halten nach dem Befall mit Pilzen und Viren extreme Hitze oder Kälte aus, sagte die US-Forscherin Marilyn Roossinck auf dem Jahreskongress des US-Wissenschaftsverbands AAAS. Diese extremen Klimabedingungen würden die Pflanzen sonst eingehen lassen.

Gemeinsam mit ihrem Team hat die an der Pennsylvania State University forschende Biologin beispielsweise Pflanzen im Yellowstone-Nationalpark im Nordwesten der USA untersucht, wo der vulkanische Boden sehr heiß werden kann. Die Wissenschaftler entdeckten, dass alle Proben einer bestimmten Gras-Sorte von einem Pilz befallen waren, der wiederum mit einem Virus infiziert war.

Das Forscher-Team trennte Pilz und Pflanze und befreite den Pilz von dem Virus. Wenig später gingen sowohl Pilz als auch Pflanze bei den herrschenden Temperaturen von mehr als 50 Grad Celsius ein. Als die Forscher die Verbindung aus Pflanze, Pilz und Virus wieder hergestellt hatten, konnten alle Komponenten die Temperaturen überleben. "Das Virus ist absolut notwendig für die Fähigkeit, der Hitze zu widerstehen", sagte Roossinck.

Wie das Virus die Pflanze aber genau wetterfest macht, das haben die Forscher noch nicht herausgefunden. Weitere Untersuchungen könnten möglicherweise in der Zukunft dazu beitragen, Pflanzen auf natürlichem Weg ohne Chemikalien widerstandsfähiger zu machen, sagte Roossinck

nik/dpa

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