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Vulkan: Anak Krakatau bebt Tausende Mal pro Tag

Der Anak Krakatau bereitet Geologen Sorgen: Tausende kleinere Erdbeben pro Tag könnten auf einen bevorstehenden Ausbruch hindeuten. Touristen und Fischer wurden aufgefordert, dem Vulkan fernzubleiben.

Anak Krakatau (November 2007): Tausende vulkanische Beben pro Tag Zur Großansicht
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Anak Krakatau (November 2007): Tausende vulkanische Beben pro Tag

Jakarta - Indonesische Behörden haben Touristen und Fischer aufgefordert, mindestens einen Abstand von zwei Kilometern vom Anak Krakatau einzuhalten. Nachdem die Zahl der Beben am Vulkan in der vergangenen Woche von 200 auf 7200 pro Tag gestiegen sei, habe man die zweithöchste Warnstufe ausgerufen, sagte Gede Suantika vom Zentrum für Vulkanologie am Dienstag. Es bestehe die Sorge, dass eine kräftige Explosion Felsbrocken die Hänge hinab und auch ins Meer schleudern könne.

Der Vulkan in der Sundastraße, rund 80 Kilometer westlich der Hauptstadt Jakarta, wurde von denselben geologischen Kräften geschaffen, die 1883 zum Ausbruch des Krakatau führten. Damals kamen Zehntausende Menschen ums Leben. Der neu entstandene Berg namens Anak Krakatau, Kind des Krakatau, wächst rund fünf Meter im Jahr und ist mittlerweile 400 Meter hoch.

El Hierro bebt weiter

Auch auf der Kanaren-Insel El Hierro rumpelt die Erde weiterhin. Am Montag wurden nach Angaben der Inselverwaltung mehr als 70 Erdbeben registriert. Davon erreichten 13 eine Stärke von mehr als drei. Das heftigste Beben kam auf einen Wert von 3,7. Das spanische Innenministerium wies nach einem Expertentreffen aber darauf hin, dass die Gefahr eines Vulkanausbruchs auf der Insel gering sei.

Es entschied jedoch, die vor gut einer Woche verhängte Warnstufe Gelb aufrechtzuerhalten. Dies bedeutet unter anderem, dass die rund 10.000 Bewohner der Insel auch weiterhin aufgerufen sind, sich über die Medien auf dem Laufenden zu halten und auf mögliche Evakuierungsaktionen vorbereitet zu sein.

Nach Angaben des Ministeriums haben die Epizentren der Beben sich ein wenig nach Süden in den Atlantik verlagert. Daher seien die Erdstöße auf der Insel weniger zu spüren. Am Sonntag hatte die Aktivität vorübergehend merklich nachgelassen, nahm in der Nacht zum Montag aber wieder zu. Auch am Dienstag rumpelte die Erde merklich. Seit Beginn der Serie vor drei Monaten wurden fast 9000 Beben auf El Hierro registriert. Sie erreichten eine Stärke von bis zu 3,8 und gelten als ein Vorzeichen für einen möglichen Vulkanausbruch.

mbe/dapd/dpa

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