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Eruption des Calbuco: Tausende flüchten vor Vulkanausbruch in Chile

Im Süden Chiles ist der Vulkan Calbuco ausgebrochen. Sein Krater stößt eine gewaltige Rauch- und Aschewolke aus. Die Behörden haben alle Menschen in 20 Kilometern Umkreis in Sicherheit gebracht.

42 Jahre lang war der Calbuco ruhig, nun ist der Vulkan in Südchile ausgebrochen. Nach mehreren Explosionen hat sich eine Rauch- und Aschewolke gebildet, die noch in mehr als 50 Kilometern Entfernung gesehen werden konnte.

Chiles Innenminister Rodrigo Peñalillo hat die Evakuierung aller Menschen im Umkreis von 20 Kilometern um den Krater angeordnet. Die ersten 1500 Menschen aus der 15 Kilometer entfernten Ortschaft Ensenada wurden in Sicherheit gebracht.

"Weil die Aschesäule so hoch ist, besteht die Gefahr, dass sie unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbricht und dadurch ein pyroklastischer Strom entsteht", sagte der Geologe Gabriel Orozco im chilenischen Fernsehen. Ein pyroklastischer Strom ist eine extrem heiße Mischung aus Gas und Feststoffen, die mit bis zu 300 km/h zur Erde stürzen kann.

Die 240.000 Einwohner zählende Stadt Puerto Montt liegt 50 Kilometer westlich des Vulkans. Der dortige Flughafen wurde geschlossen. Die Hauptstadt Santiago de Chile ist mehr als tausend Kilometer entfernt.

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Ausbruch von Vulkan Calbuco: Gefährlich schönes Spektakel
Die Behörden traf der Ausbruch unvorbereitet. "Das ist eine Überraschung für uns", sagte der lokale Notfallkoordinator Alejandro Verges. Der 2003 Meter hohe Calbuco werde nicht besonders überwacht - dabei gilt er als einer der drei potenziell gefährlichsten Vulkane Chiles. Insgesamt gibt es in dem südamerikanischen Land 90 aktive Vulkane.

syd/dpa/Reuters/AP

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