Satellitenbild der Woche Dieser Vulkan brodelt seit 1983 - nonstop

Nur wenige Vulkane auf der Erde sind so aktiv wie der Kilauea auf Hawaii. Satellitenbilder zeigen, wie sich in den vergangenen Wochen Lava durch grüne Landschaft brannte.

Esa


Der Kilauea auf Hawaiis Insel Big Island kommt nicht zur Ruhe. Der Schildvulkan ist einer der aktivsten Vulkane der Erde. Er brodelt seit 1983 - mal stärker, mal schwächer. Anfang Mai 2018 bildeten sich in einem bewohnten Gebiet neue Spalten im Boden, aus denen Lava floss. Um ein Gefühl für das Ausmaß des Vulkans zu bekommen: Die Orte verschiedener Ausbrüche liegen Dutzende Kilometer voneinander entfernt.

Die Eruptionen waren so heftig, dass sie mehrere Erdbeben auslösten. Zwei Menschen starben, 600 Häuser wurden zerstört und zehntausend Bewohner vorsorglich gebeten, ihr Haus zu verlassen. Der Nationalpark, in dem der Vulkan liegt, wurde geschlossen.

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Satellitenbild der Woche: Schnappschüsse aus dem All

Die heißen Lavamassen breiten sich auf unterschiedlichen Wegen Richtung Pazifik aus und erzeugen beim Zusammentreffen mit dem Meerwasser reichlich Wasserdampf. Das zeigen auch Aufnahmen des Esa-Erdbeobachtungssatelliten Sentinel-2 vom 23. Mai sowie vom 7. und 12. Juni 2018.

Während die Lava am 23. Mai noch Richtung Südosten in den Ozean floss, bewegte sie sich im Juni nach Nordosten. Auf den Juni-Bildern ist trotzdem noch zu erkennen, wo der Strom einst langfloss. An der Stelle wächst kein Grün.

Lava auf 800 Hektar Land

Laut offiziellen Angaben sind seit Mai über 22 neue Risse im Untergrund entstanden, die Lava hat sich über 800 Hektar Land ausgebreitet. Dabei war es Glück im Unglück für die Bewohner der betroffenen Region, dass sich die Lava vergleichsweise langsam ausbreitet. So bleibt genug Zeit, sich in Sicherheit zu bringen.

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Faszinierende Satellitenbilder: A,B,C - Das Alphabet der Erde

Dennoch gilt der Ausbruch als zerstörerischste Eruption in den USA seit dem Ausbruch von Mount St. Helens im Jahr 1980. Auch damals kam es zu mehreren Erdbeben. Außerdem trat explosionsartig Dampf aus Rissen, die sich auf den Nordhängen des Berges gebildet hatten. Die Aschewolke verteilte sich über elf Bundesstaaten. 57 Menschen starben, darunter ein Vulkanologe sowie Camper und Wanderer, die in der Region unterwegs waren.

Video: Hawaii aus der Luft

Off The Fence

jme

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