Sinabung in Indonesien 6000 Menschen nach Vulkanausbruch evakuiert

Nach nur drei Jahren Ruhe spuckt der Sinabung in Indonesien wieder Asche und Gestein. Tausende Menschen mussten sich in Sicherheit bringen.

DPA

Indonesien liegt im sogenannten pazifischen Feuerring, wo verschiedene Kontinentalplatten aufeinanderstoßen. Erdbeben und auch Vulkane zeugen von den gewaltigen Prozessen in der Tiefe.

Der Sinabung galt lange als einer der vergleichsweise harmlosen Feuerberge des pazifischen Inselstaates. Doch 2010 brach der Vulkan aus. Und nun hat er nach einer Ruhephase wieder Asche und Gestein gespuckt.

Mehrere nahe gelegene Dörfer wurden evakuiert. Fast 6000 Menschen, die in weniger als drei Kilometern Entfernung zum Vulkan leben, mussten ihre Häuser verlassen. Mehrere große Hallen stehen als Notunterkünfte zur Verfügung. Nach Angaben der Behörden gab es keine Verletzten und bislang auch keine Schäden.

Der rund 2600 Meter hohe Vulkan im Norden Sumatras war am Sonntagmorgen ausgebrochen. Auch am Montag stiegen dicke Rauchwolken vom Sinabung aus Richtung Osten. Die Behörden warnten, dass weitere Eruptionen bevorstehen könnten.

Als der Sinabung im August 2010 ausbrach, mussten 30.000 Menschen das Gebiet um den Vulkan verlassen. Zwei Menschen starben.

Im vergangenen Monat waren bei der Eruption des Vulkans Rokatenda auf der kleinen Insel Palue fünf Menschen ums Leben gekommen. Bei mehreren heftigen Ausbrüchen des Merapi auf der Insel Java starben im Jahr 2010 mehr als 350 Menschen.

wbr/AP/AFP



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