Lava-Inferno auf Galapagosinseln Der glühende Wolf

Der Vulkan Wolf auf den Galapagosinseln ist ausgebrochen. Lavamassen wälzen sich herab, eine 15 Kilometer hohe Aschewolke steigt auf. Für seltene Tiere könnte es bedrohlich werden.

REUTERS/ Galapagos National Park/ Diego Peredes

33 Jahre hatte der Berg geschlafen, jetzt ist er wieder explodiert: Der Vulkan Wolf auf der Galapagosinsel Isabela hat 15 Kilometer hohe Aschewolken ausgestoßen. Lava ergießt sich aus einer Spalte über den südöstlichen Berghang. Gefahren für Einwohner oder Touristen bestehen nach Angaben von Behördenvertretern derzeit nicht.

Der 1707 Meter hohe Vulkan gefährdet vor allem die Tierwelt: Auf seinem Nordwesthang lebt die weltweit einzige Kolonie der Rosada-Drusenköpfe (Conolophus marthae), der rosafarbenen Landleguane der Galapagosinseln. Auch gelbe Leguane und Riesenschildkröten (Chelonoidis becky) leben auf dem nördlichen Vulkanhang. Sie seien von der Eruption bislang nicht gefährdet, erklärten die Behörden des Nationalparks. Ausbrüche in andere Richtungen indes könnten bedrohlich werden.

Die Galapagosinseln, die etwa tausend Kilometer vor der Küste Südamerikas im Pazifik liegen, wurden 1978 von der Unesco zum Weltnaturerbe erklärt. Viele Tier- und Pflanzenarten kommen weltweit nur dort vor. Der Vulkan Wolf bildet den höchsten Gipfel des Archipels, er war zuletzt 1982 ausgebrochen. Sein Name stammt von dem deutschen Naturforscher Theodor Wolf, der Ende des 19. Jahrhunderts auf den Galapagosinseln gearbeitet hat.

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boj/dpa/AFP

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