Vulkanausbruch: US-Behörde warnt vor Aschewolke über Alaska

Auf einer Insel vor Alaska ist ein Vulkan ausgebrochen und hat eine Aschewolke mehr als 4500 Meter hoch in die Atmosphäre geblasen. Die US-Regierung warnt vor Störungen des Flugverkehrs. 

Vulkan Cleveland: Dampfender Feuerberg Fotos
REUTERS

Anchorage - Die USA haben wegen einer Aschewolke eine Warnung für den Flugverkehr über Alaska herausgegeben. Die vom Vulkan Cleveland ausgespuckten Partikel hätten inzwischen eine Höhe von mehr als 4500 Metern erreicht, teilte das Alaska Volcano Observatory mit. Weitere Explosionen könnten die Wolke noch vergrößern.

Über den Vulkan führen Flugrouten zwischen Asien und Nordamerika. Der Feuerberg liegt auf einer unbewohnten Insel der Aleuten etwa 1500 Kilometer südwestlich von Anchorage und spuckt seit seinem Ausbruch am Donnerstag massiv Lava und Gas aus. Er gehört zu den aktivsten unter den rund 90 Vulkanen Alaskas.

Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Vulkan Flugzeuge zwingt, Umwege in Kauf zu nehmen oder gar am Boden zu bleiben. 2010 etwa brachte der Ausbruch des Eyjafjallajökulls in Island den Flugverkehr in Europa tagelang zum Erliegen. Im Mai 2011 hatte ein Ausbruch des isländischen Feuerbergs Grímsvötn ähnliche Folgen.

John Power von der amerikanischen Geologiebehörde USGS sprach zwar von einer "kleinen Explosion" und sagte, dass derzeit noch keine größeren Störungen des Flugverkehrs abzusehen seien. Dennoch wurde die Warnstufe von Gelb auf Orange erhöht.

Im September hatte die USGS gewarnt, dass eine Lavakuppel wie ein Deckel auf der Magmakammer des Cleveland liege. Ab einer gewissen Größe kann eine solche Kuppel instabil werden, kollabieren und eine Magmaexplosion auslösen. Laut Power haben Radaraufnahmen gezeigt, dass die Kuppel des Cleveland bereits gerissen sei.

Die letzte größere Eruption des Cleveland ereignete sich 2001. Seitdem kam es jedes Jahr zu erhöhter Aktivität - und der Vulkan ist immer für eine Überraschung gut. "Leider ist der Cleveland weit abgelegen", sagte Power. "Deshalb haben wir dort keine Messinstrumente am Boden und sind auf Satellitenbilder angewiesen."

mbe/dpa/AP

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