Brände in Kalifornien Stress mit Santa Ana

Derzeit wüten Waldbrände im US-Bundesstaat Kalifornien. Bilder von der Internationalen Raumstation ISS zeigen deutlich, was der Feuerwehr die größten Probleme bereitet.

Nasa-Foto von Südkalifornien
NASA/ RANDY BRESNIK/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Nasa-Foto von Südkalifornien


Der amerikanische Bundesstaat Kalifornien hat es in diesem Jahr nicht leicht. Schon wieder wüten in der Region an der US-Westküste gefährliche Waldbrände . Zehntausende Menschen mussten aus ihren Häusern fliehen, Hunderte Schulen sind geschlossen und viele Häuser wurden zerstört. In Südkalifornien kämpft die Feuerwehr mittlerweile gegen sechs größere Waldbrände.

Wie verheerend die Brände sind, zeigt sich besonders deutlich von oben. Diese Aufnahme hat die Nasa zur Verfügung gestellt, sie wurde von Bord der Internationalen Raumstation (ISS) gemacht. Genauer: Astronaut Randy Bresnik, Kommandant der derzeit laufenden Expedition 53, hat sie vom Aussichtspunkt der ISS aus in der 400 Kilometer hohen Erdumlaufbahn geknipst.

Das Bild zeigt sehr deutlich, wie die derzeitigen Umweltbedingungen die Situation noch verschärfen. Denn die stürmischen Santa-Ana-Winde sorgen dafür, dass immer neue Brände angefacht werden, zudem begünstigt eine große Dürre die Entstehung. "Das Feuer breitet sich gefährlich schnell aus, tausend Gebäude sind davon bedroht", schrieb die Feuerwehr von San Diego auf Twitter.

Starke Winde fachen das Feuer an
REUTERS/ AstroKomrade/ NASA

Starke Winde fachen das Feuer an

Am schlimmsten wüteten die Flammen im Bezirk Ventura County, nordwestlich von Los Angeles, wo seit dem Ausbruch der Feuer am Montag nun bereits eine Fläche von mehr als 380 Quadratkilometern abbrannte. Zehntausende Menschen wurden dort aus ihren Häusern vertrieben. In einem der brennenden Gebiete nahe Ojai war eine Frau nach einem Autounfall tot aufgefunden worden. Die Todesursache müsse noch geklärt werden, hieß es.

Auch das Pferdegestüt einer Trainingsfarm für wertvolle Rennpferde brannte ab. Medienberichten zufolge konnten die Besitzer des Trainingscenters wegen der schnell um sich greifenden Flammen die Tiere nur noch aus ihren Gehegen befreien und sich selbst überlassen.

Andernorts konnten die Helfer die Feuersbrunst eindämmen. Ein Buschfeuer am Rand des Promiviertels Bel Air war am Donnerstagabend (Ortszeit) zu 30 Prozent unter Kontrolle, wie die Behörden mitteilten. Sechs Häuser seien abgebrannt, zwölf weitere beschädigt worden, hieß es. Mehrere Tausend Menschen hatten dort ihre Villen räumen müssen. Schaden hat auch ein Weingut des Medienmoguls Rupert Murdoch genommen.

Für die Jahreszeit sei es in der Küstenregion ungewöhnlich trocken, sagte der Klimaforscher Daniel Swain am Donnerstag der "Los Angeles Times". Heißes Sommer- und Herbstwetter hätten die Pflanzendecke völlig ausgedörrt. Die typischen Winterregen seien bisher ausgeblieben. Nach der Vorhersage der Meteorologen muss noch bis Samstag mit starken Böen gerechnet werden.

joe/dpa



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