Meeressäuger Die geheimnisvolle Welt der Wale

Früher wurden Wale gejagt, verteufelt und beinahe ausgerottet - heute gelten sie als Ikonen des Lebensraums Meer. Doch was wissen wir wirklich über sie? Forscher haben zuletzt viele Rätsel gelöst.

AP

Von "natur"-Autorin Katharina Jakob


Abenteuer. Das wollten sie. Das Besondere erleben... Am Ende nahmen sie jedoch mehr mit als nur ein paar Schnappschüsse vom Traumurlaub. Am Ende stand ein Bund fürs Leben.

Mitte der neunziger Jahre flogen Andrea und Wilfried Steffen zum ersten Mal in die östliche Karibik, um mit Walen zu tauchen, genauer gesagt mit Pottwalen. Vor der kleinen Insel Dominica stiegen sie ins Wasser und folgten einer Gruppe dieser Tiere. Minuten später war ihr altes Leben Makulatur. Sie wurden zu Teilzeitforschern aus Leidenschaft.

Denn einer der Wale hatte innegehalten und sich umgedreht. Es war ein Pottwalkalb, gut sieben Meter lang. Es steuerte auf die beiden zu. Im Herannahen stieß es Klicklaute aus, die man im Wasser spüren konnte. "Es fühlte sich an wie das Vibrieren von Bässen aus einer Lautsprecherbox", sagt Andrea Steffen, die sich im Wasser damals nicht zu rühren wagte. Schließlich schwamm das Kalb direkt vor ihr. "Es tastete mich ab mit seinen Klicks, wollte wissen, wer ich bin." Was das Jungtier wahrnehmen konnte, schien ihm zu genügen. Es drehte ab und ließ Andrea Steffen aufgewühlt zurück. Als sie mit ihrem Mann nach oben schwamm, weinte sie. "Das war so emotional, das kann man nicht beschreiben."

Große Teile des Ozeans sind kaum erforscht

Seit dieser Begegnung haben die Steffens ihr Herz an die Wale verloren und ihr Leben neu justiert. Mehrmals im Jahr fliegen sie nach Dominica, wo sie mittlerweile ein Pottwal-Forschungszentrum betreiben, obwohl sie keine Wissenschaftler sind, sondern Steuerberaterin und IT-Fachmann. Doch ihre Beobachtungen und Aufzeichnungen helfen Forschern, mehr Licht in das Leben dieser Art zu bringen. Eigentlich unglaublich, dass derart große Tiere immer noch geheimnisumwittert sind. Noch rätselhafter ist unsere Beziehung zu den Walen. Die Tiere wurden ausgebeutet wie kaum eine andere Spezies. Heute schätzen wir den ideellen Wert der Meeressäuger dagegen über die Maßen.

Da die Bestände aller Arten im Zuge der Jagd fast ausgerottet wurden, findet man die Tiere allerdings selbst heute nur mit großer Mühe. Das erschwert ihre Erforschung. Überdies wandern viele auf Routen, die sich über riesige Gebiete erstrecken. Walkundler müssen deshalb pfiffig sein, um den Tieren auf die Schliche zu kommen.

Wie schwer eine verwertbare Beobachtung selbst schiffsgroßer Exemplare ist, verdeutlicht eine 2012 erstellte Weltkarte. Wissenschaftler der Universitäten Freiburg im Breisgau und St. Andrews in Schottland fassten dafür Studien zusammen, nach denen von 1975 bis 2005 nur in einem Viertel der Meere überhaupt nach Walen und Delfinen geforscht wurde. Der Großteil der Untersuchungen fand außerdem auf der Nordhalbkugel statt, vor den Küsten finanzkräftiger Regionen wie Nordamerika oder Europa. Die südliche Hemisphäre wies mit Ausnahme der Gewässer um die Antarktis riesige weiße Flecken auf. Eine regelmäßige Datenerhebung erfolgte auf gerade mal sechs Prozent der gesamten ozeanischen Fläche.

Um mehr über die Tiere herauszufinden, greifen Forscher mittlerweile auf modernste Technik zurück. Satelliten verfolgen besenderte Orcas und Blauwale. Unterwassermikrofone spüren Buckelwalen in der Antarktis nach.

Erkenntnisgewinn aus Kot und Ohrenschmalz

Neben Technik nutzt der Mensch auch seinen besten Freund, den Hund. Auf eine Seemeile entfernt erschnüffeln die Vierbeiner den Kot der gesuchten Atlantischen Nordkaper. Die Laboranalyse der frischen Hinterlassenschaften verrät Wissenschaftlern, ob beispielsweise trächtige Tiere in der Gegend unterwegs sind. Oder ob sie unter Krankheiten leiden.

Details aus dem Leben der Wale verraten auch andere Ausscheidungen, etwa das Ohrenschmalz. So ließ sich bei einem zwölfjährigen, tot im Meer treibenden Blauwal der 25 Zentimeter lange Ohrenschmalz-Pfropfen lesen wie eine Baumscheibe. Es bilden sich Ablagerungsschichten, die man wie Baumringe einzelnen Jahren zuordnen kann. Anhand des von innen nach außen steigenden Testosterongehaltes im Pfropfen ermittelten die Forscher, dass der Wal mit zehn Jahren geschlechtsreif wurde.

Immer wieder kreuzen Wale auf ihren Wanderungen unsere Wege. Viele folgen seit Urzeiten der groben Regel, den Nachwuchs in warmen Gewässern aufzuziehen und dann wieder in die Kälte zu schwimmen. Dort gibt es einfach mehr zu fressen. Diesen Lebenswandel pflegen auch Minkwale, von denen bis vor kurzem nicht bekannt war, wo sie sich neun Monate im Jahr aufhalten. Im Sommer findet man sie am Great Barrier Reef vor Australien und dann - verschwinden sie spurlos. Erst im vergangenen Jahr wurden mit Ortungsgeräten markierte Tiere erstmals von Schiffen der australischen Marine verfolgt. Erstaunliche 3000 Kilometer legte ein junges Männchen binnen 30 Tagen gen Süden zurück. Die Spur soll weiter verfolgt werden.

Bei der Erforschung des rätselhaften Verhaltens der Riesen zerbröselt immer mal wieder auch ein Stück unseres Selbstverständnisses. Einzigartig ist unsere Spezies mitnichten. Hal Whitehead aus Nova Scotia ist inzwischen davon überzeugt, dass nicht nur Menschen über Kultur verfügen, sondern auch der Wal. Der Biologe von der Dalhousie Universität in Halifax gehört zu den weltweit führenden Pottwal-Experten.

Whitehead stieß vor den Galapagosinseln auf zwei Gruppen von Pottwalen, die seine Theorie von der Kultur der Wale begründeten. Der Forscher definiert Kultur aus Sicht eines Biologen, was bedeutet, "dass Mitglieder einer Population Verhaltensweisen weitergeben, indem sie Informationen austauschen."

Lernen von der Sippe

Bei Pottwalen leben die Geschlechter getrennt. Während heranwachsende Bullen bis ins Südpolarmeer ziehen oder in den Norden hinauf bis nach Island, schließen sich die Kühe mit ihrem Nachwuchs und anderen weiblichen Tieren zu Gruppen zusammen. Sie bleiben in den warmen Regionen und pflegen untereinander ein intensives Sozialverhalten: Sie schützen sich vor Schwertwalattacken, säugen auch die Kälber anderer Kühe und teilen sich das Babysitting, wenn die Mütter in den Tiefen nach Tintenfisch jagen. Diese kleinen Verbände von durchschnittlich zehn Tieren sind Angehörige riesiger Clans, die mehrere tausend Pottwale umfassen können und weiträumige Areale besiedeln.

Was Whitehead vor den Galapagos-Inseln fand, waren zwei Gruppen aus verschiedenen Clans, die denselben Lebensraum miteinander teilten. Damit stieß er auf das, was er eine "multikulturelle Gesellschaft" nennt.

Dem Biologen war aufgefallen, wie unterschiedlich sich die beiden Pottwalgruppen verhielten. Jede hatte ein eigenes Bewegungsmuster: Die eine blieb in der Nähe der Küste, während die andere weit hinausschwamm. Außerdem kommunizierten sie anders. Jeder Verband verwendete eine individuelle Abfolge von Klicklauten - sie hatten also eine Art Dialekt.

Whitehead untersuchte die Erbanlagen der Tiere, da er annahm, so signifikante Verhaltensabweichungen müssten genetisch bedingt sein, doch er fand keine Unterschiede. Ihm blieb als einzige Erklärung, "dass diese Clans sich kulturell herausgebildet haben".

Der Pottwalnachwuchs lernt also die Regeln seiner Sippe, die ihm Mütter, Großmütter und Tanten beibringen. Wo Leben so sehr vom Lernen abhängt, sind Lehrer unverzichtbar. Kommen sie abhanden, kann sich eine Art vielleicht nicht mehr erholen, weil ihr das Know-how zum Überleben fehlt. Whitehead nennt das Beispiel des Atlantischen Nordkapers, der unter dem Walfang mit am stärksten gelitten hat. Wegen der massiven Bejagung gibt es heute nur noch etwa 300 bis 400 Tiere. Diese suchen ihre Nahrung hauptsächlich in einem begrenzten Gebiet, dem Golf von Maine an der Ostküste Nordamerikas. Andere geeignete Jagdgründe scheinen sie nicht anzusteuern, selbst wenn das Futterangebot ihrer Heimatgewässer in manchen Jahren nicht ausreicht. Der kanadische Meeresforscher wertet das als deutlichen Hinweis darauf, "dass ihnen die traditionellen Kenntnisse alternativer Jagdgründe verlorengegangen sein könnten".

Abgucken als findige Überlebensstrategie

Wie sich eine noch lebensfähige Population auf veränderte Umstände einstellen kann, erforschten die schottischen Walexperten Luke Rendell und Jenny Allen. Sie fanden heraus, dass es unter Buckelwalen innovative Geister gibt, die ihre Ideen an Artgenossen weitergeben und so zum Erhalt ihrer Spezies beitragen.

Die Forscher hatten Berichte von Walbeobachtungen aus den Jahren 1980 bis 2007 analysiert und dabei entdeckt, dass Buckelwale offenbar ihre alten Jagdstrategien aufgeben, wenn ihnen ein Artgenosse eine erfolgreichere Vorgehensweise zeigt. 1980 war zum ersten Mal ein Buckelwal bei der Abwandlung der herkömmlichen Methode, dem "bubble-net feeding", beobachtet worden. Dabei ziehen die Tiere ein Netz aus Luftblasen um einen Heringsschwarm, der die darin Eingeschlossenen am Entkommen hindert. Ist das Netz fertig, stoßen sie mit geöffnetem Maul hinein. 1980 jedoch war ein schlechtes Heringsjahr im Golf von Maine, auch bei Buckelwalen ein beliebter Jagdgrund. Sie zogen südwärts und fanden im neuen Revier Sandaale statt Heringen vor. Doch die sprangen einfach wieder aus dem Blasennetz hinaus. Da zeigte ein findiger Wal etwas Neues: Bevor er abtauchte, schlug er mit der Schwanzflosse ein paar Mal aufs Wasser. Das musste die Aale irritiert haben, denn nun ballten sie sich zu einem dichten Schwarm zusammen und ließen sich einsammeln wie ehemals die Heringe.

Im Lauf der Jahre verlegten sich gemäß der Studie fast 40 Prozent der Wale auf die neue Technik des "lobtail feeding". Und die Wissenschaftler zogen ein bemerkenswertes Fazit: "Diese Erkenntnisse stützen die Annahme, dass Waltiere einen Höhepunkt in der Evolution nichtmenschlicher Kultur darstellen, unabhängig von den Primaten."

Jahrhundertelang waren Wale für uns Selbstbedienungsläden, doch ab den dreißiger Jahren wurde deutlich, dass die exzessive Jagd sie auszurotten drohte. Zeitgleich mit dem Rückgang der Bestände stieg das wissenschaftliche Interesse am lebenden Tier. Als der Mensch begann, Wale lediglich zu beobachten statt sie zu bejagen, entdeckte er erstaunliche Dinge: ein komplexes Sozialverhalten, unglaubliche Leistungen wie die der Pottwale, die bis 3000 Meter tief tauchen, die Fähigkeit der Blauwale, über Hunderte von Kilometern zu kommunizieren. Man stieß auf die Gesänge der Buckelwale, die eine breite Öffentlichkeit in ihren Bann zogen, und zwar so sehr, dass sie schließlich auf Schallplatten gepresst wurden.

Die Stimmung schlug endgültig um, als die Umweltorganisation Greenpeace 1975 Filme von der blutigen Grausamkeit des Walfangs zeigte. Das passte nicht zusammen: auf der einen Seite die anrührenden Walgesänge, auf der anderen das kalte Abschlachten eines Tieres.

Trotz unseres gewandelten Verhältnisses ist das Überleben der Meeressäuger fraglich. Manche Arten haben sich vom großen Schlachten noch nicht erholt, stattdessen sind neue Bedrohungen hinzugekommen: Jährlich verenden bis zu 300.000 Wale und Delfine in Schleppnetzen und an Langleinen der Fischindustrie. Zu Kleinstteilen zerriebener Plastikmüll landet in ihren Mägen, und Kollisionen mit Schiffen verletzen sie schwer oder töten sie. Die Bedrohungen der verbliebenen Walpopulationen sind vielfältig. Sogar grüne Windenergie kann sich als Störfaktor entpuppen, wenn Offshore-Anlagen installiert werden.

Fluch und Segen zugleich: Whale Watching

Obwohl gut gemeint, kann noch eine weitere menschliche Aktivität dem Wal schaden: zu intensiv betriebenes Whale Watching. Eine Erkenntnis, die auch bei den Pottwalen auf Dominica zu beobachten war. Die Steffens hatten begonnen, sich mit Walforschern auszutauschen. Es ging vor allem um eine kleine Pottwalgruppe, die sich überwiegend vor der Insel aufhielt und "Group of Seven" genannt wurde. 2006 kam einer von Hal Whiteheads Doktoranden zu ihnen, der über einen Zeitraum von sieben Jahren das Sozialverhalten der Gruppe studierte. Quasi nebenbei fand er gemeinsam mit den Steffens heraus, dass einige Tiere auf Whale-Watching reagierten - sie schienen sich gestört zu fühlen. "Wir beobachteten, dass die Tiere, sobald Boote anwesend waren, die Intervalle ihres Auftauchens und die Muster ihrer Klicklaute veränderten", so Andrea Steffen.

Es ist Fluch und Segen zugleich: Whale Watching behelligt die Tiere, und doch ist es ein Schlüsselmoment für den Walschutz und eine wichtige Facette der Forschung. Ein so riesiges Tier in Freiheit zu erleben, packt jeden Beobachter. Letztendlich hat der Charme der Wale auch Andrea und Wilfried Steffen eingefangen. Dadurch haben sie viel für die Wissenschaft getan, und manches davon brachte sie fast an ihre Grenzen. Wer steht schon gerne im Dunst eines vergammelnden Wales?

Im Jahr 2000 strandete nämlich ein Pottwal an der dominikanischen Küste. Zunächst wurde der Kadaver von den Insulanern vergraben. Als die Steffens von der Strandung erfuhren, flogen sie nach Dominica und gruben den Wal wieder aus. Sie sahen für sich die einmalige Chance, ein vollständiges Walskelett zusammenzusetzen. In riesigen Plastikbottichen reinigten sie die Knochen mit Waschlauge, trockneten sie, reinigten sie wieder und ließen sie in der Sonne bleichen.

Die Gebeine zusammenzusetzen dauerte Jahre - es war, als läge vor ihnen ein Puzzle aus abertausend Teilen. Doch endlich war es so weit: Die Steffens hatten ein Pottwalskelett. Es bildet heute den Mittelpunkt ihres Forschungszentrums.

Wo der Wal bläst
Wale und Delfine sind am eindrucksvollsten in ihrem eigenen Lebensraum. Und geführte Touren, das Whale Watching, sind der beste Weg dahin. Weltweit gibt es rund 500 Plätze, an denen man Wale sehen kann. Doch dabei gilt es ein paar Grundregeln zu beachten, um die Tiere nicht zu beunruhigen oder gar zu verletzen:
  • Langsamkeit: Die Bootsgeschwindigkeit sollte niemals mehr als zwei Knoten schneller sein als die der Wale.
    Abstand: Wenigstens 50 Meter sollten zwischen dem Boot und den Tieren liegen; bei gebärenden Walen sogar 500 Meter!
    Beobachtungszeit: Nie mehr als 30 Minuten am Stück. Mehrere Boote müssen sich die Zeit aufteilen.
    Berühren: Ist verboten!
    Lärm: Laute Geräusche oder gar Sonar sollten unterbleiben.
    Jungtiere: Niemals darf das Boot zwischen Mutter und Nachwuchs fahren.
  • Das ist das mindeste Maß an Rücksicht, das die Skipper einhalten sollten. In Deutschland kann man vom Sylter Strand aus Schweinswale sehen.

    Buchtipp: Andrea und Wilfried Steffen: Wale hautnah. Verlag Naglschmid; 167 Seiten; 24,90 Euro.

  • Buch bei Amazon bestellen
  • Internetseite der Whale and Dolphin Conservation Society
Dieser Artikel stammt aus "natur" 03/2014, dem Magazin für Natur, Umwelt, nachhaltiges Leben.



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insgesamt 7 Beiträge
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Seite 1
50penny 01.03.2014
1.
Wie sollten Boote eigentlich reagieren, wenn ein nuegieriger Wal diesen seltsamen Fisch mal unter Betrachtung nehmen will?
skoodge 01.03.2014
2. Schade
dass nicht mehr Menschen die Möglichkeit haben und/oder nutzen, um Tiere besser kennen zu lernen und herauszufinden wie toll, intelligent und ähnlich sie uns sind... dann gäbe es keine Unterstützung mehr für so grausame Praktiken wie Massentierhaltung oder Ideen von Zurückgebliebenen wie deren Recht auf billiges Fleisch...
aquarelle 01.03.2014
3. Ganz einfach
Zitat von 50pennyWie sollten Boote eigentlich reagieren, wenn ein nuegieriger Wal diesen seltsamen Fisch mal unter Betrachtung nehmen will?
Motor aus und keine lauten Geräusche machen wie zb. Herumgeschreie, Pfeifen etc. Normalerweise sollte man aber zu den Tieren so einen großen Abstand halten, dass es nur selten zu solchen Annäherungen kommt. Zudem verlieren Wale, die regelmäßig 'besucht' werden, mit der Zeit ihre Neugier.
Lagenorhynchus 01.03.2014
4. Überfischung
Eines der wesentlichsten Probleme für Walbestände ist die Überfischung, sowie in der Arktis insbesondere auch die Anreicherung von radioaktiven Substanzen über die nahrungskette. Der böse Walfänger als tödliche Bedrohung für Walbestände hat ausgedient, wird aber immer noch in den Medien seines Symbolwertes wegen diskutiert. Und das alljährliche antarktische Medienspektakel krawalliger Tierschürtzer versus sturer japanischer Walfänger von "wer hat jetzt wieder wen gerammt" oder "der hat mir mein Spielzeug geklaut" ist allmählich nur noch peinlich. Genauso die Nummer mit den Windkraftanlagen, bei denen beim Bau Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden müssen (Schalldruck nur über mehrere Tage sukzessive hochfahren, Blasenvorhänge) aber die ansonsten nun wirklich harmlos sind. Aber gute Einkommensquellen für arbeitslose Biologen bilden. Im "Schweinswalschutzgebiet" vor Sylt ist strengstens reguliert, dass sich ja keine Yacht unbotmäßig den Walen nähert. Aber gefischt wird da weiterhin. Medienoptimierte Schutzstrategie des geringsten Widerstandes eben...
md57 01.03.2014
5. Taiji
Wieso sprecht ihr von "Früher" ? Schaut euch mal die aktuellen Bilder von Seasheperd auf Facebook an. Das Schlachten geht weiter...aber wen interessierts?
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