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Warmwasser-Blase vor USA: Der Fleck ist weg

Monatelang hatte sich eine riesige Blase warmen Wassers vor Kalifornien festgesetzt. Sie ließ Tiere sterben und brachte Unwetter. Jetzt ist sie verschwunden.

Pazifikküste der USA

Das Meer vor Kalifornien ist abgekühlt (links: Juli 2015, rechts: Januar 2016).
Abweichung der Oberflächentemperaturen von der normalen Temperatur zwischen -5° C (Dunkelblau) und +5° C (Dunkelrot).

Der Fleck war eine Plage. Erst starb das Plankton, dann kleine Meerestiere und Fische. Bald brachte die schwüle Luft, die aus der Warmwasser-Lache verdunstet war, auch noch Unwetter nach Kalifornien.

Monatelang hatte sich eine 2000 Kilometer breite Blase warmen Wassers vor der Westküste der USA festgesetzt. Im Innern des Flecks war das Meer bis in 100 Metern Tiefe ein bis vier Grad wärmer als normalerweise. Und sie blieb beharrlich: Warmes Wasser auf kühlem Wasser besitzt Stabilität, beide Lagen vermischen sich kaum.

Dann kam El Niño

Ursache des Phänomens war ein ungewöhnlich stabiles Hochdruckgebiet, das im Frühjahr 2015 Winde blockiert hat. Wind wühlt dort üblicherweise das Meer auf, das Wasser wird gekühlt und mischt sich - doch diesmal blieb dieser Effekt aus.

Dann kam El Niño. Das pazifische Wetterphänomen fachte vergangenen November doch noch Winde an, die das Meer in Wallung brachten, berichtet die Nasa. Jetzt hat die Brise die Wärmelache verscheucht, das Wasser hat sich endlich vermischt.

Damit werden wohl nun auch die tropischen Tiere wie der Zwerggrindwal wieder nach Süden ziehen. Sie waren überraschenderweise in der Warmwasserblase vor Kalifornien gesichtet worden - die Wale leben üblicherweise mehr als 2000 Kilometer südlich.

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boj

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