Tel Aviv/Hamburg - Dank heftiger Regenfälle ist der Spiegel des Toten Meeres erstmals seit zehn Jahren wieder gestiegen. Er stehe zehn Zentimeter höher, berichteten israelische Medien am Donnerstag. Die ungewöhnlich starken Regenfälle in diesem Winter hätten die umliegenden Flüsse - vor allem den Jarmuk und den Jordan gespeist - und mithin das Meer gefüllt.
Das durch seinen besonders hohen Salzgehalt berühmte Tote Meer ist von Austrocknung bedroht. Einer der Gründe dafür ist die massive Nutzung des Süßwassers aus dem Jordan. Das Tote Meer wird vor allem vom Jordan gespeist, es hat keinen Abfluss, verliert sein Wasser durch Verdunstung.
Auch der Spiegel des Sees Genezareth ist wieder deutlich gestiegen. In den vergangenen zwei Wochen habe er sich um 94 Zentimeter erhöht, schrieb die Zeitung "Israel Hajom". Der Pegel liege nun bei 211 Metern unter dem Meeresspiegel. Damit habe er den höchsten Stand seit 2005 erreicht. Der See Genezareth ist der tiefstgelegene Süßwassersee der Erde und Israels wichtigste Wasserquelle.
Anders als der Name vermuten lässt, ist das Tote Meer biologisch nicht tot - trotz des hohen Salzgehalts. An Süßwasserquellen am Seeboden haben Taucher zuletzt überraschend vielfältiges Leben entdeckt. Artenreiche Bakterienmatten bedecken große Bereiche des Seebodens.
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