Satellitenbild der Woche Wassernot am Hoover-Damm

Der größte Stausee der USA verliert sein Wasser. Satellitenbilder zeigen, wie die Wassermenge in nur einem Jahr gefährlich gesunken ist. Fällt der Pegel um einen weiteren Meter ab, tritt ein Notfallplan in Kraft.


Lake Mead im Juni 2013 und Juli 2014
Seit der Inbetriebnahme des Hoover-Damms 1937 fiel der Wasserstand des Stausees Lake Mead nie unter 330 Meter über dem Meeresspiegel. Doch das könnte sich bald ändern. Seit Jahren schon herrscht im Südwesten der USA eine Dürre biblischen Ausmaßes - und das Umland entnimmt mehr Wasser aus dem See, als an Schmelz- und Regenwasser aus den Rocky Mountains hineinfließt.

Die dramatischen Folgen der anhaltenden Trockenheit zeigt ein Vergleich von zwei Luftbildern, die der Operational Land Imager auf dem Nasa-Satelliten "Landsat 8" am 16. Juni 2013 und am 21. Juli 2014 aufnahm. Der Strandstreifen am Ende des Sees ist in nur einem Jahr deutlich breiter geworden, die Inseln im See um vieles größer.

Aus dem Lake Mead, der etwa 50 Kilometer südöstlich von Las Vegas an der Grenze der Bundesstaaten Arizona und Nevada liegt, bedienen sich alle: Privathaushalte, Industrie, Farmen, und öffentliche Einrichtungen in Nevada, Südkalifornien, Arizona und dem Norden Neu-Mexikos. Die Wüstenstadt Las Vegas hängt ebenso am Tropf des Sees wie der Bewässerungsfeldbau der umliegenden Bundesstaaten. Da kommen der Colorado River und seine Nebenflüsse, die den See speisen, nicht hinterher.

Bereits jetzt drohen Wasserverschwendern in der Region hohe Geldstrafen. Sollte der Wasserspiegel auf unter 328 Meter fallen, werden Notfallmaßnahmen in Kraft treten: Dann wird der Zugriff auf das Wasser des größten Stausees der Vereinigten Staaten streng reglementiert. Am Donnerstag dieser Woche fehlte nur noch ein Meter bis zu dieser kritischen Marke.

Colorado River: Die gefährdete Lebensader des Westens

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tailspin 03.08.2014
1. Alternative
Kalifornien hat als Anreiner vom Pazific Wasser genug zuer Verfuegung. Man muesste es nur entsalzen und die angeschwemmten Radionuklide aus Fukushima rausfiltern.
cyberjones12 03.08.2014
2. Nun, wer hält denn den Erderwärmungseffekt für Fiktion?
Sas sind genau die Burschen, die hier das Wasser abpumpen, Autos fahren, die 15 Liter Sprit brauchen und Heizungen sowie Klimaanlagen mit einem abstrusen Energieverbrauch haben. In diesem Sinne will man auch den Erderwärmungseffekt leugnen, der nun das Wasser abgräbt! Welche nie gekannte Kurzsicht. Zur Korrektur dieses Sichtfehlers braucht es Brillengläser mit den Ausmaßen von Glasbausteinen. Offenbar sieht man dort aber trotz massiver Wasserprobleme immer noch nichts. Nun, dann muss halt Lake Powell austrocken und wohl die größte selbstverursachte Umsiedelungsaktion der USA gestartet werden. Vielleicht hiflt das.
Hansjuerg 03.08.2014
3. Mal sehen
Zitat von sysopNASA/ Robert SimmonDer größte Stausee der USA verliert sein Wasser. Satellitenbilder zeigen, wie die Wassermenge in nur einem Jahr gefährlich gesunken ist. Fällt der Pegel um einen weiteren Meter ab, tritt ein Notfallplan in Kraft. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/wasserstand-am-lake-mead-sinkt-a-984055.html
Mein Mitleid hält sich in engen Grenzen. Nachdem die Amis Rohstoffe und Geld aus aller Welt zusammen rauben, interessiert es mich allerdings, wie Sie das dann beim Wasser anstellen. Aber vielleicht gibt ihnen dann ihr engster unverbrüchlicher Bündnispartner Tipps. Der kennt sich in solchen Sachen bestens aus. Mit den Opfern hätte ich dann Mitleid.
neinsagen 03.08.2014
4. flüsse umgeleitet
im Umleiten von flüssen sind die ach so intelligenten Amis weltmeister d.h. im zerstören von der Natur ob fraking, kupfersee,kohlebrand - das sind alle samt vollpfosten. und dann bewässern sie baumwollfelder riesiger flächen obwohl diese Baumwolle auf dem Weltmarkt gar nicht in diesen mengen gebraucht wird. die bauern leben nicht vom Verkauf der Baumwolle sondern von den Staatlichen Subventionen. Typischer Ami schwachsinn. Es gibt dort Flüsse die ihr Wasser nie ins meer bringen weil die Amis das ganze Wasser absaugen.
aurelius.stahl 03.08.2014
5.
Wir werden uns alle noch so dermaßen wundern, dass das tatsächlich passiert was passieren wird. Und als erstes ist Lima dran. Millionen Menschen die auf dem Trockenen sitzen. Das wird uns nie passieren und das wissen auch die denen es passiert. Alles nur eine Frage der Zeit.
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